Beschreibung der Studie

Das Ziel des Projektes ist es ein besseres Verständnis für den insbesondere frühen Krankheitsverlauf von Parkinsonsyndromen und Demenzen zu entwickeln. Unter den Parkinsonsyndromen versteht man zum einen den Morbus Parkinson und zum anderen die atypischen Parkinsonsyndrome. Bei jedem dieser Erkrankungsbilder kann es im Verlauf zur Entwickelung von kognitiven Defiziten kommen, welche teilweise den motorischen Symptomen um Jahre voraus gehen. Die Diagnose der Erkrankungen wird zumeist auf Basis von klinischen Befunden gestellt und mit Hilfe von zusätzlichen diagnostischen Verfahren unterstützt. Bei widersprüchlichen Befunden ist die Wertigkeit der verschiedenen Verfahren untereinander aktuell unklar. Ziel ist es über eine genaue (Verlaufs-) Untersuchung des frühen Krankheitsverlaufs Rückschlüsse für ein optimales diagnostisches Vorgehen abzuleiten. Hierzu gründen wir ein Register, in dem ein strukturierter klinischer Befund, elektrophysiologische Messungen des peripheren und zentralen Nervensystems, eine videoassistierte und Algorithmus-basierte Bewegungsanalyse, Hirnstammultraschall, ein strukturierter neuropsychologischer Befund sowie Bild- und/oder Befunddaten aus der Nuklearmedizin, der Neuroradiologie und der Ophthalmologie gespeichert werden. Während die nuklearmedizinischen und die neuroradiologischen Untersuchungen im Rahmen der klinischen Routine während des Besuches der Spezialambulanz für Bewegungsstörungen der Neurologie der Universitätsklinik Freiburg oder während der stationären Abklärung in der Neurologie erhoben werden, erfolgt die strukturierte klinische Untersuchung sowie die ophtalmologische Untersuchung durch einen Studienarzt. Da sich im Verlauf der letzten Jahre immer mehr Subgruppen innerhalb der atypischen Bewegungsstörungen und Demenzen etablierten erhoffen wir durch die strukturierte, ausführliche Datenerhebung sowohl bildmorphologische Korrelate für fokal-neurologische Defizite zu finden als auch neue Subgruppen zu identifizieren. Die Parkinson-Klinik Ortenau plant, sich am FReePD zu beteiligen. Teilnehmen können alle Patienten mit einem Parkinsonsyndrom oder einer Demenz die sich ambulant oder stationär in der Uniklinik Freiburg oder der Parkinsonklinik Ortenau vorstellen.

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Studiendetails

Studienziel Vergleich verschiedener Modalitäten der Bildgebung untereinander in der Diagnosestellung von Parkinsonsyndromen und Demenzen
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 2000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Vorstellung in einem der Studienzentren mit einem Parkinsonsyndrom oder einer Demenz

Ausschlusskriterien

  • Fehlende Möglichkeit zur mündlichen und schriftlichen Aufklärung des Patienten oder des Betreuers des Patienten

Adressen und Kontakt

Klinik für Neurologie und Neurophysiologie, Freiburg im Breisgau

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Parkinson-Klinik Ortenau, Wolfach

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Häufig gestellte Fragen

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Es gibt eine Vielzahl von Parkinsonsyndromen und Demenzen mit unterschiedlichsten Ursachen, so kann man z.B. neurodegenerative Parkinsonsyndrome von sekundären Parkinsonsyndromen (z.B. infolge Schlaganfall, Medikamenten, Drogen oder psychogener Ursache) unterscheiden. Die neurodegenerativen Parkinsonsyndrome unterteilt man weiter in Morbus Parkinson (engl. Parkinson’s disease, PD) sowie atypische Parkinsonsyndrome. Zu letzteren zählen die Multisystematrophie (MSA), eine alpha-Synucleinopathie, sowie die Tauopathien Corticobasale Degeneration (CBD) und Progressive supranukleäre Blickparese (PSP). Ferner ist PD im Verlauf häufig mit einem sog. Mild Cognitive Impairment vergesellschaftet (PD-MCI), welches als Vorstufe der Entwicklung von PD mit Demenz (PDD) gilt. Klinisch und neuropathologisch bilden PD, PD-MCI und PDD bzw. Demenz mit Lewy-Körpern (DLB) das Kontinuum der Lewy-Körper-Erkrankungen (LBD), welche ebenfalls durch alpha-Synuclein-Ablagerungen gekennzeichnet sind (insbes. in Form der namensgebenden Lewy-Körper). Selbiges trifft ebenso auf Demenzen zu, so gibt es auch hier neurodegenerative Erkrankungen, z.B. den Morbus Alzheimer oder die Frontotemporale Demenz, diesen stehen auf der anderen Seite nicht neurodegenerative demenzielle Entwicklungen z.B. im Rahmen einer schweren Mikroangiopathie gegenüber. Die Differenzierung zwischen den verschiedenen Parkinsonsyndromen sowie den unterschiedlichen Demenzen ist sowohl für den Untersucher als auch für die Patienten relevant, da diese jeweils mit unterschiedlichen Ausfallmustern und Prognosen einhergehen. Eine Heilung ist bisher nicht möglich. Die Diagnosekriterien stützen sich bisher hauptsächlich auf klinische Befunde (Colosimo et al. 2001, Postuma et al. 2015, Höglinger et al. 2017, McKhann et al. 2011). Da sich diese jedoch erst im Krankheitsverlauf deutlich entwickeln und die Befunderhebung untersucherabhängig ist, liegt die Genauigkeit der gestellten klinischen Diagnosen z.B. bei M. Parkinson nur bei ca. 80 %. (Rizzo et al. 2016, Knopmann et al. 2001). Die Wertigkeit der zusätzlichen apparativen diagnostischen Verfahren untereinander ist zum Teil weiterhin unklar. Erschwert wird die Diagnosestellung zudem durch jeweils weitere Unterformen der atypischen Parkinsonsyndrome mit sich unterscheidenden Phänotypen (Williams et al. 2005). Neben den in den aktuellen Leitlinien etablierten diagnostischen neuroradiologischen und nuklearmedizinischen Verfahren entwickelte sich die optische Kohärenztomographie zu einem vielversprechenden, strahlenfreien Verfahren in der Differenzialdiagnostik von neurodegenerativen Erkrankungen (Kim et al. 2017, Ahn et a. 2018). Da sich im Verlauf der letzten Jahre immer mehr Subgruppen innerhalb der atypischen Bewegungsstörungen und Demenzen etablierten erhoffen wir durch die strukturierte, ausführliche Datenerhebung im Rahmen dieses Registers sowohl bildmorphologische Korrelate für fokal-neurologische Defizite als zu finden als auch neue Subgruppen zu identifizieren. Zudem soll die Wertigkeit der unterschiedlichen diagnostischen Verfahren untereinander verglichen werden. Die Parkinson-Klinik Ortenau plant, sich am FReePD zu beteiligen.

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