Beschreibung der Studie

Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Verbesserung der Therapie von Bewegungsstörungen und Störungen des Berührungs- und Schmerzempfindens (sog. sensorischer Defizite) durch den therapeutischen Einsatz der Tiefen Hirnstimulation (THS). Die Studie wird durchgeführt, um die Wirkung von bewusst wahrnehmbaren Stimulationssignalen zu untersuchen. Von der Durchführung der vorgesehenen klinischen Studie erhoffen wir uns die Weiterentwicklung zukünftiger ergänzender Behandlungen zur Verbesserung des Gangbildes bei Morbus Parkinson und Entwicklung sensorischer Neuroprothesen, also Prothesen, die genutzt werden, um Störungen in der Wahrnehmung auszugleichen und z. B. Stellung und Position von Gliedmaßen an das Gehirn zu senden, damit sich das Gangbild verbessern kann.

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Studiendetails

Studienziel Explorativ zu demonstrieren, dass das Einspeisen informationshaltiger Signale entlang des Medialen Lemniskus Fasersystems zur bewussten Interpretation durch den Patienten/die Patientin möglich ist. Operationalisiert wird als überzufällig korrekte Interpretation und Zuordnung der Signale, d.h. als prozentual korrekte Wiedererkennungsleistung / Zuordnungsleistung des Patienten.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 10
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Cortics GmbH

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Männliche oder weibliche Patienten im Alter von mind. 35 und max. 65 Jahren;
  • Patienten mit diagnostiziertem Essentiellem Tremor, tremordominantem Parkinson mit thalamischem Zielpunkt bzw. Neuropathischem Schmerz;
  • Patienten, bei denen laut DGN-Richtlinien (www.dgn.org) die Indikation zur konventionellen THS-Operation besteht und bei denen die Stimulationselektroden die Bahnen des Medialen Lemniskus regulär durchlaufen;
  • Schriftliche, informierte Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Patienten mit Demenzsymptomatik;
  • Patienten mit Hirnatrophie-Zeichen;
  • Patienten mit Immunschwäche oder unter Immunsupressiva;
  • Schwangere oder stillende Frauen

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum FreiburgAbteilung für Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Tiefe Hirnstimulation (THS) des subthalamischen Kerns (STN) hat sich zu einer Standardtherapie im refraktären Stadium von Morbus Parkinson (PD) entwickelt. Patienten, die von der PD betroffen sind, leiden jedoch unter diversen Restsymptomen, welche weder neuromodulativ noch medikamentös völlig zu kontrollieren sind. Diese sind beispielsweise phasisch auftretende Symptome wie das Freezing of Gait (FOG) Phänomen, welches Mobilität und Lebensqualität selbst unter adäquater THS und Medikation beeinträchtigt. Bei modernen THS Systemen (z. B. mit oktopolaren Elektroden) wird regulär nur ein Bruchteil der zur Verfügung stehenden Elektrodenkontakte zur therapeutisch wirksamen Neuromodulation eingesetzt, während die übrigen Kontakte völlig ungenutzt bleiben. In der vorliegenden Studie sollen verschiedene Paradigmen evaluiert werden, welche testen, ob diese ungenutzten Kontakte verwendet werden können, um das Therapiespektrum der THS durch bewusst zu verarbeitende Signale signifikant zu erweitern und so Symptome gezielt zu bekämpfen. Bezüglich der FOG ist beispielsweise bekannt, dass kontextsensitiv ausgelöste rhythmische (z. B. auditorische) und andere Signale (visuelle Warnzeichen oder Hinweise) eine FOG-Episode erfolgreich auflösen können, allerdings bisher externer Signalgeber bedurften (Bächlin et al., 2010; Ghai et al., 2018; Rochester et al., 2005). Rhythmische externe Signale (wie z. B. elektrische Stimulation der Haut) wurden zudem in der Vergangenheit erfolgreich genutzt um Gehgeschwindigkeit, Schrittlänge und Regelmäßigkeit des Gangbildes bei PD Patienten zu verbessern (Rosenthal et al., 2018). Anstatt externe Signalgeber (wie Lautsprecher, Kopfhörer, geklebte Hautstimulatoren, Biofeedback, gesprochene Hinweise) zu verwenden, soll in der vorliegenden Studie evaluiert werden, ob nicht die bestehende, ohnehin implantierte Hardware direkt genutzt werden kann, um solche Signale über sensorische Faserbahnen wie den Medialen Lemniskus zur Symptombekämpfung an die Patienten zu geben.

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