Beschreibung der Studie

Mit unserer Studie wollen wir herausfinden, ob ein spezielles, von uns entworfenes NIRS-Neurofeedback-Training bei Jugendlichen mit selbstverletzendem Verhalten erfolgreich sein könnte. Dazu werden Jugendliche nach dem Zufallsprinzip einer von zwei Gruppen zugeteilt: Die eine Gruppe trainiert die eine, die andere Gruppe die andere Gehirnregion. Beide Regionen sind bereits aus anderen Studien bekannt und zeigten unter anderem bei ADHS PatientInnen positive Wirkung. Wir wollen die Wirksamkeit beider Trainingsansätze untersuchen. Die Abläufe zwischen den beiden Gruppen unterscheiden sich nicht, sodass für die Probandin nicht zu erkennen ist, in welcher Gruppe sie sich befindet. Inwieweit die verwendete Methode erfolgreich war, wollen wir im Rahmen dieser Studie auf drei Arten überprüfen: fMRT, Cortisol und Oxytocin-Level im Speichel sowie psychometrische Testverfahren.

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Studiendetails

Studienziel In-Between Analyse zwischen zwei Interventionsarmen prä/post NIRS-Neurofeedback inkl. fMRT-Bildgebung, neurophysiologischer und psychometrischer Messmethoden.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum Regensburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Weibliches Geschlecht
  • Ausreichendes Verständnis der deutschen Sprache
  • Sämtliche Probanden müssen eine Rechtshändigkeit aufweisen
  • Informiertes Einverständnis der Studienteilnehmerin sowie deren Erziehungsberechtigten
  • Selbstverletzendes Verhalten entsprechend der diagnostischen Kriterien der DSM-V-Klassifikation (mindestens fünfmalige Selbstverletzung ohne suizidale Intention im vergangenen Jahr)
  • Alter bei Studienbeginn: 12-17 Jahre
  • Anbindung zur ambulanten Diagnostik/Beratung/Behandlung an der KJP Regensburg

Ausschlusskriterien

  • Zusätzliche neurologische oder medizinische Erkrankungen, von denen ein Einfluss auf die Hirnentwicklung/-physiologie anzunehmen ist
  • Vorbestehende neurologische oder endokrinologische Erkrankung
  • Einnahme von Glucocorticoid-haltigen Medikamenten
  • Schwangerschaft
  • intellektuelle Beeinträchtigung (IQ<80)
  • akute psychotische Störung oder akutpsychiatrischer Zustand, der die Einwilligungsfähigkeit der Patienten/Probanden beeinträchtigen könnte
  • akute Suizidalität
  • fehlende Einwilligung
  • MRT-spezifische Kontraindikationen die einen Einschluss der Patienten unter anderem aufgrund des starken Magnetfeldes ausschließen: metallische Fremdkörper, Tattoos mit metallhaltigen Farbpigmenten, Klaustrophobie, Herzschrittmacher und Defibrillator-Systeme, Cochlea Implantat, implantierte Insulinpumpen, nicht abnehmbare Piercings aus magnetischen Materialien.

Adressen und Kontakt

KJPP, Regensburg

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Die Diagnose ‚Nicht-suizidales-selbstverletzendes Verhalten‘ (NSSV) im Kindes- und Jugendalter umfasst alle Akte und Verhaltensweisen der bewussten Selbstverletzung, ohne primär vordergründige suizidale Intention. Epidemiologische Studien bemessen die Lebenszeitprävalenz von NSSV im Jugendalter auf etwa 13 bis 25 Prozent, der Anteil an Patienten mit NSSV innerhalb psychiatrisch-klinischer Stichproben ist noch einmal deutlich höher anzusiedeln. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass trotz eines nicht zu negierenden Wissenszugewinnes hinsichtlich möglicher Therapieansätze bei NSSV bisher keine Implementierung eines fundierten Therapieregimes vollzogen wurde, demgegenüber aber eine derart hohe Prävalenzziffer und hohe Komorbiditätsraten von NSSV zu Buche stehen, erwächst unsere Studie aus der Notwendigkeit weiterer therapieorientierter Forschung. Unbehandeltes NSSV im Jugendalter ist weiterhin mit einem hohen Risiko für die spätere Entwicklung schwerer psychiatrischer Störungsbilder (Borderline-Persönlichkeitsstörung, Suchterkrankungen sowie Suizidalität) vergesellschaftet. Somit birgt jeglicher Therapieversuch von NSSV auch die Option einer Frühintervention zur Verhinderung der Krankheitsprogredienz bzw. -transition und begründet somit die Wahl adoleszenter Probanden als Studienpopulation. Die meisten Modelle zur nosologischen Einordnung von selbstverletzendem Verhalten postulieren eine gestörte Emotionsregulation und Stressverarbeitung mit entsprechenden Korrelaten in der Bildgebung als zugrundeliegender ätiologischer Hauptfaktor. In der geplanten Untersuchung sollen deshalb an einer jugendlichen Indexgruppe (Altersrange 12-17) mit NSSV zwei alternative Neurofeedback-Trainingsinterventionen mittels funktioneller Nah-Infrarot-Spektroskopie (NIRS) zur Verbesserung der (emotionalen) Selbstregulationsfähigkeit erprobt werden. Mögliche therapeutische Effekte werden anhand der Gewinnung bildgebender, physiologischer, wie testpsychologischer Parameter vor und nach der Intervention objektiviert. Es kommen insbesondere bildgebende, begleitet von psychometrischen und physiologischen Untersuchungsverfahren zum Einsatz. Unsere non-invasive Proof-of-concept-Untersuchung, in ihrer Konzeption die erste Neurofeedback-Intervention an Kindern und Jugendlichen mit NSSV, überprüft einen bislang neuen Therapieansatz und soll somit zur Erweiterung der therapeutischen Handlungsmöglichkeiten beitragen.

Quelle

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