Beschreibung der Studie

Die Belastung von Mitarbeitern in der Onkologie rückt zunehmend in den Fokus gesundheitspräventiver Studien. Spezifische Belastungen sind neben einer Arbeitsverdichtung auch der Umgang mit Sterben und Tod von Patienten sowie der Umgang mit Belastungen der Angehörigen krebskranker Patienten. Durch diese Belastungen ergibt sich ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von klinischen Phänomenen wie Burnout (BO), Angst, Depression und Compassion Fatigue (CF). Bei CF handelt es sich um ein bisher unzureichend berücksichtigtes Konzept. Es umfasst einen psychischen Ausnahmezustand als Folge einer sekundären Traumatisierung, die durch ein nachlassendes Mitgefühl über die Zeit gekennzeichnet ist. Von diesem Zustand sind Mitarbeiter der Onkologie besonders häufig betroffen. Dabei ist der Erhalt der Mitgefühlszufriedenheit (Compassion Satisfaction, CS) eine Voraussetzung für die angemessene Betreuung der o.g. Gruppen. Bisher existieren nur wenige Interventionen zum Erhalt der CS bei Mitarbeitern in der Onkologie. Dabei handelt es zumeist um face-to-face-Angebote, bei denen eine regelmäßige termingebundene Teilnahme im klinischen Alltag häufig schwierig erscheint. In der Folge haben sich in den letzten Jahren zunehmend onlinebasierte Interventionsansätze etabliert. Bisherige Evaluationsstudien mobiler und webbasierter Trainings für Pflegekräfte und Ärzte im nicht-onkologischen Setting geben Hinweise darauf, wirksam in der Reduktion von Burnout und Compassion Fatigue zu sein. Jedoch ist es bislang nicht gelungen, eine auf die Bedürfnisse von Mitarbeitern in der Onkologie zugeschnittene Intervention, die empirisch signifikante Ergebnisse hervorbrachte, erfolgreich zu implementieren. Systematischen Übersichtsarbeiten zufolge zeigten onlinebasierte Verfahren mit dem Fokus auf achtsamkeitsbasierten Therapieansätzen die größten, kognitiv-verhaltenstherapeutische und Stressmanagement-Verfahren geringe Effekte auf die psychische Gesundheit und Stresssymptome. Eine Kombination der drei Verfahren insbesondere für die Zielgruppe der Mitarbeiter der Onkologie im Rahmen einer Online-Intervention wurde bislang nicht durchgeführt. Die Entwicklung und Evaluation einer solchen Intervention im Hinblick auf eine Reduktion der psychischen Belastung und einer Förderung der CS, die jederzeit flexibel von der Zielgruppe der Mitarbeiter in der Onkologie durchgeführt werden kann, steht bisher noch aus. Das geplante Studienvorhaben umfasst eine Vorstudie, in der quantitativ und qualitativ Daten von den Mitarbeitern in der Onkologie erfasst werden. Die quantitative Erhebung erfolgt mittels validierter Fragebogen, die qualitative Vorstudie mittels Einzelinterviews und Fokusgruppen. In der Pilotstudie werden vor dem Beginn und nach dem Abschluss der Online-Intervention Befragungen qualitativ mit Einzelinterviews und quantitativ als Fragebogenerhebung durchgeführt. Die Online-Intervention wird den Teilnehmern über einen Zeitraum von sieben Wochen sechs Module zur Bearbeitung zur Verfügung stellen. Mit dem vorgestellten Projekt soll dem Anspruch Rechnung getragen werden, eine für die spezifischen Anforderungen der Onkologie zugeschnittene Maßnahme zu entwickeln und damit Belastungssymptome und Compassion Fatigue zu reduzieren.

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Studiendetails

Studienziel Sobald alle n=20 Studienteilnehmer das Onlinetraining (Pilotstudie) durch vollständige Bearbeitung beendet haben, wird die Datenerhebung abgeschlossen. Sollte dies nicht innerhalb eines Jahres nach Studienbeginn erreicht werden, wird die Studie mit der zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Probandenzahlen abgeschlossen. Die quantitative Erhebung erfolgt onlinebasiert und umfasst folgende validierte Fragebögen: Workability Index (Hasselhorn & Freude, 2007), PHQ-4 (Löwe et al., 2010), Oldenburger Burnout Inventar (Demerouti & Bakker, 2008), die Skalen `Compassion Satis-faction´ und `sekundär traumatischer Stress´ aus dem Proqol-5 (Stamm, 2010) sowie die Resilienz-Skala RS-13 (Leppert, Koch, Brähler & Strauß, 2008).
Status Teilnahme bald möglich
Studienphase 1 bis 2
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Heidelberg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Teilnahme setzt die Mitarbeit in der Onkologie als Pflegekraft oder Arzt voraus. Die Studienteilnehmer müssen das 18. Lebensjahr vollendet, Zugang zu einem Smartphone oder Internet haben sowie Deutsch als Muttersprache oder sehr gute deutsche Sprachkenntnisse aufweisen und über die technischen Voraussetzungen für die Durchführung der Intervention verfügen. Alle Personen, die sich zur Studienteilnahme bereit erklären, erhalten die Informationsschrift sowie die Einwilligungserklärung, welche zusätzlich mündlich erläutert werden. Die Studienteilnahme erfordert den Erhalt eines per Unterschrift dokumentierten schriftlichen Einverständnisses bzw. bei der Onlinebefragung eine Bestätigung der Einverständnis durch Anklicken des entsprechenden Buttons.

Ausschlusskriterien

  • Nicht in die Studie eingeschlossen werden Teilnehmer mit kognitiven oder körperlichen Beeinträchtigungen, die die Bearbeitung des Online-Programms erschweren, schweren psychischen Erkrankungen, Alter < 18 Jahre und fehlender schriftlicher Einwilligung zur Teilnahme.

Adressen und Kontakt

Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik II, Heidelberg

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel dieser Studie ist die Entwicklung und Pilotierung eines Online-Trainings, das auf die spezifischen Belastungen onkologischer Mitarbeiter ausgerichtet sein wird. In einer Bedarfsanalyse werden zunächst quantitative und qualitative Daten zu Belastungen von bis zu einhundert Ärzten und Mitarbeitern des Pflegepersonals in der Onkologie erhoben. Auf der Basis dieser Ergebnisse wird das Online-Training entwickelt, in dem Teilnehmer die Möglichkeit haben, kognitive und Verhaltensstrategien zu entwicklen, und die Resilienzfähigkeit zu verbessern. Zur Evaluation werden vor und nach der Teilnahme an der Online-Trainings qualitative Interviews durchgeführt und von den Teilnehmern Fragebogen zu Angst, Depression, Mitgefühlszufriedenheit, Burnout und Arbeitsfähigkeit bearbeitet.

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