Beschreibung der Studie

Stigmatisierung ist ein wichtiger Grund, der Menschen mit psychischen Erkrankungen daran hindert sich in eine professionelle Behandlung zu begeben. In der Gesellschaft werden vorallem psychische Störungen wie Schizophrenie, Depression und Abhängigkeitserkankungen stark stigmatisiert, wobei Alkoholabhängige die stärkste Stigmatisierung erfahren. Oft haben Menschen, die an einer Alkoholabhängigkeit leiden zusätzlich auch eine Depresion. Stigmatisierung wirkt sich negativ auf Selbstwert, Selbstwirksamkeitserwartung, Lebensqualität, soziale Beziehungen, Hilfesuchverhalten, Behandlungsadhärenz und Krankheitsverlauf aus. Bisher gibt es nur wenige auf Forschung basierende Ansätze Selbsstigmatisierung (z.B. „Ich bin selbst schuld an meiner psychischen Störung“) zu reduzieren. Deshalb ist es wichtig die Entwicklung solcher zu fördern. Es sollen folgende Hypothesen geprüft werden: 1. Menschen mit Alkoholabhängigkeit und Depressiver Störung zeigen ein höheres Ausmaß der Selbststigmatisierung als Alkoholabhängige ohne Depressive Störung 2. Es besteht eine negative Verbindung zwischen Selbststigmatisierung und Selbstwert, Lebensqualität, sozialer Unterstützung, Behandlungsmotivation und Abstinenzzuversicht. 3. Es besteht eine positive Vebrindung zwischen Selbststigmatisierung mit vorausgehenden Traumatisierungserfahrungen, Depressivität, und Abstinenzwunsch. 4. Es bestehen Zusammenhänge zwischen Konsumvariablen (z.B. Schwere der Abhängigkeit) und Selbststigmatisierung.

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Studiendetails

Studienziel Als primäre Endpunkte definieren wir die Ausprägung der jeweiligen internalisierten Stigmata bei an Alkoholabhängigkeit erkrankten Personen mit und ohne komorbider Depression.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose einer Alkoholabhängigkeit und Einwilligung nach Aufklärung muss schriftlich vorliegen („Written Informed Consent“)

Ausschlusskriterien

  • Rückzug der Einwilligungserklärung
  • Keine ausreichenden Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
  • Schizophrenie oder akute psychotische Störung
  • Demenz
  • Schwerwiegende somatische Erkrankung, welche die Befragung beeinträchtigen würde
  • Akute Suizidalität
  • Akute Intoxikation
  • Akute Entzugssymptomatik

Adressen und Kontakt

Psychiatrisches Zentrum Nordbaden, Wiesloch

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Stigmatisierung ist einer der wichtigsten Hinderungsgründe für Menschen mit psychischen Erkrankungen, sich in professionelle Behandlung zu begeben. Im Laufe der letzten Jahrzehnte konnte keine wesentliche Veränderung in der Stigmatisierung psychisch Kranker in der Allgemeinbevölkerung festgestellt werden. In der Gesellschaft werden vor allem psychische Störungen wie Schizophrenie, Depressionen und Abhängigkeitserkrankungen stark stigmatisiert. Die öffentliche Stigmatisierung dieser drei Störungen unterscheidet sich jedoch stark, wobei Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen, insbesondere Alkoholabhängigkeit, die stärkste Stigmatisierung erfahren (Rehm, Methers, Popoca, 2009; Schomerus, 2011). Beispielsweise werden sie deutlich häufiger als selbstverantwortlich für ihre Erkrankung gesehen. Auch die Stigmatisierung von Suchterkrankungen im Speziellen hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten kaum verändert (Schomerus, Matschinger, Lucht, Angermeyer, 2014). Zudem sind Depressionen und Alkoholabhängigkeit hochgradig komorbid und es kann angenommen werden, dass etwa 50 % der Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen auch an einer Depression leiden und bei ca. 30 % der Menschen mit Depressionen eine komorbide substanzbezogene psychische Störung vorliegt (Zimmerman M, Chelminski I, McDermut W., 2002). Eine Auswirkung öffentlichen Stigmas ist die Internalisierung des Stigmas, bzw. bei Vorliegen mehrerer stigmatisierter Bedingungen der verschiedenen Stigmata. Diese Selbststigmatisierung wirkt sich negativ auf Selbstwert, Selbstwirksamkeitserwartung, Lebensqualität, soziale Beziehungen, Hilfesuchverhalten, Behandlungsadhärenz und Krankheitsverlauf aus (Büchter & Messer, 2017). Bisher sind nur wenige Ansätze für Interventionen zur Reduktion von Selbststigmatisierung bei psychischen Erkrankungen verfügbar und diese wenig erfolgreich (Büchter & Messer, 2017). Zusätzlich sind diese Interventionen selten evidenzbasiert (Guruge, Wang, Jayasuriya-Illesinghe, & Sidani, 2017) und richten sich überwiegend an Patienen mit Schizophrenie (Wood, Byrne, Varese, & Morrison, 2016). Daher ist es erforderlich, die oben genannten Zusammenhänge zu untersuchen, um die Entwicklung evidenzbasierter Interventionen zur Reduktion der Selbststigmatisierung bei Abhängigkeitserkrankungen zu fördern. Um zukünftigen Interventionen zur Reduktion von Selbststigmatisierung eine bessere Evidenzbasis zu bieten, sollen folgende Hypothesen, geprüft werden, die sich bei psychischen Störungen im allgemeinen bestätigten, jedoch bei Alkoholabhängigkeit noch widersprüchliche bzw. unzureichende Belege erbrachten: 1. Menschen mit Alkoholabhängigkeit und Depressiver Störung zeigen ein höheres Ausmaß der Selbststigmatisierung als Alkoholabhängige ohne Depressive Störung 2. Es besteht eine negative Korrelation zwischen Selbststigmatisierung und Selbstwert, Lebensqualität, sozialer Unterstützung, Behandlungsmotivation und Abstinenzzuversicht. 3. Es besteht eine positive Korrelation von Selbststigmatisierung mit vorausgehenden Traumatisierungserfahrungen, Depressivität, und Abstinenzwunsch. 4. Es bestehen Zusammenhänge zwischen Konsumvariablen und Selbststigmatisierung.

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