Beschreibung der Studie

Bei der Entstehung vieler psychischer Krankheiten spielt das Hormonsystem des Körpers eine wichtige Rolle. Hormone sind chemische Botenstoffe, durch die Informationen im Körper übermittelt und zahlreiche Körperfunktionen reguliert werden. Auch in körperlichen oder psychischen Stresssituationen werden sogenannte Stresshormone ausgeschüttet. Zwei dieser Hormone sind Cortisol und nach neuesten Studien das bisher als "Bindungshormon" bekannte Oxytocin. Es wird angenommen, dass durch die Erhöhung der Oxytocin-Konzentration im Körper das Stressempfinden reduziert wird und zusätzlich Anspannungen und Ängste gelöst werden. In der geplanten Studie soll untersucht werden, ob Kinder und Jugendliche (11-18 Jahre) mit vermehrtem Angsterleben veränderte Oxytocin- und Cortisolspiegel im Vergleich zu Gleichaltrigen ohne diese Probleme aufweisen. Des Weiteren soll beobachtet werden, wie sich die Hormonspiegel im zeitlichen Verlauf durch eine Stresssituation verändern. Hierzu werden Kinder und Jugendliche mit und ohne Angststörung zur Studienteilnahme eingeladen. In einem ersten Termin (ca. 2,5h) werden die Teilnehmer ausführlich über die Studieninhalte aufgeklärt. Nach schriftlichem Einverständnis sollen von den Kindern und Jugendlichen Fragebögen zu ihrem psychischen Wohlbefinden ausgefüllt werden. In einem zweiten Termin (ca. 2,5h) findet die Hormonbestimmung statt. Nach einer Entspannungsphase wird dem Probanden eine Speichelprobe entnommen. Anschließend sollen Aufgaben gelöst werden, bei dem der Teilnehmer vor fremdem Publikum sprechen muss. In regelmäßigen Abständen werden weitere Speichelproben abgegeben.

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Studiendetails

Studienziel 1. Basaler Oxytocin- und Cortisol-Spiegel im Speichel der Testgruppe (Kinder und Jugendliche (11-18 Jahre) mit einer klinisch diagnostizierten Angststörung) im Vergleich zu der gesunden Kontrollgruppe (Kindern und Jugendlichen ohne klinische psychiatrische Diagnose) 2. Veränderung des Oxytocin- und Cortisol-Spiegels unter Stressbelastung (TSST) im zeitlichen Verlauf (Messzeitpunkte: + 1, 10, 25, 40 and 55 min nach Beendigung des TSST) 3. Veränderung des Cortisol-Spiegels unter Stressbelastung im Bezug zum Oxytocin-Spiegel Methodik: Entnahme der Speichelproben zur Bestimmung der Hormonkonzentrationen zu 7 verschiedenen Messzeitpunkten. Induzierte Stresssituation mit Hilfe des Trier Social Stress Test (Kirschbaum et al., 1993) Der Endpunkt wird erhoben, wenn 60 Studienteilnehmer eingeschlossen wurden.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum Regensburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Allgemeine Einschlusskriterien der Index- und Kontrollgruppe
  • Ausreichendes Verständnis der deutschen Sprache
  • Informiertes Einverständnis der Studienteilnehmer sowie deren Erziehungsberechtigten
  • Alter bei Studienbeginn: 11-18 Jahre
  • Schulausbildung: Mittelschule, Realschule, Gymnasium
  • Anbindung zur ambulanten, teilstationären oder vollstationären Diagnostik/Beratung/Behandlung an der KJPP Zentrum Regensburg
  • Einschlusskriterien Indexgruppe
  • Angststörung entsprechend der diagnostischen Kriterien der DSM-V-Klassifikation und ICD-10 (Agoraphobie (ICD-10 F40.0) ohne/mit Angaben eine Panikstörung (F40.00, F40.01), soziale Phobien (F40.1), Panikstörung (F41.0), generalisierte Angststörung (F41.1), emotionale Störung mit Trennungsangst des Kindesalters (F93.0), Störungen mit sozialer Ängstlichkeit des Kindesalters (F93.2), generalisierte Angststörung des Kindesalters (F93.80)
  • Keine weiteren psychiatrischen Komorbiditäten (davon ausgenommen: leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0))
  • Einschlusskriterien Kontrollgruppe
  • Keine psychiatrischen und neurologischen Vorerkrankungen
  • Kein Vorliegen einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung
  • Keine aktuellen oder vergangenen ambulanten, teilstationären oder vollstationären psychiatrischen oder psychotherapeutischen Interventionen

Ausschlusskriterien

  • Allgemeine Ausschlusskriterien der Indexgruppe und Kontrollgruppe
  • Zusätzliche neurologische oder sonstige Erkrankungen, durch die ein Einfluss auf die Hirnentwicklung/-physiologie anzunehmen ist
  • Vorbestehende neurologische oder endokrinologische Erkrankungen
  • Akute Kopfverletzungen
  • Einnahme von Glucocorticoid-haltigen Medikamenten
  • Schwangerschaft
  • Frühzeitige pubertäre Entwicklung (Pubertas präcox vera) aufgrund des von der Norm ab-weichenden Hormonstatus (Brämswig & Dübbers, 2009)
  • Intellektuelle Beeinträchtigung (IQ<85)
  • Schulausbildung: Förderschule
  • Akute psychotische Störung oder akutpsychiatrischer Zustand, der die Einwilligungsfähigkeit der Patienten/Probanden beeinträchtigen könnte
  • Akute Suizidalität
  • Fehlende Einwilligung
  • Ausschlusskriterien Kontrollgruppe
  • Angst-Score nach Beantwortung der Testfragebögen liegt über den durch die je-weiligen Testkriterien und Leitlinien zur Auswertung festgelegten Referenzwerten
  • Nach ausführlicher klinischer Diagnostik werden die Kriterien nach DSM-V und ICD-10 einer Angststörung erfüllt
  • Psychiatrische und neurologische Vorerkrankungen
  • Vorliegen einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung
  • Aktuelle oder vergangene ambulante, stationäre oder teilstationäre psychiatrische oder psychotherapeutische Interventionen

Adressen und Kontakt

KJPP, Regensburg

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Die geplante Beobachtungsstudie im quasi-experimentellen Design untersucht die Regulation des endokrinologischen Oxytocin-Systems bei Kindern und Jugendlichen (11-18 Jahre) unter psychosozialen Stressbedingungen. Da dem Neuropeptid Oxytocin (OXT) ein anxiolytischer und stressreduzierender Effekt zugesprochen wird, setzt sich die Studie primär mit der Fragestellung auseinander, ob Jugendliche, die an einer Angststörung leiden, eine Dysregulation des OXT-Systems unter psychosozialen Stressbedingungen im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe aufweisen. Nach detaillierter klinischer Diagnostik der zugrunde liegenden Angststörungen wird zunächst der basale OXT-Spiegel im Speichel bestimmt. Nun werden die Probanden einem psychosozialen Stresstest (Trier Social Stress Test) ausgesetzt, bei dem diese einen Vortrag halten und mathematische Aufgaben lösen müssen. Anschließend werden in regelmäßigen Abständen zur Quantifizierung der Hormonkonzentrationen Speichelproben entnommen und einander im zeitlichen Verlauf gegenübergestellt. Neben OXT wird zusätzlich das bereits als Stresshormon bekannte Cortisol gemessen.

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