Beschreibung der Studie

Erste Studien weisen darauf hin, dass Menschen mit Multiple Sklerose (MS) besonders von intensiven Trainingsformen profitieren (u.a. Verbesserung der Symptomatik hinsichtlich Motorik, Kognition, Depression, Müdigkeit). Zudem zeigen aktuelle Ergebnisse, dass Bewegungsinterventionen in einem frühen Verlauf der MS-Erkrankung die Krankheitsprogression hinauszögern können. Deshalb wird eine frühestmögliche sportliche Betätigung zunehmend als "vielversprechendes Interventionszeitfenster" beschrieben. Darauf aufbauend ist das Ziel der aktuellen Studie, den Einfluss eines 12-wöchigen (3x/Woche a 60 Min.) intensiven Kraft- und Ausdauertrainings im Gruppenformat auf das körperliche, kognitive und psychische Wohlbefinden, sowie auf biologische Faktoren, die mit der Erkrankung assoziiert sind, zu untersuchen. Für die Teilnehmer dieser Studie ist v.a. der Aspekt der Nachhaltigkeit wichtig, da der alltagsnahe Bezug (Training in einem Fitnessstudio) gegeben ist.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Marker der Bluthirnschranke (MMP-2, MMP-9) (t0, t1, t2)
Status Teilnahme möglich
Studienphase 3
Zahl teilnehmender Patienten 72
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • schubförmig verlaufende MS
  • EDSS-Skala (Expanded Disability Status Scale): 0-4

Ausschlusskriterien

  • Akuter MS-Schub oder deutliche Verschlechterung MS-spezifischer Symptome während der Intervention
  • bekannte internistische Erkrankungen, welche die Ergebnisse beeinflussen können (z.B. Tumorerkrankungen)
  • Herz-Kreislauf- oder orthopädische Erkrankungen, die eine Teilnahme am Bewegungsprogramm ausschließen
  • Schwangerschaft oder Stillen

Adressen und Kontakt

Köln und Umgebung, Deutschland

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Köln und Umgebung, Deutschland via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten des Studienarztes und Informationen über mögliche nächste Schritte an Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Erste Studien weisen darauf hin, dass Personen mit Multipler Sklerose (MS) auch von intensiven Trainingsformen profitieren. Dabei werden sowohl auf klinischer (z.B. Motorik, Kognition) als auch auf molekularer (z.B. Anti-Inflammation, Modulation der Blut-Hirn-Schranke) Ebene positive Effekte beschrieben. Insbesondere konnte in einer vorangegangen Studie gezeigt werden, dass hoch-intensives Intervalltraining mit einer signifikanten Reduktion der Matrix Metalloproteinase (MMP)-2 im Serum von Patienten mit MS, die wiederum mit einer verbesserten Funktionsleistung der Blut-Hirnschranke assoziiert wird, einhergeht. Bislang existieren nur wenige Untersuchungen im „nicht-stationären“ Setting, die weit verbreitete, neuere, intensive und komplexe Trainingsformen (Intervalltraining, Zirkeltraining, Functional Training) einsetzen. Es stellt sich die Frage, inwieweit solche alltagsbegleitenden Trainingsprogramme, die fast flächendeckend in Fitnessstudios angeboten werden, sich positiv auf die Konzentration der Matrix Metalloproteinase im Serum von Personen mit MS auswirken können. Darüber hinaus wird vermutet, dass Bewegungsinterventionen vor dem Auftreten eines Schubes/Krankheitsprogress die physische Leistungsfähigkeit sowie den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Im Rahmen der geplanten randomisiert-kontrollierten Studie (RCT) werden daher Personen mit klinisch unauffälliger schubförmig remittierender MS in eine Interventions- und eine Warteliste-Kontrollgruppe (IG, KG) randomisiert. Die IG trainiert über 12 Wochen, 3x/Woche für 60 Minuten in einem kommerziellen Fitnessstudio. Das supervidierte und durch geschulte Trainer angeleitete Trainingsprogramm beinhaltet intensive Kraft- und Ausdauerkomponenten und findet in einem Kursformat mit max. 10 Teilnehmern statt. Um Auswirkungen auf genannte Parameter zu erfassen, werden zu Beginn der Intervention (t0), 6 Wochen nach Beginn der Intervention (t1) und direkt nach Abschluss der Intervention (t2) entsprechende Assessments durchgeführt. Darüber hinaus sollen die Akuteffekte einer Trainingseinheit auf immunologische Parameter im Blut erhoben werden. Dazu wird der Interventionsgruppe vor und nach einer Einheit der 6. Trainingswoche eine Blutprobe entnommen, um das Blutbild zu analysieren und zu vergleichen. Den Probanden der KG wird nach der Studienteilnahme kostenlos das gleiche Trainingsprogramm angeboten.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: