Beschreibung der Studie

Es soll in dieser Studie primär die Frage beantwortet werden, ob eine Gruppe ambulanter Fibrose Patienten, die mindestens 1x/Tag 3x3 Minuten an 3 Tagen die Woche für 3 Monate mit dem Galileo-Gerät trainiert als Hauptendpunkt eine längere 6 Minutengehstrecke bei Entlassung hat, als eine Kontrollgruppe (ebenfalls Fibrose-Patienten), die mit einem Sham-Training von 5 Hz trainiert. Dabei werden die eingeschlossenen Fibrose-Patienten entweder in die Gruppe des Trainings oder des Sham-Trainings randomisiert.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Messung der Leistungsfähigkeit der Patienten anhand der %-Veränderung der 6 Minuten Gehstrecke nach 3 Monaten im Vergleich zur baseline Untersuchung und zur Sham-Training Kontrollgruppe. Die Untersuchungen fanden zum Zeitpunkt des Einschlusses (t0) und nach 3 Monaten (t1) statt!
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 44
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbHZentrum für Innere MedizinSchwerpunkt Pneumologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit klinisch nachgewiesener Fibrose (CT), d.h. Patienten mit idiopathische pulmonale Fibrose, idiopathische NSIP, Kollagenose-induzierte Lungenfibrose, chronische exogen allergische Alveolitis, Lungenfibrose unklarer Genese. Sauerstofflangzeitherapie ist kein Ausschlusskriterium

Ausschlusskriterien

  • keine Lungenfibrose
  • Sarkoidose
  • entzogene Zustimmung
  • Hinweis auf akutes pathologisches kardiales Geschehen im Labor oder EKG (TNI bzw. CK Erhöhung, neu aufgetretene ST-Streckenveränderungen).
  • Begleiterkrankungen wie Herzinsuffizienz (NYHA III und IV) oder COPD
  • dekompensierte Herzinsuffizienz
  • Bluthochdruck (>220/120 mmHg)
  • schwerere psychische Erkrankungen
  • kognitive Einschränkungen
  • Einschränkungen des Bewegungsapparates, die ein Training mit dem Galileo unmöglich machen:
  • Akute Thrombose
  • Implantate in trainierten Körperregionen
  • Akute Arthrose
  • Akute Tendinopathie
  • Akute Hernie
  • Akute Diskopathie
  • Frische Frakturen
  • Frische Wunden und/oder Narben
  • neurologische Erkrankungen die das Training und die Durchführung beeinflussen
  • akute Exazerbationen in den letzten 3 Monaten
  • akute Inflammation/Infekte bis 4 Wochen vor Einschluss
  • nderung der antifibrotischen Therapie in den letzten 3 Monaten oder Teilnahme an einem Lungensport

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Lungenfibrose-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Die Trainingstherapie hat, wie man aus Voruntersuchungen weiß, erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität, die Lungenfunktion und die Leistungsfähigkeit von Patienten mit Lungenerkrankung. Dies hat in den letzten Jahren auch Einzug in Therapieempfehlungen und Leitlinien erhalten. Die Ursache für die Trainingserfolge können zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vollständig erklärt werden. Neben der gezielten Stärkung der Extremitätenmuskulatur und den positiven Einflüssen auf den Kreislauf mehren sich die Hinweise, dass auch die Inflammationsmarker durch Sport supprimiert werden könnten. Dabei sind die verwendeten Trainingstherapien in den Studien sehr uneinheitlich. Das gleiche gilt für die Frequenz der Trainingszyklen. Es werden Kraft und Ausdauerübungen in den Leitlinien empfohlen. Auch bei Patienten mit Lungenfibrose gibt es erste Hinweise auf die positive Wirkung von Trainingseffekten auf einzelne Muskelgruppen. Ob ein ganzheitlicher Trainingsansatz über Ganzkörpervibration Erfolge bei Fibrose Patienten bringt, ist bislang nicht untersucht. Eine Möglichkeit einen ganzheitlichen Therapieansatz einfach und zeitsparend umzusetzen ist ein Gerät, das über eine Bodenplatte Frequenzen unterschiedlicher Hertzintensität abgibt. Die unterschiedlich hohen Frequenzen erzeugen dabei unterschiedliche Effekte. Werden bei niedriger Frequenz (5-12 Hz) primär Propriozeption und Balance angesprochen, werden bei den mittleren Frequenzen (12-20 Hz) gezielt Kontraktions- und Relaxationszyklen erzeugt und damit die reflexgesteuerte Muskelfunktion trainiert. Wird die Frequenz in den hochfrequenten Bereich gesteigert (>20 Hz), kommt es zum vorzeitigen Abbrechen der Relaxationszeit und damit zur Verlängerung der Kontraktionszeit mit gesteigerten Effekten auf die Muskelleistung. Als Beispiel sei angeführt, dass ein Training von 25 Hz 25 Schrittzyklen/s entspricht. Bei 3 Minuten ergibt das eine Schrittzykluszahl von 4500. Das führt neben dem Trainingseffekt gleichzeitig zu einer schnellen neuromuskulären Ermüdung. Praktische Anwendung hat diese Trainingsform bislang bei Patienten mit chronischem Fatigue Syndrom, zystischer Fibrose, geriatrischen Patienten oder Schlaganfallspatienten gefunden, aber auch Gesunden, die lange Zeit lagen und, wie zuletzt von uns gezeigt werden konnte, bei exazerbierten COPD Patienten. Bei letzterer Studie wurde das Galileo-Trainingsgerät der Firma Novotec (Pforzheim, Deutschland) eingesetzt. Interessant ist im Besonderen die Tatsache, dass kurze Trainingszyklen mit einem Muskelaufbau bzw. mit einer Konservierung der Muskelfunktion verbunden sind.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: