Beschreibung der Studie

Vor Kurzem wurde wiederentdeckt, dass erwachsene Menschen neben weißem Fettgewebe auch braune Fettdepots besitzen, welche nicht zur reinen Energiespeicherung, sondern zur Wärmeproduktion dienen. Neu in diesem Kontext ist, dass sich in weißem Fettgewebe außerdem Fettzellen finden, die in ihrer Funktion braunen Fettzellen ähneln und daher „beige“ Fettzellen genannt werden. Eine mögliche Umwandlung von weißen zu beigen Fettzellen wird seit Längerem diskutiert und als sogenanntes „Browning“ bezeichnet. Probanden, welche milder Kälte ausgesetzt werden, zeigen eine erhöhte Aktivität des braunen Fettgewebes und einen höheren Energieverbrauch. Inwieweit damit auch ein „Browning“ des weißen Fettgewebes verbunden ist, ist bisher unbekannt. Es wurde kürzlich festgestellt, dass gewisse Unterschiede im Genom dafür verantwortlich sein könnten. In der bereits laufenden FREECE Studie (DRKS00010489) wird untersucht, welche Auswirkungen eine moderate Kälteexposition auf den Ruheenergieverbrauch von gesunden Personen hat. Der Ruheenergieverbrauch wird hier mittels indirekter Kalorimetrie vor und nach einer kurzen 2-stündigen Kälteexposition unter zitterfreien Bedingungen ermittelt. Da die indirekte Kalorimetrie kein Verfahren ist, um das braune Fettgewebe bildlich darzustellen, und zeitlich und technisch aufwendig ist, sollen nun die bereits untersuchten FREECE-Teilnehmer zu zwei Zusatzuntersuchungen ans Klinikum rechts der Isar eingeladen werden, um über nicht-invasive Methoden zusätzliche Informationen zur Quantität und Qualität des braunen Fettgewebes zu erhalten. Die Zusatzuntersuchungen bestehen aus einer MRT-Messung und einer MSOT-Messung.

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Studiendetails

Studienziel Ziel der Studie ist es, den bereits erfassten Ruheenergieverbrauch (erfasst in DRKS00010489) mit der Menge an braunem Fettgewebe zu korrelieren. Dies geschieht über eine Messung der proton density fat fraction mittels MRT (PDFF-MRI) des Nackens und des Beckens. Zudem soll eine Multispektrale optoakustische Tomographie (MSOT-Messung) durchgeführt werden, die ebenfalls mit den anderen Ergebnissen verglichen wird, um die Sensitivität von MSOT zur Erkennung und Quantifizierung von braunem Fettgewebe im Ruhezustand zu beurteilen. MSOT wird im supraclaviculären Bereich und einem Referenzbereich (gluteal) angewendet.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität MünchenElse Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Es werden nur Teilnehmer zu Untersuchungen eingeladen, die bereits an der FREECE Studie (DRKS00010489) teilgenommen haben.

Ausschlusskriterien

  • Schwangerschaft, stark pigmentierte Haut, Dokumentierte oder Verdacht auf Lichtallergie, Lichtunvertäglichkeit, Kontaktdermatitis, offene oder infizierte Wunden im untersuchten Bereich, starke Klaustrophobie, Implantate oder Metallsplitter im Körper, Herzschrittmacher, Aneurysma-Clips im Gehirn, Cochleaimplantate, sowie Paukenröhrchen

Adressen und Kontakt

Lehrstuhl für Ernährungsmedizin, Freising

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Häufig gestellte Fragen

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Übergewicht und dessen Begleiterkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus Typ 2 und Metabolisches Syndrom haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einem globalen Gesundheitsproblem entwickelt. Die Hauptursachen von Übergewicht und Adipositas sind einerseits eine zu hohe Energieaufnahme und andererseits ein zu geringer Energieverbrauch. Bisherige Therapieansätze konzentrieren sich auf die Reduzierung der Kalorienaufnahme. Eine Erhöhung des Energieverbrauchs ist bisher nur durch vermehrte sportliche Aktivität möglich. Adipositas zeichnet sich vor allem durch eine Vermehrung des Fettgewebes aus, wobei zwischen zwei Arten von Fettgewebe unterschieden wird: weißes und braunes Fettgewebe. Im Gegensatz zu weißem Fettgewebe dient braunes Fettgewebe nicht zur Energiespeicherung, sondern trägt zum Temperaturhaushalt des Organismus bei. Aktives braunes Fettgewebe verbrennt Fettsäuren und trägt durch Entkoppelung von der ATP-Synthese zur Wärmebildung bei . Braunes Fettgewebe ist bei Nagetieren in allen Lebensphasen, beim Menschen jedoch nur bei Neugeborenen in größerer Menge zu finden. Kürzlich wurde mittels PET-CT-Scanning festgestellt, dass auch ein Teil der Erwachsenen noch aktive braune Fettdepots besitzt, vor allem in der Fossa clavicula . Des Weiteren wurden vor wenigen Jahren Fettzellen im weißen Fettgewebe entdeckt, die in ihrer Funktion braunen Fettzellen ähneln und daher „beige“ Fettzellen genannt werden. Die laufende FREECE Studie beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit eine milde Kälteexposition – vermutlich über eine Aktivierung des braunen Fettgewebes - den Ruheenergieverbrauch bei gesunden Personen beeinflusst. Erste Ergebnisse zeigen, eine große interindividuelle Variation in der thermogenetischen Antwort. Ziel der Zusatzuntersuchungen ist es, den bereits erfassten Ruheenergieverbrauch mit der Menge an braunem Fettgewebe zu korrelieren. Außerdem sollen die MSOT-Messwerte mit den entsprechenden MRT-Messwerten [proton density fat fraction magnetic resonance imaging (PDFF-MRI)] korreliert werden, um die Sensitivität von MSOT zur Erkennung und Quantifizierung von BAT im Ruhezustand zu beurteilen.

Quelle

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