Beschreibung der Studie

Die Transversus-abdominis-plane-Blockade (TAP-Blockade oder Transversus-abdominis-Blockade, TAB) ist eine Technik für die postoperative Schmerztherapie. Abhängig von der Lokalisation des Eingriffs kann der Block einseitig (Beckenkamm) oder beidseitig (Kaiserschnitt, Prostatektomie, beidseitige Leistenhernienreparation) durchgeführt werden. Bei der TAP-Blockade wird Ropivacain, ein Lokalanästhetikum in die Bauchdecke Ultraschallgesteuert injiziert. Aufgrund der in der Literatur beschriebenen Wirksamkeit des TAP-Blocks wurde dieser in unsere Klinik im Jahre 2013 eingeführt. Der Schmerzmittel-, Opioidverbrauch im Aufwachraum konnte deutlich gesenkt werden, insbesondere nach laparoskopischer Leistenhernienversorgung (LHV). Dieses Operationsverfahren stellt in unserer Klinik den Standard dar. Hypothese: Wir postulieren, dass der kumulative Schmerzmittelbedarf laparoskopischer LHV von Narkoseeinleitung bis 24h postoperativ gesenkt werden kann, wenn der TAP-Block präoperativ angewendet wird. Die geplante Studie dient der Qualitätssicherung o.g. Verfahrens in unserer Klinik. Die Ergebnisse sollen zudem dazu beitragen, dass der TAP-Block häufiger vor laparoskopischen LHV in TAPP-Technik angewendet wird und auf diese Weise der kumulative opioide und nicht-opioide Schmerzmittelbedarf gesenkt werden kann.

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Studiendetails

Studienziel Schmerzangabe im Aufwachraum mit VAS (visuelle Analogskala)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 1000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle HELIOS Research Center

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, die in TAPP-Technik wegen einer Leistenhernien oder eines Leistenhernienrezidivs operiert wurden im Zeitraum 01.08.2007 bis 01.08.2018

