Beschreibung der Studie

Das Risiko für einen Heimeintritt steigt mit zunehmendem Alter, abnehmender kognitiver und funktioneller Leistungsfähigkeit oder einem Spitalaufenthalt. Während einer Aufenthaltsdauer von knapp 6 Tagen erlangen nur wenig ältere Menschen eine Selbständigkeit, die ihnen eine Rückkehr nach Hause ermöglicht. Für diese Menschen ist ein rehabilitatives Übergangsprogramm eine Möglichkeit, ein soziales Netzwerk zu etablieren und Funktionen soweit zu trainieren, dass ein Heimeintritt verhindert oder hinausgezögert werden kann.

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Studiendetails

Studienziel Funktionsfähigkeit, gemessen mit dem Barthel Index (Mahoney & Barthel, 1995, Schädler et al., 2012) bei Eintritt (T0) auf die Abteilung Akut- und Übergangspflege (AAÜP) und bei AAÜP-Austritt (T1). Die Items werden mit 0, 5, 10 und maximal 15 Punkten bewertet (Gesamtscore 100 Punkte = maximale Selbständigkeit). Alle Items werden durch direkte Beobachtung oder durch ein Interview mit den Betroffenen, deren Angehörigen oder Pflegepersonal erhoben.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 1450
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Krankenpflegefonds

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, die zwischen dem 1. Januar 2015 und 31. Juli 2016 auf die AAÜP der Pflegezentren Entlisberg, Käferberg und Witikon eingetreten sind.

Ausschlusskriterien

  • Liegt eine dokumentierte Ablehnung zur Verwendung der Daten vor, werden die betroffenen Patienten ausgeschlossen.

Adressen und Kontakt

Pflegezentren der Stadt Zürich (PZZ), Zürich

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Für Menschen mit kognitiven Einschränkungen und/oder Delirsymptomatik ist ein rehabilitatives Übergangspflegeprogramm (RÜP) nach einem Spitalaufenthalt eine Möglichkeit einen Heimeintritt zu verhindern und/oder hinauszuzögern (Forbes, Forbes, Blake, Thiessen, & Forbes, 2015; Leung et al., 2016; O'Neill, McCarthy, & Newton, 1987). Auch für Patienten nach "Stroke" liegen Wirksamkeitsnachweise für dieses Behandlungsprogramm vor (Teasell, Foley, Bhogal, Charkavertty, & Bluvol, 2005; Tourangeau et al., 2011). Bei der RÜP wird für die genannten Zielgruppen davon ausgegangen, dass sich Funktionalität, Selbständigkeit und/oder Lebensqualität verbessern und auch Angehörige im häuslichen Umfeld einen Nutzen davon haben (Forbes et al., 2015; Lautenschlager, Cox, & Kurz, 2010). Dem Wunsch der Mehrheit der älteren Menschen, möglichst lange in der gewohnten Umgebung wohnen zu bleiben, soll damit Rechnung getragen werden (Perrig-Chiello, Höfplinger, & Schnegg, 2010). Die kurzen Spitalaufenthalte, im schweizerischen Durchschnitt sind es 6 Tage, reichen nicht aus, um ein Leben unmittelbar nach Spitalaufenthalt zuhause weiterzuführen. Nach Erfahrungen der Pflegezentren der Stadt Zürich (PZZ) profitieren nicht nur die o.g. Patientengruppen vom Behandlungsprogramm der RÜP, sondern auch multimorbide geriatrische Patienten, häufig mit Mobilitätseinschränkungen (Bachmann et al., 2010). Diese treten in der Regel vom Spital, in seltenen Fällen auch direkt von zu Hause, auf die Abteilung für Aufnahme- und Übergangspflege (AAÜP) der PZZ ein. Die Anzahl der Patienten, die nach einem Spitalaufenthalt auf die AAÜP der PZZ eintreten, nimmt nach Erfahrungen der PZZ seit der Einführung der DRG's kontinuierlich zu. Grundsätzlich steigt das Risiko für einen Heimeintritt mit zunehmendem Alter, einer abnehmenden Mobilität und verminderter Selbständigkeit und Funktionalität an (Hayek et al., 2015; Hecht, Buhse, & Meyer, 2016; Nguyen, Renom-Guiteras, Meyer, & Stephan, 2018; Salminen et al, 2017; Tröster [in preparation for submission] et al., 2019). Weniger mobil und selbständige zu sein, steht in engem Zusammenhang mit zunehmender Gebrechlichkeit, "frailty" (Cheng & Cheng, 2017; Fried et al., 2001). Auch fortschreitende kognitive Leistungseinbussen, bzw. Demenzerkrankungen beeinflussen Heimeintritt (Müller, Lautenschläger, Meyer, & Stephan, 2017; Nguyen et al., 2018; Saal et al., 2017). Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Heimeintritte insbesondere durch zunehmendes Alter, fortschreitende kognitive Leistungseinbussen bzw., Demenzerkrankungen und eingeschränkte Mobilität bzw. Funktionalität beeinflusst werden (Müller et al., 2017; Nguyen et al., 2018; Saale et al., 2017). Infolge der reduzierten Verweildauer in den Akutspitälern wird die rehabilitative geriatrische Nachfolgebehandlung schneller in Heime oder in die ambulante Versorgung verlagert (Bieri-Brüning, 2013). Dies geschieht teilweise ohne das Rehabilitationspotential ausgeschöpft zu haben, oder ohne, dass die Betreuung und Behandlung in der Langzeitpflege auf speziellen rehabilitativen Übergangspflegeabteilungen ermöglicht wird (Leung et al., 2016; Teasell et al., 2005; Tourangeau et al., 2011; Zhang, Ang, & Kwek, 2015). Auch wird die schnelle Verlagerung der Versorgung aus dem Akutspital dem Wunsch der Betroffenen nicht gerecht, den Heimeintritt selbst zu bestimmen (Zwinggi & Schelling, 2005). Laut der Schweizerischen Fachgesellschaft für Geriatrie (SFGG) gehört zu einer geriatrischen Rehabilitation nebst dem geriatrischen Assessment eine koordinierte, interdisziplinäre Teamarbeit zur Zielsetzung und rehabilitativen Behandlung, zudem der Einbezug des Umfeldes der Patienten sowie eine systematische Austrittsplanung (Schweizerische Fachgesellschaft für Geriatrie, 2012). Von solchen spezifischen, für geriatrische Patienten zugeschnittenen stationären Rehabilitationsprogrammen können Patienten bezüglich ihrer Funktionsfähigkeit, verzögerten Heimeintritten und Mortalität profitieren (Bachmann et al., 2010). Allerdings bleibt weiterhin unklar, in welchem Ausmass Patienten profitieren und welche Patientengruppe am meisten von einem stationären Programm profitieren können. Hinzu kommt, dass die internationale Evidenz zur Qualität von Studien von solchen Rehabilitationsprogrammen als mässig beurteilt wird (Forbes et al., 2015). Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Austritte in den PZZ seit 1993 kontinuierlich zugenommen und Patienten wieder nach Hause entlassen werden konnten. Im Jahre 2016 gingen 50% der ausgetretenen Patienten wieder nach Hause oder in ein Altersheim (Bieri-Brüning, 2017). Allerdings wurde bisher nicht untersucht, in welchem Ausmass Patienten vom Behandlungsprogramm RÜP auf der AAÜP und welche Patientengruppen besonders profitieren.

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