Beschreibung der Studie

In erster Linie soll durch die Implantation eines Cochlear-Implantats die Hörwahrnehmung wiederhergestellt werden, sodass gesprochene Sprache wieder verstanden werden kann. Da das Musikhören nachweislich die Lebensqualität erhöht, gerät die Musikwahrnehmung verstärkt in den Fokus der CI-Forschung. Um die Musikwahrnehmung von CI-Nutzern zu verbessern, ist es erforderlich zu verstehen, wie diese Musik überhaupt wahrnehmen. Während die Wahrnehmung von Rhythmen unproblematisch ist, ist die Tonhöhenunterscheidung eingeschränkt. Instrumente werden von CI-Nutzern nur unzuverlässig erkannt. Perkussive und nicht-perkussive Instrumente können einzig unterschieden werden. Grundsätzlich bewerten CI-Nutzer jegliche Musik als unangenehmer im Vergleich zu Normalhörenden. In dieser Studie wird untersucht, ob spektrale und temporale Modulationen einen Einfluss auf die Bewertung von Musik bei CI-Nutzern haben. In dieser Studie sollen CI-Nutzer Aufnahmen von Instrumenten und synthetischen Klängen nach Angenehmheit, Natürlichkeit und Musikalität bewerten, die unterschiedlich spektral gefiltert worden sind. In einem weiteren Schritt soll überprüft werden, ob CI-Nutzer Unterschiede zwischen den synthetischen Klängen mit und ohne temporale Modulation (Vibrato) wahrnehmen können, und ob diese einen Einfluss auf die Bewertung anhand der oben genannten Kriterien haben. Die Studie wird mit Normalhörenden als Kontrollgruppe durchfgeführt.

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Studiendetails

Studienziel Die Probanden bewerten kurze akustische Stimuli mittels eines 100-Point Schiebereglers anhand unterschiedlicher Kriterien. Der Messzeitpunkt ist also unmittelbar. Die Studie ist damit für den Probanden abgeschlossen. Ein Endpunkt im herkömmlichen Sinn ist nicht definiert. Das Ziel der Studie ist die Erfassung der Angenehmheit, Musikalität und Natürlichkeit spektral gefilterter, akustischer Stimuli. Die Studie dauert etwa 20-30 Minuten.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 15
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik Universität Osnabrück

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Versorgung mit einem der folgenden CI-Modelle:
  • Firma Cochlear: Nucleus 5, Nucleus 6; Nucleus 7
  • Firma MED-EL: Sonnet, Opus; Rondo I und II
  • Versorgungsdauer: ≥ 6 Monate

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

Hörzentrum Düsseldorf, Universitäts-HNO-Klinik, Düsseldorf

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Häufig gestellte Fragen

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Da in einigen Studien Streichinstrumente (sowohl gerade, als auch ungerade Obertöne stark vorhanden) von CI-Nutzern als am unangenehmsten bewertet wurden, soll überprüft werden, ob eine spektrale Filterung von geraden oder ungeraden Tönen bei verschiedenen Instrumenten einen Einfluss auf die Bewertung des Klanges hat. Dazu wurde eine bekannte Melodie („Happy Birthday to you“) von einer Geige, einer Klarinette und einer Querflöte eingespielt. Anschließend wurden zwei unterschiedliche Filter angewendet, die entweder die geraden Obertöne oder die ungeraden Obertöne herausfiltern. Von jedem Instrument sind also drei Varianten als Stimuli vorhanden: unbearbeitet (alle aufgenommenen Obertöne), nur gerade Obertöne und nur ungerade Obertöne. Zusätzlich wurde die Melodie jeweils mittels einer Sägezahn-, einer Rechteck- und einer Sinusschwingung aufgenommen. Diese Stimuli sollen von den CI-Nutzern anhand folgender Kriterien bewerten: Angenehmheit, Natürlichkeit und Musikalität. Da temporale Modulation, wie das Vibrato einen positiven Effekt auf die Bewertung von Musik hat, wird dies in dieser Studie ebenfalls überprüft. Dazu werden die synthetisch produzierten Klänge zusätzlich mit einem Vibrato versehen. In einem AB-Test zwischen diesen modulierten und unmodulierten Klängen soll überprüft werden, ob CI-Nutzer einen Unterschied wahrnehmen können. Bei erfolgreichem AB-Test sollen die modulierten und unmodulierten Klänge erneut anhand der Kriterien Angenehmheit, Natürlichkeit und Musikalität bewertet werden. Die Studie wird mit Normalhörenden als Kontrollgruppe durchgeführt.

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