Beschreibung der Studie

Unter Kopf-Hals-Karzinomen werden bösartige Neubildungen von Pharynx, Larynx, Speicheldrüsen, der Nase und der Nasennebenhöhlen zusammengefasst. Neben den häufigen Plattenepithelkarzinomen treten im Kopf-Hals-Bereich zahlreiche weitere Tumorentitäten auf, die von ihrem Zell- und Gewebebild teils sehr unterschiedlich sind. Um diese Tumoren besser klassifizieren zu können, werden wir aus bereits archiviertem Material ein retrospektives Patientenkollektiv aufbauen. Dieses Kollektiv wird konventionell mikroskopisch charakterisiert und diese morphologischen Daten mit klinischen korreliert. Im weiteren Schritt werden die unterschiedlichen histologischen Muster molekular charakterisiert. Das Forschungsvorhaben stützt sich auf die Analyse von archiviertem Material (Paraffinblöcke, kryoasserviertes Frischgewebe) und analysiert retrospektiv erhobene Daten. Es handelt sich um die Untersuchung von mitunter seltenen aggressiven malignen Tumoren mit teilweise schlechter Prognose. Ein Versuch der schriftlichen Kontaktaufnahme zu den eingeschlossenen Patienten wird durchgeführt und diese dadurch über dieses Forschungsvorhaben informiert und um ihr Einverständnis befragt. Das zu Forschungszwecken vorgesehene Probenmaterial wird nicht mehr zu Zwecken der Behandlungsdokumentation oder sonst im Interesse der Person, von der es stammt, benötigt. Die Ergebnisse beeinflussen nicht die Therapie der eingeschlossenen Patienten, sondern sollen allgemein zu einem besseren Verständnis dieser Tumoren beitragen. Die Patienten erfahren durch Aufnahme in dieses Forschungsvorhaben weder Vorteile noch Nachteile

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Studiendetails

Studienziel Auswirkung morphologischer und molekularer Marker auf die Prognose
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Solides Karzinom im Kopf-Hals-Bereich (außer intrakranielle Malignome)

Ausschlusskriterien

  • Keine

Adressen und Kontakt

Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Institut für Pathologie, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Unter Kopf-Hals-Karzinomen werden alle soliden, bösartigen Neubildungen im Kopf-Hals-Bereich außer intrakraniellen Malignomen zusammengefasst. Mit einer jährlichen Inzidenz von 4-5 % aller Tumorneuerkrankungen gehören sie insgesamt zu den selteneren Malignomen. Die häufigste Tumorentität stellt das Plattenepithelkarzinom dar. Aufgrund der unterschiedlichen ortsständigen Gewebe (neben Plattenepithel z.B. auch Drüsengewebe bei Speicheldrüsen, nervale Strukturen oder Muskelgewebe) treten jedoch auch zahlreiche andere, sehr heterogene Karzinome auf. Die Diagnosestellung basiert auf der Kombination von klinisch-radiologischen mit histomorphologischen, immunhistochemischen und ggf. molekularen Methoden. Einige Entitäten zeigen dabei eine sehr heterogene Histomorphologie (z.B. Speicheldrüsenkarzinome), was eine Diagnosestellung (auch aufgrund des sog. sampling errors) erschweren kann. In den letzten Jahren hat die molekulare Diagnostik im Bereich der Kopf-Hals-Karzinome stetig zugenommen und wurde bei den HPV (humanes Papillomvirus) – assoziierten Karzinomen des Oropharynx auch in die aktuelle Klassifikation der Union internationale contre le cancer (UICC) übernommen. Trotzdem bleiben bei zahlreichen Kopf-Hals-Karzinomen noch Fragen bezüglich ihrer molekularen Entstehungsmechanismen oder der molekularen Grundlage ihres Metastasierungsverhaltens offen. Insbesondere seltenere Kopf-Hals-Karzinome wie z.B. Speicheldrüsenkarzinome sind hier in der aktuellen Literatur noch unterrepräsentiert. Als vergleichsweise großes Kopf-Hals-Tumorzentrum sehen wir aufgrund unseres großen Patientenkollektivs hier gute Chancen, durch die geplanten Untersuchungen relevante neue Erkenntnisse zu bieten. Der interdisziplinäre Studienansatz garantiert eine enge Verzahnung zwischen molekularer Tumorforschung und klinischer Relevanz. Das Verständnis dieser molekularen Mechanismen und die Definition prognostisch bedeutender Biomarker ist von höchstem therapeutischem Interesse. So könnte eine Risikostratifizierung anhand neuer Biomarker unter Berücksichtigung klinischer Parameter beispielsweise die Entscheidung bzgl. der Radikalität operativer Verfahren oder möglicher adjuvanter Therapien wie Bestrahlung erleichtern. Ebenso könnten sich neue Ansätze auf dem immer weiteren Feld der targeted therapies ergeben.

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