Beschreibung der Studie

In den letzten Dekaden konnten deutliche Verbesserungen im Bereich der intensivmedizinischen Therapien immer komplexere und invasivere, thoraxchirurgische Eingriffe ermöglichen. Trotzdem bleibt die Morbidität und Mortalität nach anatomischer Lungenresektion nach wie vor ein relevantes Problem in der täglichen, klinischen Routine. Eine der häufigsten Ursachen für die erhöhte Morbidität und Mortalität sind pulmonale Komplikationen. Ein belastbarer Prädiktor für die Morbidität nach Lungenresektion zur besseren Patienten-Selektion konnte bislang nicht identifiziert werden. Eine verlässliche Einschätzung des post-operativen Risikos bleibt eine bislang weitestgehend ungelöste Herausforderung. Im Bestreben, eine valide präoperative Selektion der Patienten, die sich für thoraxchirurgische Eingriffe qualifizieren, durchzuführen, wurden diverse Parameter zur Risikoeinschätzung untersucht. Aufgrund der vor allem pulmonal bedingten und auch besonders bedrohlichen pulmonalen Komplikationen und deren hoher Prävalenz im postoperativen Verlauf, konzentrierten sich die bisherig durchgeführten Studien unter anderem auf lungenfunktionelle Parameter. Neben pulmonalen Komplikationen sind aber auch kardiovaskuläre Komplikationen, wie z.B. durch eine Tachyarrhythmia absoluta (TAA) bedingtes Vorhofflimmern häufig und für den Patienten z.T. lebensbedrohlich. Neben diesen organbezogenen Komplikationen sind die systemisch auftretenden und besonders schweren Komplikationen, wie z.B. das systemic inflammatory response syndrome (SIRS) oder auch das acute respiratory distress syndrome (ARDS) besonders gefürchtet. Für all diese organbezogenen und systemischen Komplikationen wird wenigstens z.T. ein systemischer inflammatorischer Trigger postuliert. Bereits durchgeführte, klinische Vorarbeiten konnten neben tierexperimentellen Arbeiten einen Zusammenhang zwischen Inflammation und chirurgischem Outcome herstellen. Ziel der vorliegenden Studie ist es daher den Zahnstatus des Patienten als mögliche Infektquelle und damit Ursache für postoperative Komplikationen zu untersuchen. Der besondere Fokus der Studie liegt hierbei auf der Pneumonie und anderen Infektassoziierten Komplikationen.

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Studiendetails

Studienziel Korrelation des präoperativen Zahnstatus mit dem Auftreten postoperativer Komplikationen
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Ruhrlandklinik Essen GmbH

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patient ist einwilligungsfähig und gibt Zustimmung
  • Geplanter thoraxchirurgischer Eingriff

Ausschlusskriterien

  • Patienten jünger als 18 oder älter als 99
  • Patient ist nicht einwilligungsfähig

Adressen und Kontakt

Ruhrlandklinik, Essen

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In den letzten Jahren konnten durch Weiterentwicklungen in der Narkosetechnik und der Intensivmedizin vielen Patienten immer bessere chirurgische Therapien angeboten werden. Ebenso war es möglich die Rate an Komplikationen deutlich zu senken. Trotzdem sind viele Komplikationen im ärztlichen Alltag noch anzutreffen. Eine wichtige Komplikation nach Eingriffen am Brustkorb ist die Lungenentzündung und Ihre Folgen. Bisherige Untersuchungen konnten keine Ursache dieser wichtigen Komplikation erkennen lassen. Aus anderen Feldern der Medizin kann man vermuten, dass hier die Zähne und die Mundhöhle eine wichtige Rolle spielen. Die Zahngesundheit könnte sich, so wird vermutet, nicht nur auf die postoperative Lungenentzündung sondern auch auf andere Komplikationen Einfluss haben. In dieser Studie möchten wir daher den Einfluss der Zahngesundheit und der Bakterien die sich natürlicherweise in der Mundhöhle befinden auf das Auftreten postoperativer Komplikationen untersuchen. Interessanterweise konnte ein Zusammenhang zwischen einem pathologischen Zahnstatus bzw. einer pathologischen Mundflora 1 und dem vermehrten Auftreten einer postoperativen Pneumonie in neurochirurgischem Krankengut nachgewiesen werden. 2 Ebenso konnte ein vermehrtes Auftreten von Exazerbationen bei COPD Patienten mit schlechtem Zahnstatus beobachtet werden 3 Wurde dieser saniert reduzierte sich auch das Risiko einer Exazerbation. 4 Ein Zusammenhang zwischen Lungenfunktion und Zahnstatus konnte ebenfalls nachgewiesen werden 5 Interessanterweise konnte sogar gezeigt werden, dass Zähneputzen vor Ösophagektomien die Rate an postoperativen Pneumonien deutlich senkt 6 Bisher gibt es jedoch keine Daten bzgl. dem postoperativen Outcome nach thoraxchirurgischen Operationen und dem Zahnstatus des Patienten. Eine Ausnahme bilden einige wenige Publikationen zu Lungentransplantation und Zahnstatus 7, wobei hier jedoch ein komplett anderes immunologisches Setting vorliegt und diese z.B. nicht mit onkologischen Patienten verglichen werden können. Die vorliegende Studie befasst sich mit dem Zahnstatus des Patienten, welcher sich einem thoraxchirugischen Eingriff unterzieht und dem Auftreten von postoperativen Komplikationen.

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