11 Jun 2018 Von Magdalena Glawe

Endometriose-Therapie

Sie finden auf den folgenden Seiten umfassende Informationen über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bei Endometriose.

Nutzen Sie die Möglichkeiten der aktuellen Endometriose-Forschung

Klinische Studien bieten neue Therapieoptionen gegen Endometriose

Passende Studie finden

Circa 40.000 Frauen erhalten pro Jahr in Deutschland die Diagnose einer Endometriose. Die chronische Erkrankung gehört damit zu den häufigsten Frauenkrankheiten, von der schätzungsweise 2 bis 10% aller Frauen betroffen sind.

Betroffene Frauen leiden oft unter einer Vielzahl ganz unterschiedlicher Beschwerden, die von vorübergehenden starken Unterleibsschmerzen und chronischen Schmerzen über Verdauungsprobleme bis zu Unfruchtbarkeit reichen können. Die Lebensqualität der Frauen kann durch diese Beschwerden und einen unerfüllten Kinderwunsch stark eingeschränkt sein, dementsprechend groß ist deshalb ihr Bedarf für eine dauerhaft wirksame Behandlung.

Endometriose kann nach aktuellem Forschungsstand nicht geheilt werden. Deshalb zielen alle verfügbaren Behandlungsmethoden darauf ab, die Beschwerden zu lindern, die durch das Wachstum von Gebärmutterschleimhaut-ähnlichem Gewebe außerhalb der Gebärmutter entstehen. Grundsätzlich kann die Endometriose mit Medikamenten oder durch einen operativen Eingriff behandelt werden. Bei unerfülltem Kinderwunsch greifen viele Frauen greifen außerdem auf eine künstliche Befruchtung zurück.

Die aktuelle medikamentöse Therapie der Endometriose umfasst zum einen die Schmerzbehandlung und zum anderen die Behandlung mit Wirkstoffen, die den Hormonzyklus beeinflussen. Durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahren konnten neue Wirkstoffe entwickelt werden, die den hormonellen Einfluss auf den Verlauf der Endometriose unterdrücken und so die Beschwerden lindern können. Neben Endometriose Medikamenten gibt es auch die Möglichkeit, die Erkrankung operativ zu behandeln. Dabei werden möglichst vollständig alle Ansiedlungen von Gebärmutterschleimhaut-ähnlichem Gewebe auf anderen Organen oder die ganze Gebärmutter entfernt. Heute kommt außerdem vermehrt eine Kombination aus medikamentöser und operativer Therapie der Endometriose zum Einsatz, wodurch die Ergebnisse einer Operation verbessert und das Risiko für ein Wiederauftreten verringert werden soll.

Welche Behandlung die Beschwerden einer Betroffenen bei möglichst geringen Nebenwirkungen am besten bekämpft, ist eine individuelle Entscheidung. Dabei spielen neben der Familienplanung weitere Faktoren wie das Alter, eventuell vorliegende Begleiterkrankungen und die persönliche Vorstellung von Lebensqualität eine Rolle.

Auf den folgenden Seiten haben Sie jetzt die Möglichkeit, schnell und einfach ein zertifiziertes Endometriosezentrum in Ihrer Nähe zu finden. Demnächst finden Sie hier außerdem einfach verständliche Informationen zur Wirkungsweise, Anwendung und Nebenwirkungen der verschiedenen Endometriose Therapien.

Autor

Magdalena Glawe

Magdalena Glawe ist Ärztin. Sie hat an der Charité in Berlin Medizin studiert und unterstützt das Viomedo-Team als Patientenbeauftragte. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit Fotografie und japanischer Kultur.

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