Beschreibung der Studie

Das Mikrobiom bezeichnet im engeren Sinne die Gesamtheit aller den Menschen oder andere Lebewesen besiedelnde Mikroorganismen. Wobei die Zusammensetzung je nach Körperregion stark variiert (Darm, Mundhöhle, Schleimhäute, Genitalorgane etc.). Die Sequenzierung des Mikrobioms mittels next generation sequencing ermöglicht die Offenlegung von Erbinformationen einer Vielzahl von Erregerspezies, die beim Anlegen von klassischen Kulturen zu über 80% komplett verborgen bleiben würde. Auf Grund vielversprechender eigener Vorergebnisse soll nun im Folgeprojekt der Einfluss unserer Standard Antibiotika Therapie, sowie die OP bedingten Veränderungen auf das Mikrobiom des Verdauungstrakts mit mehr Patienten untersucht werden. Möglicherweise können so auch Veränderungen bezogen auf das Überleben, wie z.B. die Korrelation mit Komplikation während einer Operation detektiert und entsprechende Therapieansätze geschaffen werden. Das könnte in Zukunft bedeuten, dass durch diese neuen gezielteren Ansatzpunkte, infektiologische Komplikationen schon in früheren, vielleicht sogar subklinischen, Stadien bekämpft werden können. Deshalb soll bei 500 Patienten, die sich einer großen Viszeralchirurgischen Operation (u.a. Bauchspeicheldrüsen-, Leber-, Darmchirurgie) unterziehen, zu zwei verschiedenen Zeitpunkten Stuhl- und Plasmaproben gesammelt werden. Falls es im weiteren Verlauf zu einer Komplikation kommt, werden zusätzlich zu den klinischen Standardprozeduren (Blutkulturen etc.) auch eine weitere Stuhl- und Plasmaprobe gewonnen. Die Stuhl-/Plasmaproben, sowie die Swabs werden dann im Labor aufbereitet und über eine 16S RNA Sequenzierung das Erregerspektrum identifiziert. Die Plasmaproben werden zudem auf verschiedene Biomarker, die eine Entzündung im Patienten detektieren, untersucht. An den jeweiligen Zeitpunkten erfolgt zudem eine Erhebung der klinischen Basisdaten. Nach 28, 90 und 180 Tagen wird darüber hinaus eine Untersuchung bezogen auf das Überleben und den Gesundheitsstatus stattfinden.

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Studiendetails

Studienziel Untersuchung der Veränderungen des gastrointestinalen Mikrobioms perioperativ.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Heidelberg Klinik für Anästhesiologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • große viszeralchirurgische Operation
  • schriftliche Einverständniserklärung durch den Studienteilnehmer
  • Alter >18 Jahre

Ausschlusskriterien

  • Verweigerung der Studienteilnahme
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankung
  • Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Heidelberg

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Das Mikrobiom bezeichnet im engeren Sinne die Gesamtheit aller den Menschen oder andere Lebewesen besiedelnde Mikroorganismen. Wobei die Zusammensetzung je nach Körperregion stark variiert (Gastrointestinaltrakt, Pharynx, Mucosa, Genitalorgane etc.). Die Sequenzierung des Mikrobioms mittels next generation sequencing ermöglicht die Offenlegung von Erbinformationen einer Vielzahl von Erregerspezies, die beim Anlegen von klassischen Kulturen zu über 80% komplett verborgen bleiben würde. Dies eröffnet ganz neue diagnostische Möglichkeiten für ein tieferes Verständnis von Erregerbesiedlung und Veränderung im Rahmen einer Therapie. Auf Grund vielversprechender eigener Vorergebnisse soll nun im Folgeprojekt der Einfluss unserer Standard Antibiotika Therapie, sowie die OP bedingten Veränderungen auf das gastrointestinale Mikrobiom in einem größeren Patientenkollektiv untersucht werden. Möglicherweise können so auch Outcome-relevante Veränderungen, wie z.B. die Korrelation mit perioperativen Komplikation detektiert und entsprechende Therapieansätze geschaffen werden. Das könnte in Zukunft bedeuten, dass durch diese neuen gezielteren Ansatzpunkte, infektiologische Komplikationen schon in früheren, vielleicht sogar subklinischen, Stadien bekämpft werden können. Deshalb soll bei 500 Patienten die sich einer großen Viszeralchirurgischen Operation (u.a. Pankreas-, Leber-, Darmchirurgie) unterziehen, zu zwei verschiedenen Zeitpunkten Stuhl- und Plasmaproben gesammelt werden (präoperativ und an Tag 5). Intraoperativ werden darüber hinaus zwei sterile Abstriche (so genannte Swabs) im OP-Gebiet gewonnen. Falls es im weiteren Verlauf zu einer Komplikation kommt, werden zusätzlich zu den klinischen Standardprozeduren (Blutkulturen etc.) auch eine weitere Stuhl- und Plasmaprobe (3. Zeitpunkt) gewonnen. Die Stuhl-/Plasmaproben, sowie die Swabs werden dann im Labor aufbereitet und über eine 16S RNA Sequenzierung das Erregerspektrum identifiziert. Die Plasmaproben werden zudem auf verschiedene Inflammatorische Biomarker untersucht. An den jeweiligen Zeitpunkten erfolgt zudem eine Erhebung der klinischen Basisdaten. Nach 28, 90 und 180 Tagen wird darüber hinaus eine Outcomeevaluation stattfinden.

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