Beschreibung der Studie

Prostatakrebs ist die zweithäufigste Krebsart bei Männern. Zur Behandlung eines fortgeschrittenen Prostatakarzinoms kommen verschiedene Therapieoptionen in Frage, darunter die hormonelle Therapie, die die körpereigene Androgenproduktion unterbindet. Neben dem wissenschaftlich erwiesenen Behandlungsnutzen und einigen gut untersuchten Nebenwirkungen, gibt es aktuelle Forschungsdiskussionen zu negativen Effekten auf die neurokognitive Leistungsfähigkeit (Gedächtnisleistung, Konzentrationsfähigkeit, etc.) der Patienten. Ähnliche Nebenwirkungen werden auch bei zur Behandlung eingesetzten Zytostatika (Chemotherapeutika) diskutiert. Das Hauptziel der Studie ist es zu klären, ob sich bei Prostatakrebspatienten unter hormoneller Therapie neurokognitive Defizite nachweisen lassen. Dabei wird auch untersucht, inwieweit diese Defizite mit dem Krankheits- und Behandlungsverlauf der Patienten zusammenhängen. Darüber hinaus soll untersucht werden, auf welche Weise diese Variablen mit anderen psychologischen und psychosozialen Faktoren wie Lebensqualität in Verbindung stehen. Die Ergebnisse sollen zu einem besseren Verständnis möglicher kognitiver Veränderungen im Laufe der Erkrankung und damit zu einer verbesserten Patientenberatung und -versorgung beitragen. Es wird geplant, insgesamt 60 Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom zu untersuchen, die mittels einer Hormontherapie behandelt werden/wurden. Untersucht werden freiwillig teilnehmende Patienten, die am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) die uroonkologische Sprechstunde besuchen und/oder dort behandelt werden. Die neuropsychologische Testung wird mittels einer - auf die Fragestellung geschnittenen und bereits mehrfach validierten - Testbatterie durchgeführt. Außerdem werden die Teilnehmer gebeten einen Fragebogen mit anamnestischen Fragen und Fragen zur Selbsteinschätzung der psychologischen, psychosozialen und neurokognitiven Funktionalität.

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Studiendetails

Studienziel Kognitive Leistungsfähigkeit Die neurokognitive Testbatterie umfasst vier objektierte Tests aus dem Wiener Testsystem (WTS): - Wiener Wortflüssigkeitstest zur Messung der lexikalischen Wortflüssigkeit - Auditiver Wortlisten Lerntest zur Messung bestimmter Subkonstrukte der Merk- und Lernfähigkeit / des Gedächtnisses - Trail Making Test - Langensteinbacher Version zur Messung bestimmter Subkonstrukte exekutiver Funktionen - N-back verbal, ebenfalls zur Messung bestimmter Subkonstrukte exekutiver Funktionen Außerdem wird die subjektive Einschätzung der kognitiven Leistungsfähigkeit mittels eines Fragebogens erfasst (Funcional Assessment of Cancer Therapy - Cognitive Function; FACT-Cog)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Heidelberg

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom
  • Alter: 45 - 85 Jahre
  • Besuch der uroonkologischen Sprechstunde am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg und/oder in dortiger Behandlung
  • Einwilligungsfähigkeit vorliegend
  • Schriftliche Einwilligungserklärung

Ausschlusskriterien

  • Keine ausreichenden Deutschkenntnisse
  • Neurologische und/oder psychiatrische Erkrankung
  • Nicht-korrigierbare, starke Sehschwäche

Adressen und Kontakt

National Center for Tumor Diseases, Heidelberg

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Prostatakrebs ist die zweithäufigste Krebsart bei Männern. Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinoms werden häufig mittels einer Androgendeprivationstherapie (ADT) behandelt. Neben dem wissenschaftlich erwiesenen Behandlungsnutzen und einigen gut untersuchten Nebenwirkungen, gibt es aktuelle Forschungsdiskussionen zu negativen Effekten auf die neurokognitive Leistungsfähigkeit (Gedächtnisleistung, Konzentrationsfähigkeit, etc.) der Patienten. Ähnliche Nebenwirkungen werden auch bei, zur Behandlung eines hormonrefraktären Prostatakarzinoms eingesetzten, Zytostatika diskutiert. Das Hauptziel der Studie ist es zu klären, ob sich bei Prostatakrebspatienten unter ADT neurokognitive Defizite nachweisen lassen. Dabei wird auch untersucht, inwieweit diese Defizite mit dem Krankheits- und Behandlungsverlauf der Patienten zusammenhängen. Darüber hinaus soll untersucht werden, auf welche Weise die neurokognitive Leistungsfähigkeit mit anderen psychologischen und psychosozialen Faktoren wie Lebensqualität in Verbindung stehen. Die Ergebnisse sollen zu einem besseren Verständnis möglicher kognitiver Veränderungen im Laufe der Erkrankung und damit zu einer verbesserten Patientenberatung und -versorgung beitragen. Es wird geplant, insgesamt 60 Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom zu untersuchen, die mittels einer ADT behandelt werden/wurden. Untersucht werden freiwillig teilnehmende Patienten, die am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) die uroonkologische Sprechstunde besuchen und/oder dort behandelt werden. Die neuropsychologische Testung wird mittels einer - auf die Fragestellung geschnittenen und bereits mehrfach validierten - Testbatterie durchgeführt. Außerdem werden die Teilnehmer gebeten einen Fragebogen mit anamnestischen Fragen und Fragen zur Selbsteinschätzung der psychologischen, psychosozialen und neurokognitiven Funktionalität.

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