Beschreibung der Studie

Ältere Patienten über 60 Jahren bekommen sehr häufig eine hohe Anzahl an Medikamenten als Dauertherapie. Zusätzlich besteht bei älteren Patienten eine andere Verstoffwechselung der Medikamente auf Grund von zahlreichen Vorerkrankungen und anderen Körper- und Organfunktionen. Deshalb gelten zahlreiche Arzneimittel wegen möglichen Nebenwirkungen als ungeeignet für ältere Menschen - Medikamente die hierfür ein höheres Risiko haben als andere werde als potenziell inadäquate Medikation (PIM) bezeichnet. Das Risiko der Einnahme dieser Medikamente kann den Nutzen überwiegen und zu zahlreichen Komplikationen, wie zum Beispiel Stürzen führen. Es gibt international verschiedene PIM-Listen, die PRISCUS-Liste, FORTA-Liste und die START-/STOP-Kriterien gehören hierbei zu den bekanntesten. Es ist sinnvoll diese Listen bei der Behandlung älterer Patienten zu beachten, auch die Dosierung der Medikamente sollte regelmäßig überprüft werden. Die Studie „More With Less - Retrospektive Analyse von potentiell inadäquaten Medikamenten (PIM) für ältere Erwachsen auf geriatrischen Stationen und Assoziation mit Geriatrischen Syndromen“ untersucht das Vorhandensein von PIM für ältere Menschen bei älteren Patienten im geriatrischen Krankenhaus. Die Analyse für PIM wird sowohl durch die Bewertung nach FORTA, nach den START-/STOPP-Kriterien und der PRISCUS-Liste für die Medikamente bei Aufnahme und Entlassung durchgeführt. Anschließend sollen diese drei Bewertungsarten und die PIM-Anzahl bei Aufnahme und Entlassung verglichen werden. Weitere Untersuchungsbefunde, die im Krankenhaus routinemäßig erhoben werden, werden zusätzlich mit der PIM-Anzahl verglichen.

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Studiendetails

Studienziel Bewertung, wie viele PIM durch die Bewertung nach FORTA, nach den START-/STOPP-Kriterien und der PRISCUS-Liste bei älteren Patienten bei Aufnahme und bei Entlassung vorhanden sind.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Uniklinik Köln - Zentrum Innere Medizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Es handelt sich um eine klinisch-observationale, retrospektive Studie bei dem stichprobenartig geriatrischen Patienten zum Einschluss selektiert werden. Die Einschlusskriterien sind:
  • Patient ist multimorbide, d.h. der Patient hat mehr als 2 behandlungsbedürftige Krankheiten gleichzeitig
  • Patient ist bei Aufnahme ins Krankenhaus mindestens 65 Jahre alt gewesen
  • Patient wurde in den Jahren 2015-2016 im St. Marien-Hospital stationär aufgenommen

Ausschlusskriterien

  • Patient ist nicht multimorbide
  • Patient ist jünger als 65 Jahre
  • Patient wurde nicht in den Jahren 2015-2016 im St. Marien-Hospital stationär aufgenommen

Adressen und Kontakt

Uniklinik Köln - Zentrum Innere Medizin, Köln

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Häufig gestellte Fragen

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Laut Arzneiverordnungsreport erhielt im Jahr 2008 jeder gesetzlich Krankenversicherte über 60 Jahre durchschnittlich 3,1 definierte Tagesdosen (DDD) an Medikamenten als Dauertherapie. Diese Altersguppe bekam somit 66 % aller verordneten Fertigarzneimittel, obwohl sie nur 26,8 % der Gesamtpopulation ausmacht. Bei älteren Patienten entsteht auf Grund von Multimorbidität, verändertem Körperwasser, eingeschränkter Nierenfunktion und höherer Empfindlichkeit auf anticholinerge und sedierende Effekte eine veränderte Pharmakokinetik und -dynamik. Deshalb gelten zahlreiche Arzneimittel wegen ihrer pharmakologischen Wirkung und möglichen Nebenwirkungen als ungeeignet für ältere Menschen. Wegen eines erhöhten Risikos an unerwünschten Arzneimittelereignissen gilt die Gabe bestimmter Arzneimittel bei älteren Patienten als potenziell inadäquate Medikation (PIM). Das Risiko der Einnahme dieser Medikamente kann den Nutzen überwiegen und zu zahlreichen Komplikationen, wie zum Beispiel Stürzen führen. Es gibt international verschiedene PIM-Listen, die PRISCUS-Liste, FORTA-Liste und die START-/STOP-Kriterien gehören hierbei zu den bekanntesten. PIM-Listen sollten in ein geriatrisches Pharmakotherapiekonzept eingebunden werden um eine Polypharmazie und Interaktionen (Drug-Disease, Drug-Drug) zu vermeiden. Auch die Dosierung der Medikamente sollte regelmäßig überprüft werden und beispielsweise an eine nachlassende Nierenfunktion angepasst werden. Die Studie „More With Less - Retrospektive Analyse von potentiell inadäquaten Medikamenten (PIM) für ältere Erwachsene auf geriatrischen Stationen und Assoziation mit Geriatrischen Syndromen“ untersucht retrospektiv das Vorhandensein von PIM für ältere Menschen bei hospitalisierten, geriatrischen Patienten im geriatrischen Krankenhaus. Die Analyse für PIM wird sowohl durch die Bewertung nach FORTA, nach den START-/STOPP-Kriterien und der PRISCUS-Liste für die Medikamente bei Aufnahme und Entlassung durchgeführt. Somit soll anschließend als sekundäres Outcome ein Vergleich dieser drei Bewertungsarten sowie ein Vergleich der PIM-Anzahl bei Aufnahme und Entlassung durchgeführt werden. Weitere sekundäre Outcomes sind die Assoziation von der PIM-Anzahl mit Laborwerten, Geriatrischen Syndromen, Geriatrischen Assessments (Barthel-Index, Tinetti, Timed up and go, Barthel (Gehen, Treppe), Handgrip, NORTON, MMSE, GDS, Clock-Test, Esslinger Transferskala), demografischen Werten (Geschlecht, Aufnahmestatus, Hospitalisierungsdauer, Alter), Körperlichen Untersuchungsbefunden (Gewicht, Allgemeinzustand, Atemgeräusch, Herzgeräusch, Puls, Blutdruck, Nierenlager, Abdomen, Pupillen-Reaktion, Ödeme, Schmerzen), Sozialem Assessment (Lebensumstände, Familienstand, Hilfspersonen, Pflegegrad, Mobilität, Rechtliche Verfügung, ehemaliger Beruf), Morbidität (Vorerkrankungen, CIRS-Score) und Entlassungs-Outcomes (Mortalität, Entlassungsdestination, geplante Rehospitalisierung, Sturz während der Hospitalisierung).

Quelle

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