Beschreibung der Studie

Nach der operartiven Versorgung eines Bauchwandbruches wird in Westeuropa häufig eine Bauchbandage verschrieben. Diese soll die Schmerzen lindern, die Wundheilung verbessern und dadurch einer Bauchwandbruchwiederkehr vorbeugen. Wissenschaftlich ist dies nicht belegt. Die vorliegende Studie soll dazu dienen den Nutzen der Bauchbandage zu prüfen. Eine Patientengruppe wird die Bandage 2 Wochen tragen und die andere wird diese nicht tragen. Anschließend werden die Patienten nach 2 Wochen und einem Jahr wiedereinbestellt. Die Schmerzintensität wird dann gemessen, die Wunde wird untersucht und ein Fragebogen, der die Lebensqualität erfasst, ausgefüllt.

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Studiendetails

Studienziel Schmerzintensität 2 Wochen nach laparoskopischer Narbenhernienreparation in IPOM-Technik (Intraperitoneale Onlay-Mesh).
Status Teilnahme vorübergehend ausgesetzt
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Helios Forschungsförderung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, die eine Narbenhernie aufweisen
  • Operative Versorgung in laparoskopischer IPOM-Technik

Ausschlusskriterien

  • Schwangerschaft
  • Ausbleibender intraoperativer Bruchlückenverschluss/ -raffung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Hernie-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Bislang bewegen sich Empfehlungen zur Dauer des Tragens der Bauchbandage nach Narbenhernienversorgung auf niedrigem Evidenzniveau [Paasch et al. 2018 und 2019]. Christoffersen et al. 2015 zeigten in einer randomisierten Studie an 54 Patienten, die wegen einer Nabel- und epigastrische Hernie in IPOM-Technik versorgt wurden, dass das Tragen der Bauchbandage keinen statistisch signifikanten Effekt auf postoperative Schmerzen, generelles Wohlbefinden, Bewegungseinschränkung und Lebensqualität hatte [Christofferson et al. 2018]. Im Rahmen einer heliosinternen Umfrage, konnten wir zeigen, dass die jeweiligen Kliniken nach Narbenhernienversorgung sehr unterschiedliche Empfehlungen aussprechen [Paasch et al. 2018]. Die Dauer der körperlichen Schonung und das Tragens der Bauchbandage korrelierten nicht positiv mit einer erniedrigten Ein-Jahres-Rezidivrate [Paasch et al. 2018]. Dies bestätigte sich auch in einem von uns durchgeführten Literaturreview [Paasch et al. 2018]. Weiterhin führten wir eine Umfrage unter 163 Patienten durch, die in der Universitätsklinik Magdeburg und im Helios Klinikum Berlin-Buch wegen einer Narbenhernie operativ versorgt wurden. Ca. 1/3 der Patienten gab an, dass die Bandage die Mobilisation behindere. Zudem zeigte sich unter den Patienten, die keine Bandagen trugen, keine erhöhte Rate an Rezidiven und Seromen.

Quelle

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