Beschreibung der Studie

Trotz moderner Behandlungsmethoden führen viele psychische Erkrankungen oft zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. Eine mögliche Mitursache für psychiatrische Erkrankungen und die Ausprägung bestimmter Beschwerden stellt eine mangelnde Erregbarkeit bzw. Unterfunktion bestimmter Regionen der Hirnrinde dar. Durch diese Veränderungen können für die Betroffenen Schwierigkeiten dabei entstehen, Entscheidungen unter Zeitdruck durchzuführen und alle Möglichkeiten vor einer Entscheidung in Betracht zu ziehen. Einige – objektiv betrachtet sehr unwahrscheinliche Möglichkeiten – können sich für die Betroffenen dann sehr wahrscheinlich und echt anfühlen. Dies kann wiederum dazu führen, dass Patienten Dinge und Ereignisse in ihrer Umgebung auf sich beziehen und sogar Verfolgungsängste entwickeln. Aus derartigen Symptomen resultieren schließlich erhebliche Einschränkungen in der Verrichtung alltäglicher Tätigkeiten. Zudem treten in der Regel ausgeprägte Probleme für die Betroffenen auf, sich in neuen Situationen zurechtzufinden und neue Informationen und Sinneseindrücke in einer ausreichenden Geschwindigkeit zu verarbeiten. Da bei vielen psychischen Erkrankungen gezeigt wurde, dass derartige Symptome auftreten können, wird seit Jahren versucht, die biologischen Ursachen für das Auftreten dieser Symptome zu verstehen, um gezieltere Behandlungs- und Untersuchungsmethoden zu entwickeln. Ziel ist eine Verbesserung dieser Fehlfunktionen des Gehirns durch neue Therapieverfahren. Seit einigen Jahren können mittels Computerprogrammen Denkprozesse des menschlichen Gehirns untersucht werden, die dem menschlichen Verhalten bei einfachen und komplexen Entscheidungsaufgaben entsprechen. Damit sind erstmals Einblicke in die möglichen Ursachen der zuvor genannten Symptome möglich geworden. Um die Genauigkeit und die Effektivität dieser Verfahren weiter zu optimieren, sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich. Die in dieser Studie zur Anwendung kommenden Computerprogramme sind seit mehr als 5 Jahren regelhaft verwendete und immer weiter verbesserte Verfahren in den Neurowissenschaften und in der Psychiatrie. Ziel dieser Studie ist es zu untersuchen, wie die Ergebnisse dieser Tests zu Veränderungen des Gehirns bei Patienten mit einer psychiatrischen Erkrankung in Zusammenhang stehen. Durch diese Arbeiten sollen die Grundlagen der Diagnostik und Therapie von psychiatrischen Erkrankungen besser verstanden und verbessert werden.

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Studiendetails

Studienziel Gestützt auf die dargestellten Zusammenhänge zielt die vorgeschlagene Studie darauf ab, biologische Evidenz für die dargestellte Hypothese zu generieren, dass eine pathophysiologische Beeinträchtigung der NMDA-ergen und GABAA-ergen Neurotransmission an Störungen von Wahrnehmungs- und Entscheidungsprozessen ursächlich beteiligt ist (Adams et al., 2013; Fletcher & Frith, 2009; Gonzalez-Burgos & Lewis, 2012). Hypothesen I. Patienten mit einer Schizophrenie, einer Depression oder einem At-Risk-Mental-State zeigen unterschiedliche Beeinträchtigung der Performanz in Tests zum Wahrnehmungs- und Entscheidungsverhalten im Vergleich zu gesunden Kontrollprobanden. II. Das Ausmaß der Einschränkungen der Performanz wird bei Patienten ausgeprägter sein, bei denen pathophysiologisch gleichzeitig eine Störung der kortikalen Erregbarkeit vorliegt. Dies ist für Patienten mit einer Schizophrenie mehrfach belegt worden. III. Das Risiko von Patienten in einem At-Risk-Mental-State eine schizophrene Erkrankung im Gegensatz zu einer depressiven Erkrankung zu entwickeln, wird sich anhand der Performanz in den behavioralen Test stratifizieren lassen. Als diagnostische Tests wurden der Urnentest und der Tokens-Test durchgeführt. Beim Studiendesign handelt es sich um eine nicht-interventionelle Studie vom Typ "Sonstige" (i.e. im Rahmen der Studie wurde zusätzliche Diagnostik durchgeführt, aber nicht um eine Diagnose zu stellen, sondern um Erkenntnisse zu physiologischen Vorgängen zu gewinnen).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 135
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

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Einschlusskriterien

  • Alle Teilnehmer wurden nach Sicherung der Diagnose (ICD-10 Kriterien) durch zwei unabhängige klinische Untersucher (Ärzte für Psychiatrie) klinischen und soziodemographischen Interviews unterzogen und führten die behavioralen Tests, namentlich den Urnentest und den tokens-Test, durch. Gesunde Kontrollen wurden aus der allgemeinen Bevölkerung über Plakate rekrutiert.

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien bestanden in einem nicht normalem oder korrigiert nicht normalem Sehvermögen, Alkoholkonsum innerhalb der letzten 24 Stunden und Freizeitdrogenkonsum innerhalb der letzten 24 Monate.

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