Beschreibung der Studie

Personen, die ein sogenanntes „obstruktives Schlafapnoesyndrom“ haben, leiden unter der wiederholten Verlegung der Atemwege während des Schlafs. Dies führt zur Behinderung der Atmung und Atemaussetzern. Dadurch kommt es immer wieder zu nächtlichem Erwachen und zu nicht erholsamen Schlaf. Im Rahmen einer Operation, für die eine Narkose notwendig ist, werden Schlafmedikamente und Schmerzmittel verbreicht. Diese können ggf. zu einer vermehrten Anzahl und verlängerten Dauer der Atemaussetzer führen. Damit erhöht sich das Risiko, im Rahmen einer Operation Komplikationen zu erleiden. Das Ziel der Studie ist es, die Versorgung von Patienten mit einem hohen Risiko für ein obstruktives Schlafapnoesyndrom zu verbessern. Weiterhin soll die Sicherheit dieser Patienten erhöht werden, wenn sie sich einem operativen Eingriff unterziehen müssen. Während des Auftretens von Atemaussetzern kommt es zu einem Anstieg von Kohlendioxid im Blut. Diesen Anstieg kann man über eine spezielle Sonde messen, die auf die Haut aufgebracht wird. Wir vermuten, dass der Verlauf des Kohlendioxid Rückschlüsse auf die Schwere des vorliegenden Schlafapnoesyndroms liefert. In Zukunft soll dann anhand des Verlaufs des über die Haut gemessenen CO2 das nötige Management rund um die Operation für die Patienten geplant werden.

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Studiendetails

Studienziel Integral der Abweichungen der „drift-korrigierten“ tcCO2-Werte im Vergleich zum Ausgangswert (gemessen zu Beginn der zu beobachtenden Nacht) innerhalb der drei Studienzeiträume im Gruppenvergleich.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 90
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle SenTec GmbH

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eingeschlossen werden Patienten über 18 Jahre, die sich einem elektiven Eingriff niedrigen oder mittleren operativen Risikos in der Allgemeinchirurgie, Gefäßchirurgie oder Unfallchirurgie unterziehen müssen, der eine Allgemeinanästhesie erfordert und mindestens eine Stunde dauert. Die Krankenhausaufenthaltsdauer soll geplant mindestens vier Tage postoperativ betragen, um eine Nachuntersuchung in der dritten postoperativen Nacht zu ermöglichen.

Ausschlusskriterien

  • laparoskopische Eingriffe, Lungeneingriffe, Anlage einer Periduralanästhesie, Patienten im Schock oder mit einer systemischen Inflammationsreaktion, Patienten bei denen eine Nachbeatmung geplant ist, Notfalleingriffe, Patienten, die erst am Tag der Operation stationär aufgenommen werden, Kontraindikationen gegen Sevofluran, chronische Schmerzpatienten mit einer vorbestehenden Opioidtherapie, COPD (GOLD ≥3), bekannte Arrhythmien

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Rostock

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Häufig gestellte Fragen

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Bei der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) kommt es zu einer wiederholten, inkompletten oder kompletten Obstruktion der oberen Atemwege und damit zu Hypo- oder Apnoen während des Schlafes, so dass die Patienten wiederholt erwachen. Dies führt zu einer starken Tagesmüdigkeit. In den Phasen in denen der Atemweg obstruiert ist, kommt es zum Abfall der Sauerstoffsättigung (SpO2), zum Anstieg von CO2 im Blut und damit einhergehend das Absinken des Blut-pH-Wertes. Liegen keine anderen Erkrankungen vor oder sind die Schlafstörungen nicht durch die Einnahme von Medikamenten erklärbar, spricht man von OSA. Die Inzidenz liegt bei Männern zwischen 3-7% und bei Frauen zwischen 2-5%. In einigen Patientengruppen scheint die Häufigkeit für das Vorhandensein einer OSA sogar noch höher zu sein. Dabei wird der Verdacht auf das Vorliegen einer OSA häufig erst bei den Untersuchungen bzw. Anamnesen im Vorfeld einer Operation zum ersten Mal gestellt. Für das Screening auf das Vorliegen einer OSA steht unter anderem der gut validierte Fragebogen nach dem STOP BANG-Schema zur Verfügung. Bei Patienten, bei denen eine OSA vorliegt, besteht ein erhöhtes perioperatives Risiko für Sättigungsabfälle, Reintubationen, Pneumonien, Notwendigkeit für nicht invasive Beatmung oder Intensivaufenthalte. Aber auch das Risiko postoperativ Arrhythmien, ein Delir oder kardiale Ischämien zu entwickeln ist bei Patienten mit einer OSA im Vergleich zur übrigen Population bis zu vierfach erhöht. Da das Auftreten von diesen Komplikationen nicht nur mit Verschlechterung des Outcomes der Patienten, sondern auch mit einem Anstieg von Behandlungskosten einhergeht, ist es wichtig, das Risiko präoperativ entsprechend zu stratifizieren. Bei einem Vorkommen von OSA von bis zu 70% in einigen chirurgischen Populationen erfordert die postoperative Versorgung einen sehr hohen Verbrauch von Ressourcen. Daher erscheint es sinnvoll, präoperativ die Patienten zu erkennen, die von einer erweiterten Überwachung profitieren und die, bei denen ein normales, ressourcenschonendes Management ausreichend ist. Um diese Unterscheidung treffen zu können, sind zusätzliche Informationen zum Fragebogen notwendig, weil die Sensitivität des STOP BANG-Schemas nur bei etwa 80% liegt. Polygrafiegeräte, die als Goldstandard zur Diagnosestellung des OSA-Syndroms eingesetzt werden, sind aufwendig zu bedienen und die Ergebnisse schwierig zu interpretieren. Als Ergänzung zum präoperativen Screening mittels Anamnese bietet es sich an, den Verlauf des arteriellem CO2 zu überwachen. Dieses steigt während Hypo- bzw. Apnoen bei OSA-Patienten an. Je schwerer die Atemwegsobstruktion ist, desto schwerer ist der Anstieg. Die Entnahme und Analyse von arteriellem Blut während der präoperativen Nacht ist bei den ermittelten Risikopatienten nur unter großem Aufwand und unter deutlicher Beeinträchtigung des Nachtschlafs der Patienten durchführbar. Allerdings besteht die Möglichkeit mittels einer Severinghaus-Elektrode das CO2 auch nichtinvasiv transkutan (tcCO2) zu messen. Die kontinuierliche Bestimmung des tcCO2 könnte dazu beitragen, dass für den Patienten individuell das Risiko noch besser abgeschätzt werden kann, ob eine erweiterte Überwachung nach einem operativen Eingriff in Allgemeinanästhesie erforderlich ist, oder ob eine kostengünstigere Standardüberwachung dem Patientenkomfort und auch der geforderten Sicherheit gerecht werden kann. Da es in der dritten postoperativen Nacht zu einem erneuten Anstieg des AHI kommt, soll die Messung dieser Parameter zur Beurteilung des perioperativen Risikos mit beurteilt und in der geplanten Studie auch mit untersucht werden. These: Der präoperative, nächtliche tcCO2-Verlauf bei Patienten mit einem erhöhten Risikoprofil für OSA ermöglicht es, hochsensitiv die Patienten zu identifizieren, bei denen mit großer Wahrscheinlichkeit mit OSA-assoziierten Komplikationen gerechnet werden muss und bei denen daher eine postoperative Überwachung zwingend durchgeführt werden muss.

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