Beschreibung der Studie

Einohriges Hören beeinträchtigt Patienten mit asymmetrischem Hörverlust beim Sprachverstehen im Störgeräusch, Lokalisation von Schallquellen und kann zu psychischen Problemen führen. Eine Vorarbeit zu der geplanten Studie über präoperative funktionelle Bildgebung (Positronenemissiontomographie, PET) zeigte Veränderungen der zentralen Hörbahn, abhängig von der Seite der Ertaubung und Taubheitsdauer. Unsere Hypothese ist, dass cross-modal plasticity in der primären Hörrinde eine Rolle in der Veränderung des zentralen Stoffwechsels spielt. Cross-modal plasticity beschreibt das Phänomen, dass die Hörrinde von Patienten mit Hörminderung von anderen Sinnen, z.B. dem Sehen, übernommen wird. Um mehr über die Prozesse der zentralen Hörbahn bei asymmetrischem Hören zu erfahren, ist die vergleichende Untersuchung der Hörbahn von asymmetrisch hörgeminderten Patienten mit akustischer, visueller und sensomotorischer Stimulation notwendig. Um unseren Studienteilnehmern weniger Strahlung auszusetzen soll die Untersuchung mit der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) durchgeführt werden. Zusätzlich wollen wir präoperativ, aus klinischen Gründen angefertigte PET-Untersuchungen mit den hier geplanten fMRT-Aufnahmen vergleichen. Weiter sollen eine normalhörende Vergleichsgruppe eingeschlossen werden.

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Studiendetails

Studienziel Bei AHL-Patienten sollen die fMRT-Signal-Veränderungen in den primären auditori-schen Cortices und den Colliculi inferiores (regions-of-interest, ROIs) zwischen der Aufnahme in Ruhe und bei akustischer, visueller und sensomotorischer Stimulation verglichen werden.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle HNO-Uniklinik Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • AHL-Patienten
  • Hörvermögen des schlechteren Ohres: schwergradige Hörminderung bis an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit
  • Hörvermögen des besseres Ohres: Luftleitungshörschwelle im Bereich bis inklusive 4 kHz > 30 dB HL und ≤ 60 dB HL
  • Bevorzugt AHL-Patienten die ein [18F]FDG-PET-Aufnahme aufgrund einer klinischen Indikation mit guter Bildqualität erhalten haben.
  • NH Probanden
  • Hörvermögen beider Ohren: Luftleitungshörschwelle im Bereich 125-8000 Hz ≤ 20 dB HL
  • Sprachverständlichkeitsschwelle im OlSa für S0N0 (fester Störgeräuschpegel von 65dB SPL und ein Start-Sprachpegel von 65dB SPL)
  • Monaural links: ≤ -6 dB
  • Monaural rechts: ≤ -6 dB
  • Binaural: ≤ -6 dB

Ausschlusskriterien

  • Alle Gruppen
  • Alter < 18 Jahre und > 65 Jahre
  • Linkshänder (Edinburgh Händigkeits Inventar: Lateralitätsquotient< 60)
  • relevante neurologische oder psychiatrische Begleiterkrankung (z.B. kognitive Einschränkungen, Epilepsie, zerebrovaskuläre Erkrankung, Hirntumor, Depression, etc.)
  • Erkrankungen, die eine unzureichende Compliance bei der fMRT erwarten lassen (z.B. Rückenleiden, schwere Klaustrophobie, Inkontinenz, Metallimplantate, etc.)
  • Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

Uniklinik Freiburg, Freiburg im Breisgau

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Monaurales Hören beeinträchtigt Patienten mit asymmetrischem Hörverlust (asymmetric hearing loss, AHL) beim Sprachverstehen im Störgeräusch, Lokalisation von Schallquellen und kann zu psychischen Problemen führen. Eine Vorarbeit zu der eingereichten geplanten Studie über präoperativ [18F]FDG-PETs zeigte PET Veränderungen der zentralen Hörbahn, abhängig von der Seite der Ertaubung und Taubheitsdauer. Unsere Hypothese ist, dass cross-modal plasticity im auditorischen Cortex eine Rolle in der Veränderung des zentralen Glukosemetabolismus spielt. Um mehr über die Prozesse der zentralen Hörbahn bei asymmetrischem Hören zu erfahren, ist die vergleichende Untersuchung der Hörbahn von AHL-Patienten mit akustischer, visueller und sensomotorischer Stimulation notwendig. Unter anderem, aufgrund von strahlenhygienischen Erwägungen soll dafür das fMRT eingesetzt werden. Zusätzlich wollen wir präoperativ, aus klinischen Gründen angefertigte [18F]FDG-PET-Untersuchungen mit den hier geplanten fMRT-Aufnahmen vergleichen. Weiter sollen eine normalhörende Vergleichsgruppe eingeschlossen werden.

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