Beschreibung der Studie

Vorhofflimmern kommt bei 1–2 % der Bevölkerung vor und somit stellt die häufigste bedeutsame Herzrhythmusstörung dar; darunter leiden neben Ihnen etwa sechs Millionen Menschen in Europa. Im Normalzustand, d. h. bei Sinusrhythmus, werden die Vorhöfe und die Kammern des Herzens unmittelbar nacheinander etwa 70-mal pro Minute stimuliert. Die Muskelkontraktion der Vorhöfe führt zu einer zusätzlichen Blutfüllung der Kammern, die etwa 150 Millisekunden später ebenfalls kontrahieren. Beim Vorhofflimmern hingegen laufen ungerichtete elektrische Erregungen über die Vorhöfe. Dies führt zu schnellen und ungeordneten Bewegungen der Wände mit einer Frequenz von 300 bis 600 pro Minute, dem Flimmern. Das Vorhofflimmern ist verbunden mit einem erhöhten Risiko für Thromboembolien, die Sterblichkeit (Mortalität) ist ebenfalls erhöht; die Lebensqualität der Betroffenen kann auch erheblich beeinflusst werden. Um die Ätiologie dieser Herzrhythmusstörung für derzeitige und zukünftige Patienten besser zu erfassen, wird diese Studie durchgeführt. Die rechtzeitige Abklärung der möglichen Auslöser, die der Herzrhythmusstörung zugrunde liegen könnten, kann dabei helfen, eine entsprechende kausale Therapie einzuleiten und/ oder die Lebenserwartung und -qualität günstig zu beeinflussen und möglicherweise schwerwiegende Komplikationen zu verhindern. Uns interessiert weshalb einige Patienten symptomatisch sind, das bedeutet Vorhofflimmern (häufig als sehr unangenehmes Herzstolpern oder Herzrasen) spüren und andere hingegen nicht (asymptomatisch = keine Symptome). Aus diesem Grund möchten wir im Rahmen dieser Studie zum einen den Zusammenhang zwischen einer erhöhten Gefäßsteifigkeit und dem (Nicht-)Vorhandensein von Symptomen bei Vorhofflimmern untersuchen. Mithilfe eines Fragebogens möchten wir zum anderen herausfinden, ob Patienten mit einer neurotischen Persönlichkeitsstruktur eher dazu neigen Vorhofflimmern zu spüren.

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Studiendetails

Studienziel Klinische Symptome (Messmethode: Fragebogen, Interview) Aortale Distensibilität (Messmethode: Echokardiographie transthorakal/ transösophageal) Pulswellengeschwindigkeit und Augmentationsindex (Messmethode: Pulswellen-Analyse anhand einer tonometrisch aufgezeichneten Pulskurve). Die Erhebung des primären Endpunktes erfolgt lediglich einmal zum Beginn der Studie.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 170
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum MannheimI. Medizinische Klinik - Kardiologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Männliche und weibliche Patienten (Mindestalter 18 Jahre)
  • Vorhofflimmern
  • Schriftliche Einverständniserklärung zur Studienteilnahme

Ausschlusskriterien

  • Instabile Angina pectoris / Akuter Myokardinfarkt / Kardiogener Schock
  • Indikation zur operativen koronaren Revaskularisation (Bypass-OP)
  • Schlaganfall oder TIA
  • Ruheherzfrequenz < 50 Schläge pro Minute
  • Vorhandensein eines Herzschrittmachers/AICDs und anderer metallischer Implantate
  • Klappenvitium mit Indikation zur Operation
  • Sick-Sinus-Syndrom, SA Block, AV-Block 3.Grades
  • Unkontrollierter Hypertonus
  • Schwere Hypotonie (<90/50mmHg)
  • Schwere Leberinsuffizienz
  • Patienten mit Herzinsuffizienz NYHA Klasse III – IV
  • Herzschrittmacher-Abhängigkeit

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Vorhofflimmern-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Der mögliche Zusammenhang zwischen aortaler Steifigkeit und Symptomatik des Vorhofflimmerns wurde beim Menschen bislang noch nicht untersucht. Die genannte Studie untersucht Patienten mit symptomatischem Vorhofflimmern und vergleicht die vaskulären Parameter wie arterielle Gefäßsteifigkeit von diesen mit den vaskulären Parametern von Patienten mit asymptomatischem Vorhofflimmern. Die Studie testet daher die Hypothese, dass es einen Zusammenhang zwischen symptomatischem Vorhofflimmern und arterieller Gefäßsteifigkeit besteht. Vor dem Hintergrund der Alternativhypothese wird anhand eines standardisierten Fragebogens untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen einer neurotischen (zwanghaften) Persönlichkeitsstruktur und symptomatischen Vorhofflimmern besteht.

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