Ausschlusskriterien

  • Konversion zum offen chirurgischen Verfahren

Adressen und Kontakt

Helios Klinikum Berlin-Buch, Berlin, Deutschland, Berlin

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Die Transversus-abdominis-plane-Blockade (TAP-Blockade oder Transversus-abdominis-Blockade) ist unter Anwendung des Ultraschalls eine relativ einfach durchzuführende Technik. Ursprünglich wurde die Blockade ohne Ultraschall blind als Doppel-Klick-Technik durchgeführt. Anästhesiert werden bei dieser Technik die Interkostalnerven von Th7–Th12, N. iliohypogastricus und N. ilioinguinalis. Somit ergibt sich eine Anästhesie im Bereich der vorderen und seitlichen Bauchwand. Die TAP-Blockade ist im Wesentlichen eine Technik für die postoperative Schmerztherapie. Abhängig von der Lokalisation des Eingriffs kann der Block einseitig (Beckenkamm) oder beidseitig (Kaiserschnitt, Prostatektomie, beidseitige Leistenhernienreparation) durchgeführt werden. Bei der TAP-Blockade wird Ropivacain, Lokalanästhetikum vom Amid-Typ, injiziert. Es ist vom Bupivacain abgeleitet und besitzt einen relativ langsamen Wirkbeginn und eine lange Wirkdauer (bis zu 12 Stunden) [1, 2]. Ultraschallgestützte Punktion Die Punktion erfolgt in In-plane-Technik. Die Nadel wird von medial nach dorsolateral geführt. Es werden nacheinander M. obliquus externus und der M. obliquus internus penetriert. Die Ausbreitung des Lokalanästhetikums zwischen M. obliquus internus und M. transversus abdominis zeigt die korrekte Lage der Nadelspitze an (Siehe Abbildung 2) [1, 2]. Bei einer Vielzahl von OP-Verfahren konnte die Wirksamkeit des präoperativen TAP-Blocks, im Sinne einer deutlichen Reduktion des postoperativen Opioidverbrauchs, nachgewiesen werden. Auch auf dem Gebiet der Hernienchirugie findet der TAP-Block seine Anwendung. So publizierten Gao et al. nach einer Meta-Analyse (8x RCT, n=791), dass der TAP-Block insbesondere nach offen chirurgischer Leistenhernienversorgung (LHV) den postoperativen Opioidbedarf des operierten Patienten deutlich senkt [4]. Im Hinblick auf laparoskopische Verfahren führten Arora et al. (2016) eine randomisierte Untersuchung durch (Kontrollgruppe n=36, Interventionsgruppe n=35). Auch hier zeigte sich eine Senkung des postoperativen Opioidbedarfs operierter Individuen. Diese im Hinblick auf laparoskopische LHV einzige randomisierte Studie untersuchte die Wirksamkeit des TAP-Blocks jedoch hauptsächlich an Patienten, die in TEP-Technik (total extraperitoneale Technik; n=24) operiert wurden [5]. Aufgrund der in der Literatur beschriebenen Wirksamkeit des TAP-Blocks wurde dieser in unsere Klinik vor ca. 6 Jahren eingeführt. Nach stichprobenartiger Dokumentensichtung (Narkoseprotokoll, Aufwachraumprotokoll) zeigte sich eine erniedrigte Schmerzangabe nach VAS seit Einführung des TAP-Blocks (März 2013), insbesondere nach laparoskopischen LHV in TAPP-Technik. Dieses Operationsverfahren stellt in unserer Klinik den Standard dar. Gemäß der Ergebnisse des deutschen Hernienregisters (https://www.herniamed.de) werden ca. 1/3 der Patienten in Deutschland in dieser TAPP-Technik versorgt. Aufgrund der in der Literatur beschriebenen Wirksamkeit des TAP-Blocks wurde dieser in unsere Klinik im Jahre 2013 eingeführt. Der Schmerzmittel-, Opioidverbrauch im Aufwachraum konnte deutlich gesenkt werden, insbesondere nach laparoskopischer Leistenhernienversorgung (LHV). Dieses Operationsverfahren stellt in unserer Klinik den Standard dar. Hypothese: Wir postulieren, dass der kumulative Schmerzmittelbedarf laparoskopischer LHV von Narkoseeinleitung bis 24h postoperativ gesenkt werden kann, wenn der TAP-Block präoperativ angewendet wird. Die geplante Studie dient der Qualitätssicherung o.g. Verfahrens in unserer Klinik. Die Ergebnisse sollen zudem dazu beitragen, dass der TAP-Block häufiger vor laparoskopischen LHV in TAPP-Technik angewendet wird und auf diese Weise der kumulative opioide und nicht-opioide Schmerzmittelbedarf gesenkt werden kann. 1. Abdallah FW, Chan VW, Brull R. Transversus abdominis plane block: a systematic review. Reg Anesth Pain Med 2012; 37: 193-209. 2. Johns N, O'Neill S, Ventham NT, Barron F, Brady RR, Daniel T. Clinical effectiveness of transversus abdominis plane (TAP) block in abdominal surgery: a systematic review and meta-analysis. Colorectal Dis 2012; 14: e635-42. 3. Birnbaum J AR. Ultraschallgestützte Regionalanästhesie 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Springer Verlag 2013 4. Gao T, Zhang JJ, Xi FC, Shi JL, Lu Y, Tan SJ, et al. Evaluation of Transversus Abdominis Plane (TAP) Block in Hernia Surgery: A Meta-analysis. Clin J Pain 2017; 33: 369-75. 5. Arora S, Chhabra A, Subramaniam R, Arora MK, Misra MC, Bansal VK. Transversus abdominis plane block for laparoscopic inguinal hernia repair: a randomized trial. J Clin Anesth 2016; 33: 357-64.

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