Beschreibung der Studie

In der vorliegenden Studie „Ziele im Fokus“ (ZiF) soll ein neu entwickeltes Therapiekonzept getestet werden. Es handelt sich dabei um eine kognitive Verhaltenstherapie mit Fokus auf der Arbeit an persönlich wichtigen Zielen. Interessierte Personen, die die Einschlusskriterien erfüllen, werden per Zufall einer von zwei Bedingungen zugewiesen. In der erste Bedingung erhalten Patienten sofort die ca. 6 monatige Therapie, die aus 24 wöchentlichen Einzelsitzungen besteht. Die zweite Bedingung dient als Vergleichsgruppe. Hier warten Patienten 6 Monate und erhalten im Anschluss dieselbe Therapie. Im Rahmen der Therapie wird zunächst gemeinsam ein besseres Verständnis davon entwickelt, was für den Patienten wichtige Ziele sind und welche Hindernisse es ihm schwer machen, diese Ziele aktiv anzugehen. Der Fokus der weiteren Therapie liegt dann auf der aktiven Arbeit an diesen Hindernissen. Dies können bspw. Gedanken sein, die demotivieren, praktische Schwierigkeiten oder aber auch ein Fehlen von Vorfreude. Mit dieser Studie soll erstmals die Wirksamkeit des neuen Therapiekonzepts eingeschätzt werden. Die Akzeptanz auf Patientenseite und die Umsetzbarkeit auf Therapeutenseite werden zudem ausgewertet. Abschließend soll das Projekt Aufschluss über ggf. notwendige Veränderungen und Verbesserungen an Therapieinhalten und -abläufen geben.

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Studiendetails

Studienziel 1. Veränderung in der motivationalen Negativsymptomatik gemessen mit (motivationaler Subskala der) Brief Negative Syndrome Scale (BNSS) (Zeitraum: Veränderung zwischen prä- und post-Therapie nach 6 Monaten) 2. Veränderung im Funktionsniveau gemessen mit Role Functioning Scale (RFS) und Global Assessment of Functioning Scale (GAF) (Zeitraum: Veränderung zwischen prä- und post-Therapie nach 6 Monaten) 3. Veränderung im Wohlbefinden gemessen mit Warwick-Edinburgh Mental Well-Being Scale (WEMWBS) (Zeitraum: Veränderung zwischen prä- und post-Therapie nach 6 Monaten)
Status Teilnahme bald möglich
Studienphase 1 bis 2
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universität Hamburg, Klinische Psychologie und Psychotherapie

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose einer psychotischen Störung (F2x.xx)
  • gute deutsche Sprachkenntnisse
  • Einverständniserklärung
  • fähig in einer wöchentlichen, 50-minütigen Sitzung teilzunehmen
  • wohnhaft in/ um Hamburg
  • Erfüllung eines Mindestscores für motivationale Negativsymptomatik
  • gt; entweder einen Wert ≥ 3 in 2 Items und/oder einen Wert von ≥ 4 in einem Item der BNSS Subskalen „Anhedonia“, „Asociality“ und „Avolition“

Ausschlusskriterien

  • akute Eigen-/ Fremdgefährdung
  • komorbide Substanzabhängigkeit
  • Benzodiazepinkonsum an mehr als 2 Tagen/ Woche
  • zeitgleiche stationäre/ teil-stationäre Behandlung

Adressen und Kontakt

Universität Hamburg, Hamburg

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Aktuelle Studien zeigen die Wirksamkeit kognitiver Verhaltenstherapie und kognitiver Verhaltentherapie in Kombination mit sozialem Kompetenztraining in der Behandlung motivationaler Negativsymptomatik im Rahmen von Psychosen (review: Riehle, Pillny, & Lincoln, 2017). Dennoch mangelt es an wissenschaftlich fundierten, fest etablierten Therapiekonzepten mit größeren Effektstärken zur Behandlung der motivationalen Negativsymptomatik. Der interventionist causal models Ansatz (Kendle & Campbell, 2009) empfiehlt, Grundlagenbefunde entpsrechender Störungen als Basis zur Entwicklung von Therapiekonzepten zu deren Behandlung heranzuziehen. In Vorbereitung des zu evaluierenden Therapiekonzepts fanden daher u.a. folgende Grundlagenbefunde Berücksichtigung: Menschen mit motivationaler Negativsymptomatik zeigen weniger zielorientiertes Verhalten (Gard et al., 2007), Defizite in der Belohnungsverarbeitung (e.g. Gold et al., 2013), wenig bis keine Vorfreude (e.g. Strauss & Gold, 2012), demotivierende Überzeugungen (Rector & Beck, 2005) sowie Beeinträchtigungen in sozialen- (e.g. Kalin et al., 2015) und Problemlösefertigkeiten (e.g. Revheim et al., 2006). Vor diesem Hintergrund wurde an der Universität Hamburg ein Therapiemanual entwickelt, das den Fokus auf die Zielsetzung und die Unterstützung der Patienten in der Erreichung ihrer persönlich relevanten Ziele legt. Folgende Interventionsbereiche werden angeboten, um Hindernissen bei der Zielumsetzung zu begegnen: Belohnungsverarbeitung, demotivierende Überzeugungen, antizipatorische Freue (Vorfreude) sowie soziale- und Problemlösefertigkeiten. Die vorliegende Pilotstudie wird als einfach-verblindete, randomisiert-kontrollierte Studie umgesetzt. Ein positives Ethikvotum liegt vor. Ziel der Studie ist eine erste Einschätzung der Wirksamkeit der neuen kognitiven Verhaltenstherapieform für motivationale Negativsymptomatik im Rahmen einer Psychose (F2x.xx). Die Therapie beinhaltet 24 ambulante Einzelsitzungen an der Hochschulambulanz der Universität Hamburg (HSA) durchgeführt von Therapeuten der HSA und des Psychotherapieausbildungsinstituts der Universität Hamburg (PTA Hamburg GmbH). Alle Therapeuten haben zuvor eine spezielle Schulung zur Anwendung des Manuals erhalten. Es wird der Einschluss von insgesamt 30 Probanden (15 in Therapie-, 15 in Wartekontrollbedingung) angestrebt. Die Studie soll Aufschluss über folgende Punkte geben: 1. erste Effektstärkenschätzungen der neuen manualisierten Behandlung (“Ziele im Fokus”; ZiF) 2. Umsetzbarkeit der manualisierten Behandlung aus Therapeutenperspektive 3. Akzeptanz der manualisierten Behandlung aus Patientenperspektive 4. mögliche ggf. notwendige Opimierungen und Veränderungen bezüglich Therapiekonzept und -ablauf, die in einer größer angelegten, randomisiert-kontrollierten Nachfolgestudie implementiert werden

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