Beschreibung der Studie

Auch sogenannte kleine chirurgische Eingriffe können zu starken Schmerzen nach der Operation führen. Die komplette Mandelentfernung gehört zu den 25 schmerzhaftesten Eingriffen, Teil-Entfernungen der Mandeln sind weniger schmerzhaft. Mandeloperationen gehören in Deutschland zu den häufigsten Operationen. Schmerzen nach einer Mandelentfernung können zu Schluckbeschwerden, verminderter Flüssigkeitsaufnahme und somit besonders bei Kindern zu Flüssigkeitsmangel und Gewichtsverlust führen. Internationale Empfehlungen zur Schmerztherapie nach Mandelentfernungen sind widersprüchlich, es liegen wenig deutsche Daten mit hier üblichen Therapiekonzepten vor. Im Rahmen des klinikinternen Qualitätsmanagements soll nun durch strukturierte Visiten unter einer medikamentösen Standardtherapie mit regelmäßiger Ibuprofen-Gabe die Schmerzintensität bei Kindern im Alter von 2 bis 12 Jahren nach Mandeloperationen ermittelt werden. Dabei kommt neben empfohlenen Messinstrumenten ein Eltern-Fragebogen zum Einsatz. Kinder, bei denen im Rahmen der Visiten ein relevanter Schmerz festgestellt wird, erhalten eine zusätzliche Schmerzmedikation, eine sog. Rescue-Medikation. Es soll die Hypothese geprüft werden, dass maximal 30% der Kinder eine zusätzliche Schmerztherapie benötigen. Außerdem wird die tägliche Flüssigkeitsaufnahme und die Übereinstimmung der Befunde in den unterschiedlichen Schmerzmess-Instrumenten geprüft.

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Studiendetails

Studienziel Anteil der Kinder, die während des stationären Aufenthaltes relevante Schmerzen, gemessen mit KUSS oder FPS-R und PPPM-D, haben und somit eine Rescue-Medikation benötigen.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 158
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Katholisches Klinikum Bochum.

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Kinder von 2 bis 12 Jahren, die sich einer Tonsillenoperation unterziehen.

Ausschlusskriterien

  • Allergien oder Kontraindikationen gegen die Standard-Medikation,
  • Ablehnung der Studie,
  • unzureichende Deutschkenntnisse,
  • Entwicklungsverzögerung,
  • schwere chronische Erkrankungen,
  • Verlegung des Patienten auf eine auswärtige Station.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Schluckbeschwerden-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Tonsillektomien und Tonsillotomien gehören zu den schmerzhaftesten Operationen. Folgen der Schmerzen können Dysphagie, Dehydratation und Gewichtsverlust sein. Internationale Empfehlungen zur postoperativen Analgesie sind jedoch widersprüchlich. Der Analgesiebedarf unter in Deutschland üblicher Standardmedikation während des gesamten stationären Aufenthaltes ist kaum untersucht. Im Rahmen des klinikinternen Qualiätsmanagements soll nun mit Hilfe der etablierten Schmerzmessinstrumente KUSS und FPS-R sowie mit dem Elternfragebogen PPPM-D der postoperative Schmerzverlauf bei Kindern von 2 bis 12 Jahren abgebildet werden. Kinder, bei denen ein relevanter Schmerz festgestellt wird, erhalten eine Rescue-Medikation. Primärer Endpunkt: - Anteil der Kinder, die eine Rescue-Medikation benötigen - Einfluss des präoperativen Sedierungs-Niveaus auf die unmittelbare postoperative Schmerzintensität - Flüssigkeitsaufnahme - Übereinstimmung der Ergebnisse in unterschiedlichen Schmerzmess-Instrumenten. Es soll die Hypothese geprüft werden, dass maximal 30% der Kinder eine zusätzliche Analgesie benötigen.

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