Beschreibung der Studie

Das beantragte Forschungsvorhaben wird im Rahmen des von der EU geförderten Projekts REACH2020 durchgeführt und setzt sich aus 4 EuroTech Universitäten und 13 innovativen Industriepartnern zusammen. Der Originaltitel lautet “Responsive Engagement of the Elderly promoting Activity and Customized Healthcare“ und beschreibt ein rückmeldendes System zur Aktivitätsförderung und maßgeschneiderter Gesundheitsfürsorge für ältere Menschen. Es soll in verschiedenen Pflegesituationen wie Kliniken und Tageszentren und in die unmittelbare Alltagsumgebung von älteren Menschen integriert werden. Weitere Informationen finden Sie auf der folgenden Internetseite: http://reach2020.eu/. Die Schön Klinik Bad Aibling (SKBA) ist in der Entwicklungsphase des Systems beratend tätig und evaluiert das fertige System bzw. dessen Module im klinischen Setting. Gesundheitsdaten und deren Entwicklung sollen erfasst werden (sensing), ein mögliches Risiko einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes soll frühzeitig erkannt werden (monitoring) und dieses Risiko soll durch passende Interventionen eliminiert oder zumindest reduziert werden (intervention). Eines der Module ist das Therapiegerät activLife des Projektpartners Alreh Medical. Es handelt sich bei diesem Therapiegerät um eine Transferhilfe, also Hilfe zum Positionswechsel, und Trainingsvorrichtung, die sowohl für Rehabilitations- als auch für Präventionszwecke entwickelt wurde. Es gilt nun herauszufinden, inwieweit dieses Gerät auch mit neurologischen Patienten im klinischen Alltag eingesetzt werden kann. Als erster Schritt werden die Voraussetzungen evaluiert, welche ein Patient erfüllen muss, um das Gerät nutzen zu können. In einem weiteren Schritt wird analysiert, wie die Patienten mit dem activLife, verglichen mit den standardmäßig in der Klinik genutzten Hilfsmitteln, aufstehen können. • Mit dieser Studie möchten wir die Anwendbarkeit und Nutzerfreundlichkeit (=Feasibility und Usability) des Geräts activLife untersuchen. • Gleichzeitig möchten wir Informationen darüber erhalten, welche Kriterien ein neurologischer Patient erfüllen muss, um dieses Gerät erfolgreich anwenden zu können, und für welche Patienten das Gerät und die dazugehörige Software geeignet sind. • Bei einer Patientengruppe werden Bewegung, Muskelaktivität und die Gewichtsverteilung der Beine während der Transferbewegung mit und ohne dem Gerät gemessen.

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Studiendetails

Studienziel Das primäre Untersuchungsziel besteht in der Überprüfung der Eignung und Anwendbarkeit des Therapiegeräts activLife als Transferhilfe vom Sitz in den Stand und vom Stand in den Sitz. Besonders die Überprüfung der motorischen und kognitiven Voraussetzungen für eine erfolgreiche Anwendung bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen ist von Relevanz. Diese Informationen werden benötigt um klare Indikationen für eine Heimanwendung bzw. eine selbstständige Therapie etablieren zu können. Die Überprüfung der primären Studienziele erfolgt anhand einer explorativen Datenanalyse.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle European Commission

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Persona A:
  • Neurologisch erkrankte Personen, die in der Schön Klinik Bad Aibling stationär aufgenommen sind, beispielsweise mit folgender Diagnose: Schädelhirntrauma, Schlaganfall (ischämisch oder hämorrhagisch) oder hypoxischer Hirnschaden, Critical Illness Polyneuropathie (CIP) und Myopathie (CIM), Alzheimer, Parkinson, Querschnittslähmung.
  • Teilnahme an der täglichen Therapiegruppe „Gleichgewicht im freien Sitz“ oder „Aufstehtraining“ bzw. die Einschlusskriterien für eine solche Gruppe erfüllen:
  • MFAS Punkt 11: 0
  • BBS: Aufgabe 1, 4 und 6: > 2 Punkte
  • Zuhilfenahme von Hilfsperson beim Transfer, im Alltag genutzte Hilfsmittel wie Rollator /Gehstock
  • Aufmerksamkeits-Belastungsdauer: >30min mit kurzen Pausen 1-2min
  • Erhaltenes Sprachverständnis
  • männlich oder weiblich
  • Wahrscheinlicher stationärer Aufenthalt von mind. zwei Wochen ab Beginn der Studienintervention
  • Nicht gehfähige Patienten (FAC < 2)
  • Gerätespezifisch: Gewicht: < 120kg und Körpergröße: 150-190 cm
  • Persona B:
  • Patienten mit Demenzerkrankung, die im Alzheimer Zentrum der Schön Klinik Bad Aibling (ATZ) zur dreiwöchigen Therapie aufgenommen sind
  • MMSE ≥18
  • Gerätespezifisch: Gewicht < 120kg und Körpergröße: 150-190 cm
  • Persona C:
  • Angehörige
  • Alter ≥ 65 Jahre
  • keine motorischen Einschränkungen

