Beschreibung der Studie

Während die kognitive Verhaltenstherapie und die Pharmakotherapie bei der Behandlung der Panikstörung mit/ohne Agoraphobie Therapieverfahren der ersten Wahl darstellen, kommt es nicht in allen Fällen zu einem vollständigen Rückgang der Symptomatik. Zudem sind lange Wartezeiten für Therapieplätze und eine Wirklatenz der konventionellen Behandlungsoptionen weitere Gründe, weshalb nach komplementären Therapieansätzen gesucht wird. Yoga, ein integratives System, welches körper- und geistesbezogene Praktiken umfasst, hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur in der Allgemeinbevölkerung stark verbreitet. Vielmehr gibt es inzwischen auch aus vielen Bereichen der Medizin, aber insbesondere auch der Psychiatrie Hinweise für eine therapeutische Wirksamkeit von Yoga in der Behandlung von Depression oder Angsterkrankungen. Im Rahmen dieser Studie implementieren wir ein speziell für Angsterkrankungen entwickeltes Yogaprogramm, bestehend aus dynamischen Bewegungen, Körperpositionen sowie Atemregulations- und Entspannungsübungen. Die 8-Wöchige Yogaintervention wird hinsichtlich der Wirkung auf Symptome der Panikstörung und/oder Agoraphobie evaluiert und zusätzlich hinsichtlich seiner Effekte auf die biologische Stressreaktion sowie weitere psychologische Konstrukte untersucht.

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Studiendetails

Studienziel Besserung der klinischen Symptomatik gemessen anhand der Panik- und Agoraphobieskala (PAS; Bandelow, 1999). Die Werte werden zu drei Messzeitpunkten (Baseline, nach 4 Wochen und post-Intervention nach 8 Wochen) erhoben. Explorativ wird 3 Monate nach Interventionsende eine Follow-up Untersuchung stattfinden.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 79
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Elsa-Neumann-Stipendium Humboldt Universität zu Berlin Servicezentrum Forschung
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Primäre Diagnose einer Agoraphobie und/oder Panikstörung (ICD-10), PAS-Wert von mindestens 9 und höchstens 39

Ausschlusskriterien

  • Schwangerschaft, medizinische Kontraindikationen, schwere Komorbiditäten, akute Suizidalität, Veränderungen von psychopharmakologischer Medikation innerhalb des letzten Monats, aktuelle Psychotherapie, regelmäßige Yogapraxis in den letzten 3 Monaten.

Adressen und Kontakt

Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Mitte, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Berlin

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Häufig gestellte Fragen

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Während die kognitive Verhaltenstherapie und die Pharmakotherapie bei der Behandlung der Panikstörung mit/ohne Agoraphobie Therapieverfahren der ersten Wahl darstellen, kommen selbst nicht alle Patienten hiermit in die Vollremission. Wartezeiten, Wirklatenz und Non- bzw. Teilresponse sind der Grund weshalb nach komplementären Therapieansätzen gesucht wird. Ein solch komplementärer Behandlungsansatz ist körperliche Aktivität und Sport, wobei in den meisten Studien Ausdauertraining untersucht wurde (Ströhle, 2018). Yoga hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur in der Allgemeinbevölkerung stark verbreitet. Vielmehr gibt es inzwischen auch aus vielen Bereichen der Medizin, aber insbesondere auch der Psychiatrie Hinweise für eine therapeutische Wirksamkeit von Yoga in der Behandlung von Depression oder Angsterkrankungen. Während die Wirksamkeit in der Depressionsbehandlung inzwischen schon relativ gut gesichert ist, gibt es für die Panikstörung bisher keine aussagekräftigen Studien. In dieser randomisierten kontrollierten Studie wird die therapeutische Wirksamkeit eines 8-wöchigen Yogaprogramms bei Patienten mit einer Panikstörung und/oder Agoraphobie evaluiert. Neben der (1) klinischen Symptomatik werden zudem (2) Effekte auf die biologische Stressreaktion (vagale Aktivierung, Herzratenvariabilität, Stresshormonaktivität) untersucht und (3) psychologische Konstrukte, wie psychologische Flexibilität, Selbstwirksamkeitserwartung und subjektives Stressempfinden anhand von ein- und mehrdimensionalen Selbsteinschätzungsinstrumenten gemessen.

Quelle

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