Beschreibung der Studie

Der "Flexions-Rotationstest (FRT)" ist ein passiver Test, der die Drehbewegungen in den oberen Gelenken des Nackens untersucht. Er wird regelmäßig in der Physiotherapie eingesetzt um Patienten/Patientinnen mit mechanischen Störungen des oberen Nackens zu untersuchen. Diese Patienten/ Patientinnen zeigen häufig Symptome wie Kopfschmerzen, Gesichtsschmerzen, Schwindel oder Schmerzen im Bereich des oberen Nackens. Ungefähr 50% der gesamten Drehbewegungen des Nackens wird den oberen 2 Wirbeln zugeordnet. Für den FRT gilt eine Beweglichkeit von 44° zu jeder Seite als Normwert. Der Test gilt als positiv wenn die Beweglichkeit um mehr als 10° eingeschränkt ist oder Symptome während des FRT auftreten. Als Folge gilt somit bisher ein Test bei dem die Drehbewegung zu einer der beiden Seiten < 34° ist als positiv. Nachteilige Nebenwirkungen im Zusammenhang mit dem Test treten nur sehr selten auf. Es ist bekannt, dass die Gesamtbeweglichkeit des Nackens altersbedingt abnimmt. Bisher geht die Wissenschaft jedoch davon aus, dass sich dies nicht auf die Wirbel des oberen Nackens bezieht. Unveröffentlichte Daten der Forschungsgruppe zeigen jedoch auch altersabhängige Veränderungen der Beweglichkeit in den oberen Wirbeln des Nackens. Der empfohlene Schwellenwert von 34° berücksichtigt keine altersabhängigen Veränderungen der Beweglichkeit. Sollte sich die Beweglichkeit des oberen Nackens jedoch altersbedingt verändern, so würden zu viele ältere Menschen fälschlicherweise ein positives Testergebnis zeigen während zu viele jüngere Menschen fälschlicherweise ein negatives Testergebnis zeigen. Normdaten der Drehbeweglichkeit des oberen Nackens für eine Bandbreite von Altersgruppen wurde bisher noch nicht erhoben. Ziel des Projektes ist es daher, altersgemäße Normdaten in einer großen Stichprobe zu erheben. Um eine ausreichende Zahl an Probanden einschließen zu können, ist ein multizentrisches Vorgehen erforderlich. Es stellt sich deshalb zunächst die Frage nach einem praktikablen und mobilen Messinstrument. Hier empfiehlt sich ein digitaler Winkelmesser. Da das Messprotokoll mit einem solchen Instrument bisher nicht validiert ist und dessen Reliabilität unbekannt ist, müssen zunächst die Validität und Reliabilität überprüft werden. Im nächsten Schritt wird mit dem Erheben der Messdaten für altersabhängige Normdaten begonnen. Folgende Forschungsfragen werden untersucht: 1. Ist die Messung des zervikalen Flexions-Rotationstests mit dem digitalen Goniometer (easyangle) valide? 2. Ist die Messung des zervikalen Flexions-Rotationstests mit dem digitalen Goniometer (easyangle) reliabel? 3. Wie groß ist die Beweglichkeit der hochzervikalen Rotation während des FRT in einer asymptomatischen Population über die Lebensspanne?

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Studiendetails

Studienziel Beweglichkeit der Halswirbelsäule (Segment C1/C2) während des FRT
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 250
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle HAWK Hildesheim

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien:
  • Asymptomatische Probanden:
  • Alter 18 – 80 Jahre
  • Keine Beschwerden der HWS
  • Keine Gesichtsschmerzen
  • Keine medizinischen Konsultationen wegen Kopfschmerzen
  • Symptomatische Probanden:
  • Alter 18-80 Jahre
  • Diagnose nach IHS 3beta [14] von Migräne, Spannungskopfschmerz oder zervikogener Kopfschmerz
  • Verordnung für Physiotherapie
  • Bei Diagnose von Migräne oder Spannungskopfschmerz sollte die manualtherapeutische Untersuchung der Segmente C0-C3 eingeschränkte Beweglichkeit, Schmerzen oder andere Symptome reproduzieren

