Beschreibung der Studie

Die positive Wirkung von Sport auf die Gesundheit ist allgemein anerkannt. Für Amputierte stellt dies jedoch oft eine Herausforderung dar und bedarf daher besonderer Aufmerksamkeit. Durch den irreversiblen Verlust eines Körperteils ist nicht nur die körperliche Integrität gestört und die Möglichkeit körperliche Aktivitäten durchzuführen eingeschränkt sondern meist auch die Teilhabe am täglichen Leben erschwert, was zu sozialem Rückzug führt. Die postoperative Behandlung beginnt bei diesen Patienten bereits sehr früh durch Stumpfkonditionierung, Physiotherapie und Gehschule. Nach einer gewissen Zeit gewinnen Beinamputierte jedoch zunehmend Sicherheit und durch das Erreichen einer ausgeglichenen körperlichen Aktivität an Selbstständigkeit und Zufriedenheit zurück. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es durch validierte klinische Tests einen funktionellen Status Beinamputierter 2 Jahre nach der Amputation zu erfassen um Einblicke in die aktuelle Versorgungssituation und die körperliche Leistungsfähigkeit abhängig von verschiedenen Amputaionsursachen zu beleuchten. Zusätzlich erfragen wir die Lebensqualität und wichtige ursächliche Begleitfaktoren als auch Motivations- und Hinderungsgründe für körperliche Aktivität.

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Studiendetails

Studienziel - Bestimmung und deskriptive Beschreibung der allgemeinen körperlichen Aktivität, der (sportlichen) Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität nach Major Amputation der unteren Extremität, sowie der Korrelationen dazwischen. (IPAQ, LCI, SF36, funktionelle Tests) - Vergleich bezüglich unterschiedlicher Amputationsursachen je nach Anzahl der zustandekommenden Gruppen von ausreichend großer Fallzahl (Trauma, Tumor, Infektion, Diabetes, Vaskulär)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universität Heidelberg; Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie; Bereich Bewegungsanalyse

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Probanden mit Major Amputation der unteren Extremität
  • Amputation liegt mindestens zwei Jahre zurück (Zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung)
  • Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Probanden, die die Fragebögen auch mit Unterstützung nicht ausfüllen können.
  • Mangelnder Gleichgewichtssinn durch vestibuläre, cerebrale oder visuelle Einschränkungen.

Adressen und Kontakt

Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie, Heidelberg Schlierbach

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Häufig gestellte Fragen

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Große epidemiologische Beobachtungsstudien zeigen die positive Wirkung von körperlicher Aktivität insbesondere von Sport auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Gerade für Beinmputierte kann Sport durch den Zugewinn an Kraft, Beweglichkeit, Koordination, Körperwahrnehmung, Ausdauer, Prothesenkontrolle und weiterer positiver Wirkungen einen großen Unterschied bei der Mobilität und Teilhabe am Leben bedeuten. So sind die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation zur regelmäßigen körperlichen Aktivität für Amputierte nicht anders als für Nicht-Amputierte. Dennoch sind Beinamputierte laut aktuellen Studien oft weniger aktiv als die Allgemeinbevölkerung und erreichen diese Empfehlung nicht. Mit der geplanten Studie soll der Einfluss einer Beinamputation auf die körperliche Aktivität, die sportliche Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität mindestens 2 Jahre nach der Amputation untersucht werden. Hierbei soll herausgearbeitet werden wie sich die sportliche Leistungsfähigkeit zwischen Probanden unterschiedlicher Amputationsursache und hinsichtlich eines gesunden Vergleichskollektivs unterscheidet. Hierzu befragen wir wichtige ursächliche Begleitfaktoren als auch Motivations- und Hinderungsgründe für körperliche Aktivität. Die körperliche Aktivität und Lebensqualität erfassen wir mit validierten Fragebögen(IPAQ, SF36, LCI). Die sportliche Leistungsfähigkeit erfassen wir durch validierte funktionelle Tests (2MWT, 10MWT, TUG, CHAMP). Ein Ziel ist die körperliche Aktivität von Patienten nach Amputation der unteren Extremität zu fördern ohne sie zu überlasten und entsprechende Defizite aufzudecken. Somit könnte man bereits während der Rehabilitation gezielter auf die gesonderten Bedürfnisse dieses speziellen Patientenkollektivs eingehen und den Beinamputierten den Zugang zum Sport erleichtern.

Quelle

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