Ausschlusskriterien

  • Für die „Gleichgewicht im freien Sitz“-Gruppe und das „Aufstehtraining“ ausschließende Kriterien (Schmerzen beim Gewichtsverlagern/Rumpfbewegen im Sitzen, beim Aufstehen, Stehen oder Hinsetzen, Akutes/schmerzhaftes Schulter-Hand-Syndrom)
  • Schwere Kontrakturen, schwere Spastizität (MAS 1 > 3)
  • Ausgeprägter Neglekt
  • Instabile kardiale Arrythmie
  • kontinuierlicher Sauerstoffbedarf
  • Unkontrollierte andere medizinische Probleme (kardiovaskuläre Erkrankungen, schwere rheumatoide Arthritis, Gelenksdeformitäten arthritischer Natur, akute Krebserkrankungen, Nierenerkrankungen, jegliche Form pulmonaler oder kardiovaskulärer Erkrankungen im finalen Stadium, unbehandelte Epilepsie).
  • Schwerer florider Alkohol- oder Drogenabusus

Adressen und Kontakt

Schön Klinik Bad Aibling Harthausen, Bad Aibling

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Häufig gestellte Fragen

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Das Projekt REACH (Responsive Engagement of the Elderly promoting Activity and Customized Healthcare) wird von der Europäischen Union im Rahmen des Horizon 2020 Forschungsprogramms „Personalisierte Gesundheitspflege“ mit 4,5 Mio. Euro und von der Schweiz mit 1,5 Mio. Euro gefördert. Das europaweite Konsortium setzt sich aus 4 EuroTech Universitäten und 13 innovativen Industriepartnern zusammen (http://reach2020.eu/ abgerufen am 15.10.2018) Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines sensing-monitoring-intervention Systems, das in verschiedene Pflegesituationen (z.B. klinisches Umfeld, Rehabilitationssituation, häusliche Pflege mit ambulantem Betreuungssetting und Pflegeheim) und in die unmittelbare Alltagsumgebung von älteren Menschen (Senioren 65+) unauffällig integriert werden kann (Bock, 2017). Die Hauptmodule des REACH-Systems werden zunächst in kontrollierten Laborumgebungen auf ihre Funktionsfähigkeit getestet. Nach erfolgreichen Laborversuchen werden die daraus resultierenden Prototypen in vier verschiedenen Use-Case-Umgebungen eingesetzt, um die verifizierten Teilsysteme von REACH in realitätsbezogenen Szenarien zu evaluieren. Es handelt sich hierbei um die Bereiche Akutkrankenhaus, Neuroreha, Pflegeheim und Tageszentrum. Die Schön Klinik Bad Aibling repräsentiert den Use-Case neurologische Rehabilitation. Weiterhin ist die Schön Klinik Bad Aibling (SKBA) ärztlich und wissenschaftlich mit folgenden Zielen beratend tätig: Gesundheitsdaten und deren Entwicklung sollen erfasst werden (sensing), ein mögliches Risiko einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes soll frühzeitig erkannt werden (monitoring) und dieses Risiko soll durch passende Interventionen eliminiert oder zumindest reduziert werden (intervention). Im Krankenhaus werden die meisten Informationen von einer großen Vielzahl von Mitarbeitern am und um den Patienten generiert. Um ein funktionierendes und individualisierbares System zu entwickeln, müssen daher relevante Daten gesammelt und ausgewertet werden. Der beste Weg zur Visualisierung der Bedürfnisse von Endnutzergruppen besteht darin Modelle zu erstellen, die auf den Daten mehrerer Patienten mit unterschiedlichen Defiziten basieren. Für REACH wurden deshalb spezifische Personas als Endverbraucher definiert, die auf den Daten verschiedener Krankheitsbilder und Szenarien unserer Klinik basieren. Es handelt sich dabei um fiktive Personen mit typischen Symptomen häufiger Krankheitsbilder. So ergab sich eine Persona A die ein schweres motorisches und geringes kognitives Defizit und eine Persona B die hauptsächlich ein kognitives bzw. sprachliches Defizit zeigt. Die Personas basieren auf Daten von fünf Patienten mit den Diagnosen Schlaganfall, Alzheimer, Parkinson und Critical Illness Polyneuropathie (Schäpers et al., 2017). Die erste Entwicklungsphase ist abgeschlossen und die vorgesehenen Module sollen nun in der Klinik unter Realbedingungen getestet werden. Eines der Module ist das Training in dem Gerät activLife der Projektpartnerfirma Alreh Medical. Es handelt sich um eine Transferhilfe und Trainingsvorrichtung, die ursprünglich entwickelt wurde, um im häuslichen Setting eingesetzt zu werden. Es gilt nun herauszufinden, ob dieses Gerät auch im klinischen Alltag zum Nutzen von neurologischen Patienten verwendet werden kann. Die Reduktion der therapeutischen Aktivitäten nach der Klinikentlassung führt oftmals zu einer Verschlechterung der erworbenen Funktionen und damit des allgemeinen Gesundheitszustands. Eine intensive Vorbereitung in der Klinik für ein hochfrequentes Trainingsprogramm mit dem activLife nach der Entlassung könnte diesen Effekt abschwächen. In diesem Projekt soll eruiert werden, welche Voraussetzungen ein neurologischer Patient erfüllen muss, um das Gerät nutzen zu können, wie es sich in den Therapiealltag integrieren lässt und ob Patienten den activLife nach Entlassung weiter nutzen möchten.

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