Beschreibung der Studie

Die Augenhornhautspende in Deutschland stellt einen wesentlichen Behandlungsteil für Patienten mit perforierenden Augenverletzungen und Hornhauttrübungen dar. Mit rund 5000 transplantierten Hornhäuten im Jahr ist dieser Eingriff mit Abstand eine der häufigsten Transplantationen in Deutschland. Fast 3700 Patienten haben zu diesem Zweck im Jahr 2018 ein Gewebetransplantat aus dem Netzwerk der Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) erhalten. Anders als die Organspende ist die Gewebespende in Deutschland auch nach dem Herzkreislaufstillstand möglich. Hierfür werden verstorbene Patienten der DGFG gemeldet und durch geschultes Personal und Ärzte zunächst die medizinische Eignung überprüft. Nach Evaluation der Patientenakte und Ausschluss der entsprechenden Kontraindikationen, werden Angehörige und Betreuungsbevollmächtigte kontaktiert, um eine Zustimmung für die Hornhautspende zu erlangen. Bisher existieren wenige Daten zu der Gesprächsführung, der Einwilligungsquote und den Einflussfaktoren auf die Zustimmung einer Gewebespende.

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Studiendetails

Studienziel Zielkriterium: Einwilligungsquote und den Einflussfaktoren auf die Zustimmung einer Gewebespende
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 19000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation Gemeinnützige Gesellschaft mbH

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle Patienten, die im Netzwerk der DGFG gemeldet wurden, die zum Zeitpunkt der Meldung älter als 3 Jahre waren und bei denen ein Gespräch über die Möglichkeit der Augenhornhautspende mit den Angehörigen stattgefunden hat.

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikationen sind gewebespezifisch. Darüber hinaus gibt es absolute Kontraindikationen. Die nachfolgende Übersicht führt die häufigsten absoluten Kontraindikationen auf:
  • virale Infektionen: HIV, HBV, HCV, HTLV I/II, Masern, Röteln, VZV, Meningitis/Enzephalitis aktive systemische Infektionen (bakteriell: z.B. Typhus, Borreliose, Lues, TBC; parasitär: z.B. Malaria, Toxoplasmose)
  • Sepsis mit multiresistenten bakteriellen Erregern (MRSA, VISA, VRSA, ESBL) bzw. Pilzsepsis
  • jemals Tumore des hämatopoetischen Systems (myelodysplastisches Syndrom, Leukämie, maligne Lymphome, Plasmozytom, Polycythaemia vera)
  • Empfänger von Cornea, Sklera, Dura mater
  • zentralnervöse Erkrankung unklarer Genese (z.B. M. Alzheimer, M. Parkinson, ALS, MS)
  • Risiko der Krankheitsübertragung durch Prionen (Personen mit CJD bzw. in der genetischen Familie; mit rasch fortschreitender Demenz; Empfänger von menschlichen Hypophysenhormonen)
  • Langzeit-Immunsuppressiva
  • unklare Todesursache (außer bei geplanter Obduktion)
  • Personen mit ungeklärten Infekten aus Zika-Virus-Gebieten
  • Dazu kommen gewebespezifische Kontraindikationen für ophthalmologisches Gewebe:
  • Schwerwiegende Lokalinfektionen des Auges
  • Maligner Tumor des Augenhintergrundes, Retinoblastom
  • Hornhauterkrankungen
  • Die Beurteilung der Spendereignung erfolgt durch einen Arzt der DGFG. Zur Erhebung der Informationen dienen unter anderem
  • die aktuelle und historische Krankenakte des Spenders
  • die Befragung der behandelnden Ärzte bzw. des Hausarztes des Verstorbenen
  • die Befragung einer Person, die den Spender gut kannte
  • der Autopsiebericht
  • Altersgrenzen Augenhornhaut
  • Augenhornhautspender müssen mindestens 3 Jahre alt sein, eine obere Altersbegrenzung für die Spende von ophthalmologischen Gewebe (Auge) gibt es nicht. Eine Gewebeentnahme ist daher auch im hohen Lebensalter möglich. Die obere Grenze bei der DGFG beträgt jedoch 90 Jahre in Abstimmung mit den Anforderungen der transplantierenden Einrichtungen.
  • Infektionsdiagnostik
  • Es kommen nur Spender in Frage, bei denen Blut für eine valide Diagnostik (HBsAg, Anti-HBc, Anti-HCV, Anti-HIV1/2, Lues TPHA, HBV/HCV/HIV-Multiplex-(RT)-PCR) vorhanden ist. Ist keine Rückstellprobe verfügbar, kann innerhalb von 24 Stunden nach Todeseintritt eine Blutprobe abgenommen werden. Bei Organspenden erfolgt die Blutentnahme spätestens vor Perfusionsbeginn. Die Blut- bzw. Plasmaverdünnung darf 50 Prozent nicht übersteigen.

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel der beantragten Studie ist es, retrospektiv in einer pseudoanonymisierten Studien Kohorte der geführten Gespräche der DGFG von 2012-2018 die Zustimmungsraten zu bestimmen, unabhängige Einflussgrößen der Zustimmung zu bestimmen und Jahreszeiten und regionale Unterschiede in Deutschland zu bestimmen.

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