Beschreibung der Studie

Bei Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EmaH) handelt es sich um chronisch kranke Patienten, deren Krankheitsverlauf mit zunehmendem Alter durch Faktoren wie Genetik, Umwelteinflüsse, Ernährung, Bewegung, Lebensstil, Stress, Ausbildung, Beruf, sozioökonomischer Status sowie Bildung, Kultur und Spiritualität beeinflusst wird. Neuere Untersuchungen haben erkennen lassen, dass bei diesen Patienten mit einer Vielzahl von kardialen und nicht-kardialen Co-Morbiditäten (u.a. arterieller Hypertonus, metabolisches Syndrom, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus, Hyperurikämie, usw.) zu rechnen ist, die den Verlauf der angeborenen Herzerkrankung entscheidend beeinflussen können, bzw. deren Verlauf durch den Herzfehler mitbestimmt wird. Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang Über- oder Untergewicht, Fehlernährung, Bewegungsmangel und psychische Belastungen. Die klinische Erfahrung und erste größere epidemiologische Daten des Deutschen Herzzentrums München zeigen, dass ein erhebliches medizinisches Versorgungsdefizit im Bereich Krankheits-Prävention, Rehabilitation und integrativ-medizinischer Betreuung besteht. Darüber hinaus liegen kaum verlässliche Daten über das Vorhandensein potentieller Risikofaktoren vor, obwohl kleinere Datenserien belegen, dass geeignete präventiv-medizinische Maßnahmen potentiell positive Auswirkungen auf Morbidität und Mortalität der Betroffenen EmaH haben können. Den Betroffenen werden erfahrungsgemäß optimale Vorsorgekonzepte großenteils vorenthalten. Diese Tatsache ist für EmaH sowie auch für das gesamte Gesundheitswesen von immenser Bedeutung. Im Bereich der integrativen Medizin und der Prävention gibt es für das Patientenkollektiv der EmaH keine ausreichenden, wissenschaftlich fundierten Daten. Die Notwendigkeit, zeitnah präventivmedizinische Untersuchungen und Maßnahmen einzuleiten, ergibt sich aus der steigenden Zahl von Patienten mit angeborenen Herzfehlern, die das Erwachsenenalter erreichen.

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Studiendetails

Studienziel Ziel der Studie ist die Erfassung des IST-Gesundheitszustandes von EmaH und der Veränderung des Gesundheitszustandes unter Routinebehandlung über einen Zeitraum von 12 Monaten. Im Detail ist geplant: -Erfassung von modifizierbaren, kardiovaskulären Risikofaktoren (z.B. Lebensstilfaktoren, anthropometrische Parameter) sowie von Frühstadien koexistenter Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie deren Veränderung unter Routinebehandlung in einem Zeitraum von 12 Monaten -Vergleich der Risikofaktoren-Konstellation zwischen einzelnen AHF-Gruppen, sowie die Klärung des Zusammenhanges mit Art und Zeitpunkt vorausgegangener Eingriffe am Herzen oder den großen Gefäßen sowie epidemiologischen Daten (u.a. Alter, Geschlecht, begleitende Syndrome usw.) -Vergleich der Risikofaktoren-Konstellation innerhalb der Studienpopulation und deren Fluktuation über einen Zeitraum von 12 Monaten unter Routinebehandlung (hinsichtlich: Ernährungsverhalten, Bewegungsverhalten, nicht kardialen Co-Morbiditäten, gesundheitsbezogener Lebensqualität, Krankheitsidentität, Angst und Depression, sozialer Status, Informiertheit über die krankheitsbezogene Bedeutung von Ernährung, Bewegung, Gesundheit, Nikotin-, Alkohol-, Drogenkonsum, Schlaf, Stress)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 3000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik für angeborene Herzfehler und KinderkardiologieDeutsches Herzzentrum München

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • In die Studie werden Erwachsene (ab einem Alter von 18 Jahren) mit einem angeborenen Herzfehler (EmaH) eingeschlossen, unabhängig davon, ob der Herzfehler nativ ist oder operativ und/oder interventionell behandelt wurde.

Ausschlusskriterien

  • Ablehnung der Studienteilnahme durch den Patienten, Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen, oder Patienten mit etwaigen Sprachbarrieren, die sie am Verständnis der Untersuchung hindern oder Nichtvorliegen der Einwilligungserklärung.

Adressen und Kontakt

Deutsches Herzzentrum, München

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Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen

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Häufig gestellte Fragen

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Momentan leben in Deutschland etwa 300.000 Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EmaH). Vielfach entwickeln sich auf dem Boden von einem behandelten oder nativen angeborenen Herzfehler (AHF) Komplikationen oder Folgeerkrankungen. Zu den Problemkonstellationen gehören Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, infektiöse Endokarditis, pulmonal arterielle Hypertonie, Organkomplikationen (z.B. zerebrale Embolien und Abszesse) sowie psychische und intellektuelle Einschränkungen. Der Langzeitverlauf bei AHF wird zudem vielfach durch nicht-kardiale Co-Morbiditäten (u.a. arterieller Hypertonus, metabolisches Syndrom, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus), durch unzureichende oder falsche gesundheitsbezogene Informationen sowie durch Fehlernährung, Schlafstörungen, Bewegungsmangel und psychische Belastungen negativ beeinflusst. Besonders die psychische Situation von EmaH hat bis heute wenig Aufmerksamkeit erfahren, obwohl die gesundheitsbezogene Lebensqualität reduziert ist und eine beachtliche Anzahl von EmaH mit psychischen Problemen (Affekt- und Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörungen) kämpfen. Da diese Problematik gegenwärtig wegen fehlender wissenschaftlicher Daten bei der Patientenbetreuung nicht ausreichend berücksichtigt wird, sind erhebliche Versorgungsdefizite in den Bereichen Krankheits-Prävention, Rehabilitation und ganzheitliche, integrativ-medizinische Betreuung zu befürchten. Diese Hypothese basiert u.a. auf der jahrzehntelangen klinischen Erfahrung des Deutschen Herzzentrums München bei der Betreuung von EmaH (pro Jahr etwa 5.000 Patienten). Ziele der Untersuchung im Rahmen der geplanten Studie sind: (1) Dokumentation des Gesundheitszustandes anhand von routinemäßig erfassten Daten aus der Anamnese, der klinischen Aspekte sowie der Ergebnisse der Routineuntersuchungen (2) Erfassung von Hinweisen auf das Vorliegen von Ernährungs-, Bewegungs- und Schlafstörungen sowie von psychischen Belastungssituationen bei EmaH (3) Dokumentation der Veränderung dieser Charakteristika über einen Zeitraum von 12 Monaten unter Routineversorgung in den erhebenden Einrichtungen (Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie, Deutsches Herzzentrum München sowie Medizinische Klinik 2, Uni-Klinikum Erlangen) (4) Entwicklung von Prophylaxe- und Behandlungsprogrammen auf Basis der gewonnenen Daten, um für EmaH vorbeugende, begleitende und unterstützende Maßnahmen zu etablieren, die den chronischen Krankheitsverlauf, kardiale- und nichtkardiale Co-Morbiditäten und auf lange Sicht die Morbidität und Mortalität positiv beeinflussen.

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