Beschreibung der Studie

Hauptzweck der Studie war die Untersuchung der Effektivität trankranieller Wechselstromstimulation (tACS) bei Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Zielvariable war die Amplitude gemittelter Hirnaktivität ca. 300 ms nach Präsentation eines unregelmäßigen visuellen Stimulus (sogenannte P300 Aktivität). Diese wurde bei ADHS Patienten als reduziert festgestellt im Vergleich zu Kontrollprobanden. Studienteilnehmer waren 18 ADHS Patienten, die per Zufall der tACS oder einer Placebogruppe zugewiesen wurden. Die Teilnehmer führten eine visuelle Reiz-Reaktionsaufgabe (sogenannte oddball Aufgabe) in drei konsekutiven Blöcken aus: einem vor, während und nach tACS/placebo Block. Neben einer Reduktion der P300 Amplitude vor zu nach tACS Stimulation erwarteten wir die Verbesserung ADHS relevanter Verhaltenparameter, hier gemessen anhand Reaktionsgeschwindigkeit und Fehlerraten (Omission sowie Falscher Alarm).

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Studiendetails

Studienziel P300 Amplitude definiert als Maximum des gemittelten EKPs per Block und Patient, gemessen in µV an der Pz Elektrode. Die so erfasste P300- EKP- Komponente wurde vor und nach tACS-Stimulation/ Placebo erhoben. Die Vorher-Nachher-Differenz wurde anschließend zwischen den Versuchsgruppen verglichen. (2 x 2 design)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Normalsichtigkeit
  • Rechtshändigkeit
  • Probanden sprechen Deutsch
  • Diagnosestellung einer ADHS nach DSM-5 Kriterien
  • Retrospektiv persistierende ADHS Symptomatik seit Kindheit (Wender-Utah-Rating Scale: Retz-Junginger, Retz et al. 2002)
  • Schriftliches Einverständnis der Probanden entsprechend internationaler Guidelines und lokaler Gesetzgebung.

Ausschlusskriterien

  • magnetisierbares Metall im Gehirn/Schädel
  • Cochleaimplantate
  • Implantierter Neurostimulator
  • Anfallsleiden (Epilepsie) in der Vorgeschichte/Familie
  • komorbide) neurologische Erkrankungen
  • Diagnose einer schwere affektiven Störungen, einer Schizophrenie, einer Substanzabhängigkeit oder eines Autismus
  • Hauterkrankungen
  • Schwangerschaft
  • Medikamenteinnahme
  • Widerwille oder Unfähigkeit, sich an die Vorgaben des Studienprotokolls zu halten.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Hyperaktivitätsstörung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Eine Vielzahl von EEG-Studien, die Ereigniskorrelierte Potentiale (EKP) bei Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) untersuchten, fanden eine erniedrigte Amplitude der P300 EKP-Komponente der Patienten gegenüber normalen Kontrollen. In der Fachliteratur wird die P300 Amplitude mit Ressourcenallokation und aufmerksamkeitsgesteuerten Kontextvergleichsprozessen in Verbindung gebracht. Folglich liegt die Annahme einer Beziehung zwischen elektrophysiologischen Anomalien und kognitiven Fähigkeiten bei ADHS-Patienten nahe. Transkranielle Wechselstromstimulation (tACS) kann die Amplitude endogener Hirnoszillationen erhöhen. Ereigniskorrelierte Potentiale lassen sich mit ereigniskorrelierten Oszillationen in Verbindung bringen, wobei P300 an Oszillationen im delta/theta Bereich geknüpft ist. Wir erwarteten, dass mit einer tACS-induzierten Amplitudenerhöhung dieser Oszillationen auch eine Erhöhung der P300 Amplitude einhergeht und dass sich damit einhergehend auch aufmerksamkeitsbezogene Leistungsparameter verbessern. Um diese Hpothese zu testen, führten 18 erwachsene ADHS Patienten (7 weiblich) eine visuelle Oddball Aufgabe während EEG Aufnahme durch. Im zweiten von drei aufeinanderfolgenden Experimentblöcken, erhielten sie zusätzlich entweder 20-minütigen tACS oder placebo Stimulation. Stimulationsfrequenz wurde individuell angepasst anhand einer Zeitfrequenzanalyse der P300 Aktivität des ersten Blocks. Unsere Ergebnisse zeigen eine signifikante Erhöhung der P300 Amplitude in der Stimulationsgruppe und einen damit einhergehenden Trend geringerer Omissionsfehlern im Vergleich von vor zu nach Intervention.

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