Beschreibung der Studie

In Entstehungsmodellen der Insomnie wird eine Überaktivierung auf körperlicher und psychischer Ebene als Ursache der Schlafstörung angenommen. Dabei ist in den vergangenen Jahren das Interesse an den neurobiologischen Grundlagen dieser Überaktivierung deutlich gestiegen. In dieser Studie soll erstmals systematisch untersucht werden, inwiefern die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) krankheitstypische neurobiologische Parameter beeinflusst. Auf Basis von Vorstudien erwarten wir, dass die KVT-I bei Patienten mit Schlafstörungen zu Veränderungen im Gehirn führt, die denen der gesunden Bevölkerung gleichen. Hierzu sollen 20 Patienten mit Insomnie mittels vier Sitzungen KVT-I behandelt werden. Die Patienten werden jeweils vor und nach der Behandlung einer MRT-Messung unterzogen. Perspektivisch soll hierbei ein besseres Verständnis der Neurobiologie zu einer Weiterentwicklung der psychotherapeutischen und medikamentösen Therapie beitragen.

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Studiendetails

Studienziel Messung des BOLD-Signals und GABA-Spiegels in Gehirnregionen mittels fMRT und MRS, jeweils vor und nach Therapie
Status Teilnahme bald möglich
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • schriftliche Einverständniserklärung
  • Erfüllung der Kriterien für Insomnie nach DSM 5 (APA, 2013)
  • Alter zwischen 18 und 65 Jahren

Ausschlusskriterien

  • instabile, progressive oder degenerative Erkrankung
  • akute Schmerzen oder unzureichend versorgte chronische Schmerzen, die in
  • einem kausalen Zusammenhang zur Insomnie stehen
  • Suizidalität
  • Vorliegen einer psychiatrischen Erkrankung, die sofortige Behandlung außer-
  • halb der Studie verlangt
  • Missbrauch oder Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten oder illegalen
  • Substanzen innerhalb des letzten Jahres
  • Vorliegen einer Schlafstörung neben Insomnie (z.B. AHI > 15, PLMS Index mit
  • Arousal > 5)
  • Hinweise auf das Vorhandensein einer geistigen Behinderung
  • Einnahme von Psychopharmaka in den zwei Wochen vor der Studienteilnah-
  • me oder während des Untersuchungszeitraumes;
  • Psychotherapie innerhalb der letzten 3 Jahre
  • Vorgeschichte einer Hirnschädigung (z. B. Schädel-Hirn-Trauma, Meningoen-
  • zephalitis, zerebrale Anfallsereignisse, Hydrozephalus oder raumfordernde
  • MRT-Kontraindikationen (z. B. Herzschrittmacher, Gefäß-Clips, Zahnspangen,
  • Knochenschrauben, -platten, -drähte)
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • unzureichende Deutschkenntnisse

Adressen und Kontakt

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Freiburg, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Insomnie führt zu einer verminderten Arbeitsleistung, einer reduzierten Lebensquali-tät sowie zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für körperliche und psychische Erkrankungen. In ätiologischen Modellen der Insomnie wird ein Hyperarousal auf kognitiver, emotionaler und physiologischer Ebene als Ursache der Schlafstörung postuliert. Dabei ist in den vergangenen Jahren das Interesse an den neurobiologischen Grundlagen dieses Hyperarousals deutlich gestiegen. Perspektivisch soll dabei ein besseres Verständnis der Neurobiologie zu einer Weiterentwicklung der psychotherapeutischen und medikamentösen Therapie beitragen. In der vorliegenden Studie soll erstmals systematisch untersucht werden, inwiefern die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) krankheitstypische neurobiologische Parameter beeinflusst. Hierbei werden fünf Parameter untersucht: 1. Funktionelle Konnektivität im Default Mode Network (DMN) 2. Aktivierung im Nucleus caudatus bei Durchführung einer kognitiv fordernden Aufgabe 3. Reaktivität der Amygdala auf schlafbezogene emotionsauslösende Stimuli 4. Aktivierung des mittleren und inferioren frontalen Gyrus 5. Spektroskopisch gemessene GABA-Spiegel im anterioren cingulären Cortex In der geplanten prospektiven klinischen Studie sollen 20 Patienten mit Insomnie (keine instabilen körperlichen und malignen Erkrankungen, keine psychischen Störungen) mittels KVT-I behandelt werden. Die Behandlung wird im Gruppenformat durchgeführt und beinhaltet jeweils 4 Sitzungen KVT-I und 4 Sitzungen Psychoedu-kation. Die Patienten werden jeweils vor und nach der Behandlung einer MRT-Messung unterzogen. Die zentrale Hypothese ist, dass die Patienten nach der Behandlung Veränderungen in den untersuchten neurobiologischen Parametern aufweisen.

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