Beschreibung der Studie

Die BRAF V600E Mutation ist die häufigste genetische Ursache des papillären Schilddrüsenkarzinoms. BRAF ist ein menschliches Gen, das ein Protein namens B-Raf kodiert. Das Gen wird auch als Protoonkogen-B-Raf- und v-Raf-Maus-Sarkomvirus-Onkogen-Homolog B bezeichnet, während das Protein formal als Serin / Threonin-Protein-Kinase B-Raf bekannt ist. Einige Studien zeigen, dass der Nachweis einer BRAF V600E Mutation als Charakteristik eines aggressiveren Tumors mit höherer Rezidivwahrscheinlichkeit und Lymphknotenmetastasen assoziiert ist, so dass bei präoperativem Mutationsnachweis in der Feinnadelpunktion eine ausgedehntere operative Strategie verfolgt werden sollte. Der Stellenwert dieser molekularen Diagnostik wird allerdings weiterhin kontrovers diskutiert. Die vorliegende Studie ist als eine retrospektive Studie zur Analyse von histologischen Präparaten papillärer Schilddrüsenkarzinome der Jahre 2007-2015 angelegt. Es soll untersucht werden, inwieweit die BRAF V600E Mutation papillärer Schilddrüsenkarzinome im eigenen Kollektiv bestand. Zudem soll retrospektiv evaluiert werden, ob präoperativ die Analyse des BRAF V600E Mutationsstatus erfolgte, und inwieweit die sonographischen und szintigraphischen Malignitätskriterien die Operationsindikation beeinflusst haben. Basierend auf diesen Ergebnissen ist eine prospektiv-randomisierte Studie mit routinemäßiger präoperativer Bestimmung des BRAF V600E Mutationsstatus in der Feinnadelpunktion, und davon abhängig eine Modifikation der initialen operativen Strategie geplant.

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Studiendetails

Studienziel • Untersuchung aller Präparate auf das Vorliegen einer BRAF V600E Mutation
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 320
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Resektate aller Patienten mit papillärem Schilddrüsenkarzinom, welche im Zeitraum 2007 bis 2016 an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie entnommen wurden und für welche eine Einverständniserklärung vorliegt, werden analysiert.

Ausschlusskriterien

  • Alle Proben, für die keine Einverständniserklärung des Patienten vorliegt werden nicht berücksichtigt.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Schilddrüsenkrebs-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Im eigenen Kollektiv wurden von 2007 bis 2016 insgesamt 4039 Schilddrüsenoperationen durchgeführt, davon 410 aufgrund eines Karzinoms. Durchschnittlich wurden in diesem Zeitraum 46 Schilddrüsenkarzinome im Jahr detektiert und operiert. Über 75% der operierten Schilddrüsenkarzinome sind histologisch papilläre Karzinome. Das entspricht etwa 320 Patienten mit einem papillären Schilddrüsenkarzinom in den Jahren 2007-2016. Wir werden alle Patienten mit papillärem Schilddrüsenkarzinom aus den Jahren 2007 bis 2016 mit einem Informationsschreiben und einer Einwilligungserklärung kontaktieren. Nach erfolgter Einwilligung werden die freigegebenen pseudonymisierten Proben in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pathologie der Ruhr-Universität Bochum retrospektiv auf das Vorliegen einer BRAF V600E Mutation untersucht. Dort sollen eine Mikrodissektion sowie eine Sequenzanalyse aller Präparate mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) durchgeführt werden. Ein mehrwöchiger Laborbesuch in Bochum durch einen Doktoranden der Universitätsklinik für Viszeralchirurgie wird als Grundlage für den Wissensaustausch und zur Kooperationsvertiefung durchgeführt. Durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter soll retrospektiv untersucht werden, inwieweit eine präoperative Feinnadelpunktion und ggf. bereits präoperativ eine BRAF V600E Mutationsbestimmung durchgeführt wurde, und inwieweit sonomorphologische (echoarme Knoten mit irregulärer Randbegrenzung, Mikroverkalkungen und zentraler Hypervaskularisation) und szintigraphische (verminderte oder fehlende Speicherung eines Knotens) Malignitätskriterien bei den positiven Fällen vorlagen. Die zur Qualitätssicherung geführte Datenbank des Kompetenzzentrums für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie im Pius-Hospital Oldenburg wird um die im Rahmen dieser Studie gesammelten Daten erweitert.

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