Beschreibung der Studie

Die Größe der Hirn-Blutung stellt ein wesentlicher Faktor für die hohe Sterblichkeit und die schweren Defizite der Überlebenden dar. In der retrospektiven Studie wird die Frage behandelt, welche Effektivität und Risiken die Behandlung von Hirnblutungen durch Blutungsdrainagen haben, unter welchen das Absaugen und die Auflösung des Blutkoagels durchgeführt wurde. Die Blutungsdrainage wird am Bett in das Blutgerinnsel eingelegt unter lokaler Betäubung, ein Teil des Gerinnsels abgesaugt und danach wird ein Medikament zur weiteren Auflösung (Urokinase) alle 6 Stunden injiziert. Hierbei wird eine historische Kohorte der Neurologischen Uniklinik Freiburg, bei welcher das Verfahren verwendet wurden, mit einer historischen Kohorte der Uniklinik in Erlangen, die ohne diese Maßnahme therapiert wurde, verglichen. Alle Patienten mit einer Hirnblutung >25ml werden eingeschlossen mit einer der folgenden zugrunde liegenden Ursache: hoher Blutdruck, blutverdünnende Medikamente (wie Markumar, neue Antikoagulanzien), Thrombolyse-assoziiert nach Schlaganfall oder durch eine Gefäßerkrankung (cerebrale Amyloidangiopathie).

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Studiendetails

Studienziel Verlauf des Blutvolumens, der Ödemgröße und Mittellinienverschiebung in bildgebenden Verfahren(CT/MRT) während stationärem Aufenthalt des Patienten bis Tag 7.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Neurologisches Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Behandlung aller Patienten mit einer supratentorieller ICB > 25ml mit einer minimal-invasiven Technik mit Blutungsdrainage zwischen 2010 und 2018. Ursache der Blutung kann eines der folgenden Gründe sein: orale Antikoagulation, Hypertonus, Amyloidangiopathie, systemische Thrombolyse-assoziierte Blutung.

Ausschlusskriterien

  • kein Therapiewunsch

Adressen und Kontakt

Neurologie, Freiburg im Breisgau

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Neurologie, Erlangen

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Häufig gestellte Fragen

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Bis jetzt gibt es keine evidenzbasierten Therapie, die zu einer Verbesserung des neurologischen Outcomes nach ICB führt. Ein wesentlicher Faktor für das schlechte Outcome ist die Größe der Blutung. Deshalb wurde in mehreren Studien in der Vergangenheit versucht, durch eine offene operative Ausräumung der Blutung das Outcome zu verbessern, jedoch ohne Erfolg. Da die offene Operation zu einer sekundären Schädigung des umliegenden, gesunden Hirngewebes führt, wurden in den letzten Jahren verschiedene sogenannte minimal-invasive Verfahren zur Blutungsausräumung untersucht, mit teilweise viel versprechenden Ergebnissen. In Freiburg wird in Zusammenarbeit der Neurochirurgie und der Neurologie seit mehreren Jahren eine andersartige minimal-invasive Technik bei Hirn-Blutungen als individueller Heilversuch eingesetzt. Bei diesem Verfahren wird bettseitig (ohne Intubation, nicht im OP Saal) in Lokalanästhesie eine sogenannte Blutungsdrainage ( kleiner Silicon Schlauch, 19 cm lang, 2 mm Durchmesser) nach vorhergehender Berechnung der genauen Drainage-Lage anhand von Nativ-CT Bildern, freihändig in das Zentrum des Blut-Klotts gelegt und ein Teil des Blut-Klotts aspiriert. Nach Kontrolle der korrekten Lage durch ein CT wird danach über diese Drainage ein den Blutklott auflösendes Medikament (Urokinase) alle 6 h verabreicht. Über die Drainage kann dann das Blut passiv in ein Auffangreservoir gelangen. Hierdurch kommt es zu einer relativ raschen Verkleinerung des Blutgerinnsels im Gehirn, eine offene neurochirurgische Operation ist nicht notwendig. Dieses Verfahren kann sehr schnell, (15 - 20 min) am Bett des Patienten auf Intensivstation ohne Intubation und Vollnarkose durchgeführt werden. In dieser retrospektiven Studie wollen wir alle Patienten identifizieren, die aufgrund einer Gehirnblutung mit einem solchen Verfahren zwischen 2010 und 2018 behandelt wurden. Es soll geprüft werden, ob dieses Verfahren tatsächlich bei allen Patienten möglich war, und welche Komplikationen aufgetreten sind (Nachblutung, Fehllage der Drainage, Infektionen). Zudem soll untersucht werden, wie sich durch diese Drainage das Blutvolumen im Verlauf verändert. Hierzu sollen die CT Bilder, die regelmäßig bei diesen Patienten im klinischen Alltag gemacht werden, analysiert werden. Zudem wird das neurologische Outcome und die Sterblichkeit untersucht. Zum besseren Verständnis der Ergebnisse über die Sicherheit und Effizienz dieses Verfahrens werden die erhobenen Ergebnisse mit entsprechenden Vergleichspatienten aus einem bereits bestehenden Datenregister der Neurologie der Universität Erlangen verglichen (Patienten mit Hirnblutungen, die konservativ, also nicht mit einer Operation oder eine Blutungsdrainage versorgt wurden).

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