Beschreibung der Studie

Das komplexe regionale Schmerzsyndrom (engl. complex regional pain syndrome, CRPS) entwickelt sich etwa bei jedem zwölften Patient nach schweren Verletzungen der oberen Extremität. Neben den namensgebenden quälenden chronischen neuropathischen Schmerzen treten zudem sensible und motorische Defizite der betroffenen Hand auf, sodass die Erkrankung oftmals eine große Einschränkung der persönlichen Lebensqualität verursacht. Aufgrund von aktuellen Forschungsergebnissen scheint eine rein periphere , also eine nur am Ort der Schädigung auftretende Genese unwahrscheinlich, vielmehr kommt es auch zu Veränderungen im Gehirn dieser Patienten. Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine grundlagenwissenschaftliche Arbeit, mit Hilfe derer untersucht werden soll, welchen Einfluss ein Verhaltenstraining, das bereits gute Therapieeffekte bei chronischem CRPS gezeigt hat, auf zugrundeliegende pathologische neurophysiologische Veränderungen bei CRPS hat. Die gemessenen Parameter der Veränderungen sind die motorische und sensible Funktion der Hand, die Schmerzen in Ruhe und Bewegung sowie neurophysiologische Parameter die auf Veränderungen im Gehirn hinweisen (Erhebung mittels transcranieller Magnetstimulation und Magnetresonanztomographie). Bei dem Verhaltenstraining handelt es sich um das stufenförmig aufgebaute motorische Vorstellungstraining, bei dem in 3 Therapiestufen a 2 Wochen daran gearbeitet wird wieder eine schmerzerträgliche Bewegung mit der betroffenen Hand zu erreichen. Ziel dieser Therapiebeobachtung ist es, Veränderungen durch die Anwendung zu erfassen und somit Grundlagen der Erkrankung besser verstehen zu können und zukünftig effektive, individualisierte Therapiestrategien entwickeln zu können.

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Studiendetails

Studienziel Ruhe und Bewegungsschmerz (Visuelle Analgoskala)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • nach Budapest Kriterien diagnostiziertes chronisches Stadium
  • gt; 6 Monate) des CRPS Typ I im Bereich der oberen Extremitäten.

Ausschlusskriterien

  • schwere psychiatrisch-mentale Erkrankung, ein
  • pathologischer Abusus von Substanzen, Nervendurchtrennungen u. schwere Paresen der
  • betroffenen Hand sowie Kontraindikationen für die TMS u. fMRT (Epilepsie, metallische Implantate, Herzschrittmacher)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Erkrankung des autonomen Nervensystems-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Chronische neuropathische Schmerzsyndrome sind oftmals sehr schwierig zu behandeln.Neben chronischen Schmerzen sind diese Syndrome oft mit maladaptiv veränderter kortikaler Repräsentation des schmerzhaften Körperteils assoziiert. Neuste Ansätze zur Therapie von neuropathischem Schmerz versuchen diese Mechanismen zu beeinflussen. Dies kann zum Beispiel durch Sensibilitätstraining oder auch motorisches Training erfolgen. Ein kognitiv-behavioraler Ansatz, die „Graded motor imagery“ verwendet vor allem Techniken der Vorstellung von Lage und Bewegung der betroffenen Extremität. Mit diesem Therapieverfahren wurden in den letzten Jahren erstaunliche Effekte der sonst schwer beeinflussbaren neuropathischen Schmerzen nachgewiesen. Dies trifft vor allem für das komplexe regionale Schmerzsyndrom ohne zusätzliche neuronale Läsion (CRPS Typ I) zu. Es ist aber noch unklar, wie sich diese Therapieeffekte auf die veränderte Repräsentation auswirken, ob also die eventuell vor der Therapie bestehenden maladaptiven Veränderungen (z.B. bei einer betroffenen Hand eine Invasion der angrenzenden Lippenrepräsentation in das ehemalige Handareal) sich nach der Therapie wieder normalisieren. Wir möchten eine Gruppe von mit CRPS Typ I betroffenen Patienten vor und nach einer sechswöchigen Therapie untersuchen, um Trainingsintensität, Therapieerfolg (Schmerzrückgang, Einsatz der Extremität, sensomotorische Funktion) und damit assoziierten neurophysiologische Parameter wie u.a die kortikale Repräsentation der Hand mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) und intracorticale Erregbarkeit mittels transcranieller Magnetstimulation (TMS) zu erfassen.

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