Beschreibung der Studie

Im Rahmen dieser Beobachtungsstudie wird die elektrische Aktivität des Zwerchfells und der Atemhilfsmuskulatur bei kritisch kranken, beatmeten Patienten gemessen. Durch diese Messung sollen Rückschlüsse auf die Atemanstrengung während künstlicher Beatmung erfolgen.

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Studiendetails

Studienziel Verhältnis von elektrischem (EMG) und mechanischem (Fluss/Druck) Signal der Atemmuskulatur zu den folgenden drei Messzeitpunkten: • Akutphase (innerhalb der ersten 48h nach Aufnahme auf eine Studien-ITS) • Bei der ersten Reduktion der Sedierung (Soll-RASS ≥-2) • Beginn der diskontinuierlichen Beatmungsentwöhnung (die erste CPAP Atemphase)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 25
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Drägerwerk AG & Co. KGaA

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien:
  • ARDS aufgrund einer Pneumonie (CAP, HAP, VAP und Aspirationspneumonie) nach Berlin Definition
  • Alter ≥ 18 Jahre
  • Aufnahme auf teilnehmende Intensivstation der Charité Universitätsmedizin Berlin - Campus Virchow

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien:
  • Vorbestehende schwere Lungenerkrankung wie z.B.
  • COPD (GOLD 3-4)
  • Lungenfibrose
  • Mukoviszidose
  • infauste Prognose (Tod trotz maximaler Therapie in den nächsten Stunden zu erwarten)
  • Schwangere oder Stillende Patientinnen
  • Patient ist in einer Anstalt auf gerichtliche oder behördliche Anordnung untergebracht
  • Die Einwilligung des Patienten oder die des gesetzlichen Vertreters/Bevollmächtigten kann nicht zeitnah eingeholt werden
  • Vorliegende Vollmacht oder Patientenverfügung, in der eine Teilnahme an Studien von dem Patienten grundsätzlich ausgeschlossen wird

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Berlin

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Häufig gestellte Fragen

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ARDS (Acute Respiratory Distress Syndrome) bezeichnet ein Krankheitsbild, bei dem sich aufgrund verschiedenster initialer Schäden durch ein inflammatorisches nicht kardiogenes Lungenödem eine Gasaustauschstörung entwickelt. Diese Gasaustauschstörung für Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid führt innerhalb kürzester Zeit zur Notwendigkeit der Intubation und künstlicher Beatmung. Bei mittelschweren bis schweren Fällen des ARDS sind lungenprotektive Beatmung, Bauchlagerung und extrakorporale Lungenersatzverfahren Therapieoptionen der Wahl. Es handelt sich um ein häufiges und sehr schwerwiegendes Syndrom. Eine 2014 in 50 Ländern und 459 Intensivstationen durchgeführte observationelle Studie zeigte, eine Prävalenz von 10,4% unter allen auf die Intensivstation aufgenommenen Patienten. Die erfasste Mortalität reicht von 34,9% in leichten Fällen bis 46,1% in schweren Fällen. (Bellani u. a., 2016) Es wurden sowohl positive als auch negative Folgen von früher assistierter Spontanatmung bei ARDS beschrieben. Der Anteil der Spontanatmung ist maßgeblich von der Tiefe der Sedierung und dem Einsatz von Muskelrelaxantien beeinflusst. Eine Toleranz des Beatmungstubus und invasive Maßnahmen wie Absaugung der Atemwege oder Bauchlagerung sind nur unter Sedierung möglich. Die Sedierungstiefe muss jedoch kontinuierlich angepasst werden. Eine zu tiefe Sedierung kann kurzfristig zur Entwicklung von ventilator-assoziierter Pneumonie und mittelfristig zu einer erhöhten Mortalität beitragen. Eine zu flache Sedierung kann jedoch zu erhöhtem Sauerstoffbedarf, Stress für den Patienten und fehlender Toleranz medizinisch und pflegerisch notwendiger Maßnahmen führen. Zur vollständigen Unterbindung von Spontanatmung können Muskelrelaxantien eingesetzt werden. Diese führen über eine direkte Blockade an der neuromuskulären Endplatte zur Lähmung der gesamten Skelettmuskulatur. So kann die gesamte Atemarbeit durch das Beatmungsgerät geleistet werden und es kann nicht zu zusätzlichem mechanischem Stress an der Lunge durch Atemmuskuläre Aktivität kommen. Der Einsatz von Muskelrelaxantien, besonders im Zusammenhang mit Kortikosteroiden, führt jedoch zu Muskelschwäche (ICU-acquired weakness). Diese geht deutlich über die Atrophie durch Immobilisierung hinaus und einen deletären Einfluss auf die Rehabilitationsfähigkeit der behandelten Patienten. Zur objektiven Messung der Atemanstrengung fehlt eine klinische vom Beatmungsgerät unabhängige Messung bislang. Mit Hilfe einer solchen Messung könnten potentiell schädliche Aspekte der Spontanatmung wie Ventilator-Patienten Asynchronität, Lungenschaden durch übermäßigen Scherstress bei sehr intensiver Spontanatmung und Schaden am Diaphragma durch Über- und Unterbelastung in Zukunft besser verhindert werden.

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