Beschreibung der Studie

Herzchirurgische Eingriffe werden in Deutschland regelmäßig durchgeführt. Die für diesen Eingriff notwendige Narkose kann durch verschiedene Narkosetechniken mittels verschiedener Narkosemittel eingeleitet werden. Einerseits kann ein Narkosemittel über einen zuvor gelegten Katheter intravenös (direkt in die Vene) gegeben werden. Anderseits gibt es die Möglichkeit ein Narkosemittel zu inhalieren (einzuatmen). Herzchirurgische Eingriffe werden am nicht-schlagenden Herzen durchgeführt. Während dieser Zeit ist die Durchblutung der Nieren vermindert. Die akute Nierenschädigung (AKI) ist eine häufige Komplikation nach herzchirurgischen Operationen. Es ist bekannt, dass verschiedene Organe (z.B. auch das Herz) mit einer akuten Sauerstoffunterversorgung besser umgehen können, wenn sie zuvor bereits an diesen Zustand gewöhnt wurden. Zu diesem Zweck wird die Blutversorgung der entsprechenden Organe für eine kurze Zeit kontrolliert vermindert oder unterbrochen und danach wieder freigegeben. Dieses Verfahren wird „ischämische Präkonditionierung“ genannt und führt in den betroffenen Organen dazu, dass eine später auftretende, akute Sauerstoffunterversorgung besser vom Körper verarbeitet werden kann. Ziel dieser Studie ist es, den Einfluss unterschiedlicher Narkoseverfahren auf den renoprotektiven Effekt von der entfernten ischämischen Präkonditionierung (RIPC) zu untersuchen.

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Studiendetails

Studienziel Absolute Veränderungen der Biomarker-Level ([TIMP-2]*[IGFBP7] im Urin postoperativ (nach RIPC/sham-RIPC intervention) minus präoperativ (vor RIPC/sham-RICP Intervention).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 160
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit koronarer Herzerkrankung und/ oder Herzklappenerkrankung und einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer postoperativen AKI (Cleveland Score ≥ 6), die sich einem herzchirurgischen Eingriff mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine unterziehen müssen.
  • Schriftliche Einwilligung des Patienten.

Ausschlusskriterien

  • Akuter Myokardinfarkt in den letzten 7 Tagen vor OP
  • Alter < 18 Jahre
  • Off- pump herzchirurgische Eingriffe
  • Vorbestehende AKI
  • Chronische Nierenschädigung mit eGFR < 30ml/min
  • n. Nierentransplantation in den letzten 12 Monaten
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit der oberen Extremitäten
  • Schwangerschaft
  • Hepatorenales Syndrom
  • Sulfonamid- Einnahme (inkl. Thiazide) in den letzten 7 Tagen
  • Teilnahme an einer weiteren Interventionsstudie in den letzten 30 Tagen
  • Weitergehende Beziehung zum Prüfer (z.B. Mitarbeiter, Verwandte, Kollegen)

Adressen und Kontakt

Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, Münster

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Häufig gestellte Fragen

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Herzchirurgische Eingriffe werden in Deutschland regelmäßig durchgeführt. Die Anästhesie, die für solche Eingriffe notwendig ist, kann mit verschiedenen Narkoseverfahren durchgeführt werden (totale intravenöse Anästhesie oder volatile Inhalationsanästhesie). Diese Hochrisikoeingriffe gehen häufig mit Komplikationen in der perioperativen Phase einher. Die akute Nierenschädigung (AKI) ist eine häufige Komplikation nach herzchirurgischen Operationen. In einer Pilotstudie wurde gezeigt, dass die sog. entfernte ischämische Präkonditionierung (RIPC) zu einer Reduktion der AKI führt (37,5% in der RIPC vs. 52,5% in der Kontroll-Gruppe; ARR 15%; 95% CI 2,56%-27,44%; p=0.02). Des Weiteren zeigte sich, dass die Effektivität dieser Maßnahme streng assoziiert war mit der Freisetzung von Zellzyklusarrest-Biomarkern ([TIMP-2]*[IGFBP7]) und dass diese Intervention nur effektiv war bei den Patienten, die eine präoperative Erhöhung von [TIMP-2]*[IGFBP7] aufzeigten. Andere Studien, die eine andere Narkoseform (intravenös) verwendet haben, konnten keinen renoprotektiven Effekt der RIPC nachweisen. In tierexperimentellen Studien konnte bereits gezeigt werden, dass verschiedene Narkoseverfahren die Effekte der RIPC abschwächen können. Der Einfluss verschiedener Hypnotika auf den renoprotektiven Effekt von RIPC bei Patienten bleibt bis zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Während volatile Narkoseverfahren den Effekt von RIPC positiv verstärken könnten, steht das intravenöse Narkoseverfahren unter Verdacht diesen renoprotektiven Effekt abzuschwächen. Ziel dieser Studie ist es, den Einfluss unterschiedlicher Narkoseverfahren auf den renoprotektiven Effekt von RIPC zu untersuchen. Wir möchten folgende Fragen adressieren: 1) Beeinflusst das Narkoseverfahren den renoprotektiven Effekt von RIPC? 2) Reduziert RIPC in Anwesenheit intravenöser oder inhalativer Narkoseverfahren die mit den messbaren Zellzyklusarrest-Biomarkern [TIMP2]*[IGFBP7] assoziierte Nierenschädigung? 3) Beeinträchtigt RIPC in Kombination mit verschiedenen Narkoseverfahren das klinische Outcome herzchirurgischer Patienten?

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