Beschreibung der Studie

Beckenfrakturen sind eine seltene Verletzung, zeigen jedoch über die letzten zwei Dekaden einen deutlichen Anstieg. Dies ist vor allem bedingt durch die demographische Entwicklung und das vermehrte Auftreten von Beckenfrakturen bei alten Menschen. Ein Blick auf die Daten des Deutschen Beckenregisters (DGU®) zeigt, dass 68% der Beckenfrakturen bei Patienten älter als 65 Jahre zu verzeichnen sind. Eine Form der Beckenringverletzungen tritt vor allem zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf. Verursacht werden diese vor allem bei Hochrasanztraumata (häufig Verkehrsunfälle und dabei vor allem Motorradunfälle) und Stürzen aus großen Höhen. Diese gehen dann nicht selten mit gravierenden Begleitverletzungen einhergehen. Ein zweiter Altersgipfel ist im 7. Lebensjahrzehnt zu finden und ist hier vor allem Osteoporose-assoziiert und tritt folglich schon bei Niedrigenergietraumata auf. Aufgrund der seltenen Verletzung der schweren instailen Beckenverletzung ist auch in großen TraumaZentren® die Erfahrung im Umgang mit diesem inhomogenen Verletzungstyp limitiert. Es werden vielfältige Operationsverfahren beschrieben, jedoch kann letztlich kein favorisiertes Verfahren herausgestellt werden. Nachdem die Minimalinvasivität in der stabilisierenden Chirurgie der Wirbelsäule und des Beckens zum Standard geworden ist, sollte sich unseres Erachtens auch die spinopelvine Abstützung dieser Technik bedienen. Unklar ist, ob ein einheitliches Osteosyntheseverfahren sowohl für die traumatischen Beckenfraktur als auch osteoporotischen Beckenfrakturen verwendet werden kann, um damit dem behandelnden Chirurgen die Entscheidung

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Studiendetails

Studienziel Ziel unserer Studie ist es, eine einheitliche minimalinvasive spinopelvine Osteosynthesemethode bei Beckenfrakturen vom Typ C bzw. FFP Typ IV von insgesamt 19 Patienten vorzustellen und mit den Ergebnissen der Literatur zu vergleichen. Postoperativ angewandte bildgebende Verfahren (Rö/CT)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 19
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Bundeswehrkrankenhaus UlmAbteilung Orthopädie und Unfallchirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Beckenfrakturen Typ C nach AO/OTA und Typ IV nach FFP

Ausschlusskriterien

  • fehlender Bildgebung

Adressen und Kontakt

Bundeswehrkrankenhaus, Ulm

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Die Inzidenz von Beckenfrakturen ist gering (0,3-8%), zeigt sich jedoch über die letzten zwei Dekaden einen deutlichen Anstieg. Dies ist vor allem bedingt durch die demographische Entwicklung und das vermehrte Auftreten von Beckenfrakturen bei alten Menschen. Ein Blick auf die Daten des Deutschen Beckenregisters (DGU®) zeigt, dass 68% der Beckenfrakturen bei Patienten älter als 65 Jahre zu verzeichnen sind. Eine Form der Beckenringverletzungen tritt vor allem zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf. Verursacht werden diese vor allem bei Hochrasanztraumata (häufig Verkehrsunfälle und dabei vor allem Motorradunfälle) und Stürzen aus großen Höhen. Diese gehen dann nicht selten mit gravierenden Begleitverletzungen einhergehen. Ein zweiter Altersgipfel ist im 7. Lebensjahrzehnt zu finden und ist hier vor allem Osteoporose-assoziiert und tritt folglich schon bei Niedrigenergietraumata auf. Die Einteilung erfolgt unter anderem nach der AO-Klassifikation in Typ A (stabile Beckenfraktur, folglich oft keine operative Intervention nötig), Typ B (Rotationsinstabile Beckenfrakturen) und Typ C (Rotations- und vertikal instabile Beckenfrakturen). Als Klassifikation für die oben genannten Insuffizienzfrakturen eignet sich dagegen die Einteilung nach Rommens in FFP (fragility fractures of the pelvis) Typen I bis IV Aufgrund der absolut geringen Inzidenz ist jedoch auch in großen TraumaZentren® die Erfahrung im Umgang mit diesem inhomogenen Verletzungstyp limitiert. Eine besondere Herausforderung stellen hierbei auch die Beckenfrakturen Typ C nach AO/OTA bzw. die Fragilitätsfrakturen des Beckenringes (FFP) vom Typ IV nach Rommens und Hoffmann dar, da diese ein höchstes Maß an Instabilität darstellen. Die definitive Versorgung der instabilen Situation ist wichtig für die Schmerzkontrolle, die frühe Mobilisation und die Prävention einer chronischen Instabilität bzw. Deformität. Die Auswahl in Bezug auf die Osteosynthese bei Beckenfrakturen vom Typ C bzw. FFP Typ IV werden vielfältig beschrieben, jedoch kann letztlich kein favorisiertes Verfahren herausgestellt werden. Nachdem die Minimalinvasivität in der stabilisierenden Chirurgie der Wirbelsäule und des Beckens zum Standard geworden ist, sollte sich unseres Erachtens auch die spinopelvine Abstützung dieser Technik bedienen. Unklar ist, ob ein einheitliches Osteosyntheseverfahren sowohl für die Beckenfraktur vom Typ C bzw. die FFP vom Typ IV verwendet werden kann, um damit dem behandelnden Chirurgen die Entscheidung

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