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien:
  • Gültig für alle Probanden:
  • Traumatische Verletzungen der HWS oder des Kopfes innerhalb der letzten drei Monate
  • Osteoporose
  • Neurologische Erkrankungen (Multiple Sklerose, Schlaganfall etc)
  • Zervikale Radikulopathie bzw. neurologische Symptome des Armes, Nackens oder des Kopfes
  • Das Auftreten von Symptomen wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Gesichtsschmerzen bei den Testbewegungen
  • Konstante Kopfschmerzen in den letzten 48 Stunden vor dem Test
  • Positiver Sicherheitstest vor der Untersuchung (Auftreten von Symptomen in maximaler Flexion und maximaler Rotation)
  • Positiver hochzervikaler Instabilitätstest (Sharp Purser Test)

Adressen und Kontakt

Hochschule, Bremen

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Häufig gestellte Fragen

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Der zervikale Flexions-Rotationstest (FRT) ist ein passiver Test, der die Rotation im Segment C1/2 untersucht. Er gilt als valide und reliabel und wird in der Physiotherapie routinemäßig bei Symptomen der oberen HWS, z. B. bei Kopfschmerzen eingesetzt. Ungefähr 50% der Gesamtrotationsbewegung der HWS wird dem Segment C1/C2 zugeordnet. Für den FRT gilt eine Beweglichkeit von 44° zu jeder Seite als Normwert für Erwachsene. Der FRT gilt als positiv wenn die Beweglichkeit um mehr als 10° eingeschränkt ist oder Symptome während des FRT auftreten. Als Folge ist somit ein FRT < 34° als positiv zu werten. Nachteilige Nebenwirkungen im Zusammenhang mit dem FRT treten nur sehr selten auf [1-5]. Altersbedingt nimmt die Gesamtbeweglichkeit der HWS ab. Unveröffentlichte Daten der Forschungsgruppe zeigen altersabhängige Veränderungen der Beweglichkeit auch in den Segmenten der oberen HWS. Der empfohlene Cut-off Wert von 34° berücksichtigt dies jedoch nicht. Sollte sich die Beweglichkeit der oberen HWS jedoch altersbedingt verändern, so würden zu viele ältere Menschen fälschlicherweise ein positives Testergebnis zeigen während zu viele jüngere Menschen fälschlicherweise ein negatives Testergebnis zeigen. Normdaten der hochzervikalen Rotationsbeweglichkeit für eine Bandbreite von Altersgruppen wurde bisher noch nicht erhoben. Ziel des Projektes ist es daher, altersgemäße Normdaten in einer großen Stichprobe zu erheben. Um eine ausreichende Zahl an Probanden einschließen zu können, ist ein multizentrisches Vorgehen erforderlich. Es stellt sich deshalb zunächst die Frage nach einem praktikablen und mobilen Messinstrument. Hier empfiehlt sich ein digitales Goniometer. Da das Messprotokoll mit einem solchen Instrument bisher nicht validiert ist und dessen Reliabilität unbekannt ist, müssen zunächst die Validität und Reliabilität überprüft werden. Im nächsten Schritt wird mit dem Erheben der Messdaten für altersabhängige Normdaten begonnen. Folgende Forschungsfragen werden untersucht: 1. Ist die Messung des zervikalen Flexions-Rotationstests mit dem digitalen Goniometer (easyangle) valide? 2. Ist die Messung des zervikalen Flexions-Rotationstests mit dem digitalen Goniometer (easyangle) reliabel? 3. Wie groß ist die Beweglichkeit der hochzervikalen Rotation während des FRT in einer asymptomatischen Population über die Lebensspanne?

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