Beschreibung der Studie

Beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom ist eine Darmresektion, hier speziell eine Sigma-/Rectosigmoid bzw.tiefe vordere Rektum-Resektion ein regelmäßiger und wesentlicher Bestandteil der operativen Therapie mit dem Ziel der maximalen Tumorreduktion. Erhebungen zu Stuhlregulierungsproblemen nach Rektumresektion bei Rektumkarzinom zeigten, dass ein Großteil der Patientinnen Symptome wie Wind- und Stuhlinkontinenz, erhöhte Darmmotilität und Stuhlfrequenz oder Darmentleerungsstörungen entwickelten. Diese Symptome werden als „Low Anterior Resection Syndrome“ (LARS) zusammengefasst. Für Patientinnen mit Ovarialkarzinom sind bislang keine Daten zur Prävalenz des LARS verfügbar. Ziel der Studie ist es die Prävalenz des LARS anhand des LARS-Scores bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom nach Sigma-/Rectosigmoid bzw. tiefer vorderer Rektum-Resektion zu erheben und diese im Vergleich zu einem „Kontrollkollektiv“ zu setzen. In diese retrospektive Studie werden alle konsekutiven Patientinnen, die zwischen 2011 und 2017 wegen eines primären Ovarialkarzinoms an den Kliniken Essen-Mitte, Abteilung Gynäkologie und gynäkologische Onkologie, therapiert wurden, eingeschlossen. Die klinischen Daten werden aus der prospektiv geführten Tumor-Datenbank und Patientinnenakten erhoben. Die Erfassung des LARS erfolgt mittels des validierten „Low Anterior Resection Syndrome Scores“ (LARS-Score) Fragebogens. Patientinnen werden nach ihrer Zustimmung telefonisch kontaktiert und der LARS-Score durch Abfragen der fünf vorgegebenen Fragen erhoben. Statistische Analysen erfolgen anhand von deskriptiven sowie uni- und multivariaten Analysen. Als „Kontrollkollektiv“ werden zwei Gruppen erfasst: 1) Patientinnen, die ebenfalls an einem primären Ovarialkarzinom im o.g. Zeitraum behandelt wurden, allerdings im Rahmen der Operation keinen Darmeingriff erhielten; 2) Mammakarzinom-Patientinnen (matched-pair), die aufgrund ihrer Diagnose eine neo-/adjuvante Chemotherapie mit u.a. Taxanen erhalten haben und anamnestisch bisher keinen Darmeingriff vorweisen. Fazit: Durch diese Studie werden erstmalig Daten zur Prävalenz des LARS bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom gewonnen und hier insbesondere auch die Frage beleuchtet, inwiefern postoperative Stuhlgangsprobleme durch Darmresektion oder hiervon unabhängig berichtet werden. Patientinnen können dadurch vor Operationen exakter über diese, wahrscheinlich häufige Spätfolge aufgeklärt werden. Betreuende ÄrztInnen sollen sensibilisiert werden, und betroffene Patientinnen früher diagnostizieren und therapieren. Durch den Vergleich mit Patientinnen ohne Darmresektion erwarten wir uns eine präzisere Identifikation von prädiktiven Risikofaktoren für das LARS.

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Studiendetails

Studienziel •Prävalenz von LARS bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom Sigma-/Rectosigmoid bzw. tiefer vorderer Rektum-Resektion.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 400
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Kliniken Essen-MitteAbteilung für Gynäkologie und Gyn. Onkologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patientinnen, die auf Grund eines Ovarialkarzinoms (geplanter Zeitraum wird sein 2011-2018) Sigma-/Rectosigmoid bzw. tiefer vorderer Rektum-Resektion erhielten, werden in diese Studie eingeschlossen. Als „Kontrollkollektiv“ (diese Gruppe wird ebenfalls mittels des LARS-Fragenkatalogs zur Erfassung des Scorewertes befragt) werden zwei Gruppen erfasst: 1) Patientinnen, die ebenfalls an einem primären Ovarialkarzinom behandelt wurden, allerdings im Rahmen der Operation keinen Darmeingriff erhielten; 2) Mammakarzinom-Patientinnen (matched-pair), die aufgrund ihrer Diagnose eine neo-/adjuvante Chemotherapie mit u.a. Taxanen erhalten haben und anamnestisch bisher keinen Darmeingriff vorweisen.

Ausschlusskriterien

  • Patientinnen mit einer Stomaanlage, postoperativen Anastomoseninsuffizienz, anamnestisch bekannter abdominaler Strahlentherapie.

Adressen und Kontakt

Abteilung für Gynäkologie und Gynäkologische OnkologieKliniken Essen-Mitte, Essen

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Häufig gestellte Fragen

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Die Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms basiert auf zwei wichtigen Säulen: der Debulking-Operation und platin-haltigen Chemotherapie. Verschiedene Studien haben den Stellenwert der makroskopischen Tumor-Komplettresektion gezeigt. Hierzu ist in einem hohen Anteil der Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom unter anderem eine Sigma-/Rektumresektion erforderlich. Die Kurz-/Langzeitmorbidität nach Sigma-/Rektumresektion ist bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom nicht ausreichend bekannt. Ziel der Studie ist es die Prävalenz des LARS anhand des LARS-Scores bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom nach Sigma-/Rectosigmoid bzw. tiefer vorderer Rektum-Resektion zu erheben und diese im Vergleich zu einem „Kontrollkollektiv“ zu setzen. Das Kontrollkollektiv wird sich aus Patientinnen mit Ovarialkarzinom, die keine Darmresektion benötigt hatten und abdominal nicht voroperierten Patientinnen bestehen.

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