Beschreibung der Studie

Ziel der Studie ist die Verbesserung motivierender Elemente in der neuropsychologischen Therapie, d.h. wie die geistige Leistungsfähigkeit nach erworbenen Hirnschädigungen (z.B. einem Schlaganfall) mit computerbasierten Programmen am besten trainiert werden kann. Im Vordergrund steht die Frage, wie Patienten nach Entlassung aus der stationären Klinik zurecht kommen, wenn sie selbstständig zuhause üben und kein Therapeut mehr “über die Schulter schaut”. Welche Aspekte motivieren dazu, regelmäßig zu üben? Ist es das Trainingsprogramm an sich, die Vermittlung von Strategien und Hilfestellungen? Oder gibt es allgemeingültige, spielerische Belohnungen? Um das herauszufinden absolvieren Personen, die eine Hirnschädigung erlitten haben, 3 Wochen lang selbstständig zuhause ein Gedächtnistraining über eine Online-Plattform. Alle Untersuchungsbedingungen führen dabei das gleiche Gedächtnistraining durch – verändert werden jedoch motivierende Elemente innerhalb des Trainingsprogramms (z.B. mit oder ohne Strategievermittlung) und auf der Online-Oberfläche (z.B. Begleitung durch eine virtuelle Figur oder nicht). Jede Person darf selbst entscheiden, wann, wie oft und wie lange trainiert werden soll. Vor und nach dem Training findet eine ausführliche Befragung mit Fragebögen sowie eine neuropsychologische Untersuchung mit Testverfahren statt. Unsere Hypothese ist, dass spielerische Elemente dazu motivieren, häufiger und länger zu trainieren. Außerdem nehmen wir an, dass eine höhere Motivation auch zu einer besseren Leistungsfähigkeit in den trainierten und ungeübten, ähnlich, Aufgaben führt. Außerdem nehmen wir an, dass Vorerfahrungen, persönliche Motive und kognitive Einschränkungen einen Einfluss auf die Motivation haben.

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Studiendetails

Studienziel Primäres Outcome-Maß ist die erzeugte intrinsische Motivation, operationalisiert durch a) die subjektive Freude am Training (5-Punkte Likert-Skala: “Wie hat Ihnen die heutige Trainingseinheit gefallen?” nach Beendigung der Trainingseinheit), b) die selbstständig gewählte Häufigkeit und Dauer der Trainingseinheiten
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Investitionsbank Sachsen-Anhalt

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter zwischen 18 und 80 Jahren
  • erworbene Hirnschädigung (z.B. Schlaganfall)
  • Ausreichend Deutschkenntnisse und sprachlich-kommunikative Fähigkeiten
  • Zugang zu einem PC mit Internetanbindung und privater Emailadresse
  • Freiwillige Teilnahme und Unterzeichnung der Einwilligungserklärung

Ausschlusskriterien

  • schwere Defizite der Kognition, Sprache, Motorik oder psychischen Verfassung die ein selbstständiges Training zuhause am PC nicht sinnvoll ermöglichen (z.B. ausgeprägte Aphasie/schwerer Neglect, akute Psychose)
  • Teilnahme an einer anderen kognitiven Intervention
  • Nicht einwilligungsfähige Personen (z.B. bei Demenz)
  • Schwangerschaft
  • Stillende Frauen

Adressen und Kontakt

Tagesklinik für Kognitive Neurologie, Leipzig

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Häufig gestellte Fragen

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Um funktionell relevante therapeutische Effekte in der neuropsychologischen Rehabilitation zu erzielen, ist ein intensives kognitives Training notwendig, was im Anschluss an einen Klinikaufenthalt in der häuslichen Umgebung aufgrund fehlender technischer Systeme und unzureichender therapeutischer Supervision zurzeit nicht gewährleistet werden kann. Ziel der Studie ist die Evaluation von verschiedenen Motivationsstrategien, um die Therapie kognitiver Störungen für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen in der häuslichen Umgebung zu verbessern. Dabei werden einerseits trainingsspezifische Elemente (innerhalb eines Trainingsprogramms), andererseits globale Elemente (unabhängig vom konkreten Trainingsprogramm auf der Nutzeroberfläche) hinsichtlich ihrer Wirkung auf Motivation und Effizienz von kognitivem Training untersucht. Um konkrete motivationsfördernde Elemente für die Anwendung in der neuropsychologischen Rehabilitation zu identifizieren, wird zudem der Zusammenhang zwischen persönlichen und trainingsrelevanten Faktoren exploriert. Im Rahmen einer randomisierten, kontrollierten, doppel-verblindeten Interventionsstudie absolvieren Studienteilnehmer/Innen, die eine erworbene Hirnschädigung erlitten haben, innerhalb von 3 Wochen ein computerbasiertes Gedächtnistraining in ihrer häuslichen Umgebung mittels einer geschützten Online-Plattform. Alle Probanden führen dabei das gleiche, etablierte Gedächtnistraining durch – variiert wird jedoch die Förderung der intrinsischen Motivation (jeweils mit/ohne trainingsspezifischen Motivationsstrategien und jeweils mit/ohne globalen Motivationsstrategien). Primäres Outcome ist die erzeugte intrinsische Motivation (operationalisiert durch die subjektive Freude am Training, sowie die beobachtete Häufigkeit und Dauer der Trainingseinheiten, die selbstständig bestimmt werden können). Sekundäre Outcomes sind u.a. die Performanz in den Gedächtnisaufgaben und in standardisierten neuropsychologischen Tests, demografische und ätiologische Faktoren, sowie individuelle Persönlichkeitsmerkmale und bevorzugte spielerische Elemente. Die gewonnenen Erkenntnisse der Studie werden dazu beitragen, die Motivation bei onlinebasierten kognitiven Trainings zu erhöhen und eine Berücksichtigung der individuellen und besonderen Bedürfnisse von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen zu ermöglichen.

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