Beschreibung der Studie

Bei Hornhauttransplantationen galt bis vor wenigen Jahren die perforierende Keratoplastik (PKP), bei der alle Hornhautschichten ersetzt werden, als Goldstandard. Dank technischer Fortschritte ist es nun jedoch möglich nicht mehr die gesamte Hornhaut, sondern nur die erkrankten Schichten zu ersetzen. Dieses Verfahren der hinteren lamellären Hornhauttransplantation (Descemet Stripping Automated Endothelial Keratoplasty [DSAEK] und Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty [DMEK]) eignet sich für Patienten mit Endothelinsuffizienz (Fuchs’sche Endotheldystrophie, bullöse Keratopathie, Endothelversagen nach Keratoplastik). Im Rahmen unserer Studie möchten wir Patienten vor und nach hinterer lamellärer Hornhauttransplantation mittels des DMEK Verfahrens sowie Patienten nach PKP in Bezug auf den klinischen Befund, Visus, Anlage des Transplantates, Augeninnendruck, Endothelzellzahl und möglichem Makulaödem untersuchen und klären, inwiefern die Ergebnisse mit dem Alter des jeweiligen Patienten, dem Alter sowie Vorerkrankungen und Todesursache des jeweiligen Spenders, der Endothelzellzahl der Spenderhornhaut, dem Linsenstatus sowie Medikation und Begleiterkrankungen korrelieren.

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Studiendetails

Studienziel Best corrected visual acuity 12 Monate nach Keratoplastik
Status Teilnahme möglich
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 202
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Gruppe 1 (DMEK Gruppe) - Patienten mit Hornhautendothelsuffizienz (z.B. Fuchs’sche Endotheldystrophie, bullöse Keratopathie), bei den eine primäre lamelläre Keratoplastik (DMEK) notwendig ist
  • Gruppe 2 (KPL Gruppe) Patienten mit Hornhauterkrankungen, bei den eine perforierende Keratoplastik notwendig ist (z.B. Keratokonus, Hornhautnarbe, Hornhautdystrophie)

Ausschlusskriterien

  • Patient ist nicht in der Lage am Studienablauf teilzunehmen
  • Zustand nach perforierender oder lamellärer Keratoplastik in der Vergangenheit
  • Indikation zur HLA-typisierten Keratoplastik

Adressen und Kontakt

Augenklinik und Poliklinik, Mainz

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Häufig gestellte Fragen

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Die menschliche Augenhornhaut besteht aus mehreren Schichten: Der äußeren Epithelschicht, der Bowman-Membran, dem Stroma, der Descemet-Membran und der Endothelzellschicht. Die Hornhaut dient dem Schutz des Auges und trägt maßgeblich zur Bildentstehung bei, da sich in ihr das auf das Sinnesorgan einfallende Licht bricht. Ist nur der hintere Anteil der Hornhaut erkrankt, lässt sich dies seit einigen Jahren mit einer partiellen Hornhauttransplantation, den DSEAK und DMEK behandeln. Bei dieser Methode wird dem Patienten anstelle der gesamten Hornhaut nur die Descemet-Membran (DMEK) oder Descemet-Membran mit einer dünnen Stromaschicht (DSEAK) transplantiert. Beispielsweise kommt es bei der Fuchs'schen Endotheldystrophie zu bilateralem, progressivem Endothelzellverlust. Die Endothelzellen können so ihre Aufgabe, die Hornhaut in ihrem normalen Hydrierungszustand zu halten, nicht mehr erfüllen und es kommt zur Überhydrierung (Ödem) der Hornhaut. Die Krankheit tritt aus noch ungeklärter Ursache meist zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf, kann aber auch jüngere Patienten betreffen und kann zu Schmerzen aufgrund von Blasenbildung (Bullae), verringerter Sehschärfe und Streulichteffekten führen. Andere Ursache für eine bullöse Keratopathie kann auch ein endotheliales Hornhauttrauma infolge einer Katarakt-Operation oder Implantation einer ungünstig geformten bzw. schlecht platzierten Kunstlinse sein. Hyperosmotische Augentropfen (NaCl 5 % Augentropfen oder Salbe) oder Platzieren einer weichen Kontaktlinse bewirken in der Regel keine befriedigende Besserung und sind keine langfristigen Therapieoptionen Auch die konventionelle perforierende Hornhauttransplantation ergibt im Vergleich zu den hinteren lamellären Hornhauttransplantationsverfahren nur mäßige Resultate und kann als überholt betrachtet werden. Erste Erfahrungen in solchen Fällen zeigen, dass die DMEK einige Vorteile gegenüber anderen Verfahren bietet, wie z.B. bessere Visusergebnisse, eine schnellere optische Rehabilitation und geringe Abstoßungsrate des Transplantates aufgrund einer geringeren Fremdantigenmenge.6 Zahlreiche Fallserien zeigen, dass Patienten nach DSAEK (Visus ≥0,5 bei 38–100 %) besonders in frühen und mittleren Stadien der Endothel-Insuffizienz bessere funktionelle Ergebnisse schneller als nach PKP (Visus ≥0,5 bei 47–61 %) erreichen. Allerdings erzielen nur 23–47 % der Patienten Werte ≥0,8, was nach DMEK in 36–79 % der Fall ist. Daneben kommt es nach DMEK innerhalb der ersten zwei Jahre nach Transplantation nur in 1–3 % der Fälle zu Abstoßungsreaktionen, während dies 0–8 % nach DSAEK und 1–23 % nach PKP sind. Jedoch stehen vor allem Alter und Vorerkrankungen des Spenders (Diabetes mellitus, Adipositas, Hyperlipidämie, Pseudophakie) im direkten Zusammenhang mit intra- und postoperativen Komplikationen. Aber auch auf Seiten des Empfängers scheinen die Anatomie des vorderen Segments, vorangegangene Augenoperationen/okuläre Komorbiditäten und Compliance bei der postoperativ obligaten Rückenlagerung wichtige Faktoren für den Erfolg der DMEK zu sein. Der Einfluss der möglichen Komplikationsquellen und dessen Ausmaß auf das Operationsergebnis bedarf allerdings weiterer Untersuchungen, die im Rahmen dieser Studie stattfinden sollen.

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