Beschreibung der Studie

Die zerebrale Sinus-/Venenthrombose ist eine seltene Erkrankung mit einer Inzidenz von 0,5 bis 2/100.000 pro Jahr und macht circa 1% aller Schlaganfälle aus. Die tatsächliche Erfahrung einzelner, in der Regel neurologischer Zentren, beschränkt sich damit meist auf wenige Fälle pro Jahr. Ätiologisch wird zwischen septischen und aseptischen (bzw. blanden) zerebralen Sinus-/Venenthrombosen unterschieden. Bei letzteren sind eine Vielzahl potenzieller Ursachen und assoziierter Krankheitsbilder beschrieben. Diese umfassen angeborene Gerinnungsstörungen, die Einnahme oraler Kontrazeptiva, Malignome und Kollagenosen. Innerhalb dieser großen Liste an Komorbiditäten und möglichen Ursachen finden sich auch Schilddrüsenerkrankungen, die bislang aber nur als sehr seltene Komorbidität beschrieben wurden. Während eine zunehmende Anzahl an Fallberichten eine Assoziation von insbesondere Hyperthyreose mit zerebralen Sinus-/Venenthrombosen zeigt, gibt es bislang noch keine suffiziente pathogenetische Erklärung für diese Assoziation. Vorliegende Daten postulieren eine Assoziation von Hyperthyreose und moderater Hypothyreose mit einer allgemeinen Thromboseneigung bzw. Hyperkoagulabilität wohingegen die manifeste Hypothyreose mit einem erhöhten Blutungsrisiko assoziiert zu sein scheint. Um die Relevanz dieser möglichen Assoziation zu prüfen, sollen in dem geplanten Forschungsvorhaben retrospektiv alle Patienten mit zerebraler Sinus-/Venenthrombose, die in der Neurologischen Abteilung behandelt wurden, eingeschlossen werden, und anschließend durch ausführliche Akten- bzw. Befunddurchsicht mögliche Ursachen bzw. Komorbiditäten sowie deren Häufigkeit identifiziert werden. Insbesondere zur Erfassung der Schilddrüsenerkrankungen sollen dabei nicht nur vorbeschriebene Diagnosen, sondern auch die, im Rahmen des Aufenthalts erhobenen laborchemischen Untersuchungen, die routinemäßig auch die Bestimmung von TSH (Threoidea-stimulierendes Hormon, Screening-Parameter für Schilddrüsenfunktionsstörungen) umfassen, als Grundlage der Daten herangezogen werden.

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Studiendetails

Studienziel Nachgewiesene Sinusvenenthrombose und Schilddrüsenerkrankung, retrospektive Datenbankrecherche (KIS)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 250
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Gesicherte Sinusvenenthrombose und Vorliegen von Schilddrüsenerkrankung

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

Uniklinik, Klinik für Neurologie, Freiburg im Breisgau

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Die zerebrale Sinus-/Venenthrombose ist eine seltene Erkrankung mit einer Inzidenz von 0,5 bis 2/100.000 pro Jahr und macht circa 1% aller Schlaganfälle aus. Damit beschränkt sich die Erfahrung einzelner Zentren meist auf wenige Fälle pro Jahr. Bezüglich der Ursachen für die zerebrale Sinus-/Venenthrombose sind eine Vielzahl möglicher Risikofaktoren und assoziierter Krankheitsbilder beschrieben. Diese umfassen angeborene Gerinnungsstörungen, die Einnahme oraler Kontrazeptiva, Malignome und Kollagenosen. Innerhalb dieser großen Liste an Komorbiditäten und möglichen Risikofaktoren finden sich auch Schilddrüsenerkrankungen, die bislang aber nur als sehr seltene Komorbidität beschrieben wurden. In der Literatur findet sich einerseits eine wachsende Anzahl an Fallberichten, die die Komorbidität von Hyperthyreose und zerebraler Sinus-/Venenthrombose beschreiben, andererseits aber noch keine suffiziente pathophysiologische Erklärung für diese Assoziation liefern. Ziel der Studie ist eine Einschätzung der quantitativen Relevanz der genannten Komorbidität, um darauf basierend eine Empfehlung abzuleiten, ob ein routinemäßiges Screening auf Schilddrüsenerkrankungen bei Patienten mit zerebraler Sinus-/Venenthrombose sinnvoll ist. Dazu werden retrospektiv alle Patienten mit gesicherter zerebraler Sinus-/Venenthrombose, die in der hiesigen Klinik für Neurologie behandelt wurden, erfasst. Durch Durchsicht der Akten werden Basischarakteristika, genaue Krankheitsspezifika (Symptome, Lokalisation der Thrombose), Risikofaktoren, Vorerkrankungen und Schilddrüsenfunktionsstörungen erfasst und hinsichtlich ihrer Verteilung bzw. Häufigkeit ausgewertet.

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